| Sie sind hier: Startseite - Background - Rezensionen - Geisterfänger Rezensionen - Band 5 | ||||
|
||||
Der singende Tod von Alexander Ghost „Der singende Tod“ ist ein gruseliger Krimi, aber keinesfalls ein Horror-Roman. Die Geschichte ist nicht besonders neu oder originell, aber stimmungsvoll inszeniert. Die Spukvilla bietet einige nette Szenerien und Geheimnisse, die Figuren wirken schrullig und exzentrisch, das Geschehen bleibt trotz teilweise komplizierten Verwicklungen größtenteils transparent und verfolgbar. Die Isolation auf der Insel macht sich in der Geschichte bemerkbar, spielt sogar eine entscheidende Rolle was Stimmung und Handlungsverlauf angeht. Die Auflösung ist lässt zwar wenig Raum für Phantastisches, passt aber zur Handlung allgemein, die sich teilweise eher wie ein ausgeschmücktes Theaterstück als ein Roman liest. Die altmodische Sprachgestaltung des Romans dämpft an einigen Stellen den Lesegenuss des jüngeren Lesers doch um einiges – einige Umschreibungen und Satzkonstruktionen sind mir so noch nicht untergekommen und wirken antiquiert. Eine leichte Modernisierung der Formulierungen hätte der an sich ganz guten Geschichte sicherlich gut getan. Aber was kann man von einer Nachdruckserie von Romanen, wie sie „Geisterfänger“ nun mal ist, schon groß erwarten? „Der singende Tod“ ist ein angenehm durchschnittlicher Grusel-Krimi, mehr nicht. © Sascha „Andro“ Vennemann |