Stimmen in der Nacht
Gaslicht Band 362
von A. F. Morland
64 Seiten/1,45 €
Kelter-Verlag
In einer stürmischen Nacht kommt es zum Streit zwischen George und Anne Bartlett, die gemeinsam ein einsames Strandhotel besitzen. George verlässt nach dem Streit das Hotel – und stürzt bei einem Handgemenge in die Klippen. Annes Gewissen lässt ihr keine Ruhe mehr, sodass sie sich schließlich von den Klippen stürzt; ihre Tochter Betty kann dies leider nicht verhindern, kann sogar nur knapp dem Tod entrinnen. Bettys Tante Joy zieht zu ihr, um ihr bei der Führung des Strandhotels unter die Arme zu greifen. Betty hat von dem Zeitpunkt, an dem sie ihre Mutter die Klippen hinterstürzen hat sehen, schlimme Visionen, in denen sie u. a. den Tod ihres Arztes voraussieht – und, dass sie keines natürlichen Todes sterben wird. Sie beginnt, die Stimmen ihrer Eltern zu hören – und kommt schließlich dahinter, wer ihr einen unnatürlichen Tod bescheren will…
Dieser Gaslicht-Roman bietet mal wieder einen Nachdruck von A. F. Morland. Besonders gefreut hat mich an der Story, dass sie diesmal nicht dem typischen Muster folgt, dass im Vordergrund mehr die Liebesgeschichte steht, und im Hintergrund die mysteriösen/unheimlichen Vorfälle stattfinden. Zwar gab es in sofern wieder die typische Liebesgeschichte, an deren Ende der Held todesmutig für das Leben der weiblichen Hauptperson kämpft, allerdings wurden hierfür weniger Zeilen als sonst verbraucht und im Vordergrund steht diesmal mehr der Krimi.
Man beginnt zwar mit der Zeit zu ahnen, wer der wahre Täter ist, allerdings trübt das das Lesevergnügen überhaupt nicht.
Einzig und allein missfällt mir an dem Heft dieses Cover von Erneste J. Spoerr, dessen „Werke“ mir ja nun in vielerlei Hinsicht arg missfallen. Na ja, das Auge isst zwar mit, aber besser ein guter Roman und ein eher bescheideneres Cover (das übrigens zudem auch nichts mit dem Roman zu tun hat; es gibt ja ein paar Titelbilder von Spoerr, die wenigstens zum Roman passen), als umgekehrt. Macht Lust auf weitere Morland-Nachdrucke bei „Gaslicht“ und „Irrlicht“ – ndiese Woche erscheint ja ein weiterer.
© Koopa
|