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Höhle der weißen Ungeheuer 64 Seiten/1,50 €
„Höhle der weißen Ungeheuer“ ist der bisher stärkste Roman der Geisterfänger-Nachdruckreihe und fällt in einigen Belangen aus dem Rahmen der gewohnten Heftromanstories. Zum einen gibt es im Roman keine richtige Hauptfigur, lediglich die Ermittler Dudley und Kelston, sowie Thomson, der reiche Monsterbegeisterte, bilden sich nach einiger Zeit zu dickeren Handlungsfäden aus. Dazu gibt es jede Menge nette Nebencharaktere, die sowohl zur Dichtheit des Textes beitragen, als auch zusätzliche Erzählperspektiven einbringen. Nebenbei versteht es William Perry hervorragend, eine sehr abgefahrene Atmosphäre zu erzeugen. Das reicht von den bizarren Monstern in ihrer Höhle bis hin zur Spukhaus-Nebenhandlung, die eher illustrierend wirkt und im Nachhinein mit der eigentlichen Handlung nur wenig zu tun hat. Durch die vielen auftretenden Personen kommt echtes Kleinstadtfeeling auf – das perfekte Setting für eine doch nette, nicht zu verschachtelte Story, die dann zum Schluss hin unerwartet noch zum echten Krimi wird. Hier wurde endlich einmal ein guter Roman zur Wiederveröffentlichung ausgewählt. Es bleibt zu hoffen, dass solche guten Stories noch in den Kelter-Archiven zum Nachdruck schlummern – und ausgewählt werden! Ein kleiner Wermutstropfen: Wieder einmal finden sich im Text einige Schreibfehler, die zu vermeiden gewesen wären. Zwar weniger auffällig als in Band 3, aber immer noch in erhöhtem Maße. Auch der Untertitel „In der Kathedrale der Finsternis regiert tödlicher Haß“ steht in keinerlei Zusammenhang mit dem Roman – hätte man sich sparen können. © Sascha „Andro“ Vennemann |