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Romanrezension - Black Jericho - Band 1

Greg Sutton
Black Jericho 1
Massaker in den Leichenminen

Diomedes Verlag, Mönchengladbach, Mai 2010
76 Seiten / 3,95 €
Erstveröffentlichung: 28.05.2010

Gene gehören zur Zeit der Handlung offensichtlich zum Leben wie die Luft zum Atmen, diese Erfahrung musste auch Jericho vor einigen Jahren machen. Er unterzog sich einer Genpräparat-Behandlung und musste die Konsequenzen dafür tragen. Der Preis für das Präparat war mehr als menschenunwürdig, und die körperlichen Veränderungen überraschten den Söldner dann doch sehr.
Ein Aufstand von Gen-O-Matics in der Bergbaukolonie auf dem Saturnmond Titan veranlasst die Regierung, Söldner anzuheuern, die sich der Sache annehmen. Mit dabei sind Jericho Blane und seine Freundin Nicoleta Belá. Mit drei weiteren Söldnern brechen sie auf, um die Mutanten, die sich zu Bestien entwickelt haben, aufzumischen. Doch der Regierungsauftrag entpuppt sich recht schnell als eine Falle und der Aufstand selbst als ein Racheakt. Die Sache eskaliert.
Können Jericho und sein Team die Situation unter Kontrolle bringen?

»Massaker in den Leichenminen« ist der Auftaktband zu der Serie »Black Jericho«. Der Roman beginnt mit einem Einblick in Jerichos Leben als Söldner und als Mann. Als Söldner sind er und sein Team scheinbar unschlagbar, als Mann lässt der weißhaarige Afrikaner nichts anbrennen. Mit flotten Sprüchen und einem hohen Erzähltempo werden den Lesern die Charaktere vorgestellt und dabei ein Einblick in die Kulisse der Handlung vermittelt.
Der Autor hat ein Gesellschaftssystem entworfen, welches als sozialistisches Regime mit kapitalistischer Wirtschaft umschrieben werden kann. Menschenverachtung gehört wohl noch zu den besseren Eigenschaften, die diese Gesellschaft praktiziert. Diesen Umstand kann auch die Lockerheit des Erzählstils nicht verbergen. Im Gegenteil, der Autor geht bei der Gesellschaftskritik sogar noch ein Stück weiter und spricht ein Thema an, welches er auf erschreckende Weise glaubhaft transportieren kann. Gentechnik und Genmanipulation gehören in diese fiktive Zukunft und bilden zumindest im Auftaktband die Basis für die Story.

Dennoch ist und bleibt der 1. Band der Serie »Black Jericho« ein unterhaltsamer Science-Fiction Roman, der sich flott liest, dank der Erläuterungen technischer Details verständlich bleibt und wegen der Charakterisierungen der Protagonisten auch eine gute Portion Humor enthält, um während der Lektüre trotz ernster Hintergründe jede Menge Spaß zu haben. Alles wirkt etwas überdreht und leicht übertrieben, doch das macht den Roman in sich zu einem einheitlichen Ganzen. Sprachlich und literarisch ist die Story kein Meisterwerk, doch ich denke, das ist auch nicht das Anliegen der Serie. Sie will unterhalten und das ist mit Band 1 in jedem Fall gelungen.

Bewertung:



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