
Kunst und Handwerk

Beitrag mit Schnittmuster und dem dazugehörigen
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Der Surcot
Der Name Surcot (“Sürcoh” gesprochen) stammt aus dem Französischen und bedeutet so viel wie “über der Cotte”. Es handelt sich hierbei also (wie der Name ja sagt) um ein Oberkleid, das über der Cotte (dem Unterkleid) getragen wird. Wie auch die Cotte wird der Surcot von Männern und Frauen gleichermaßen getragen. Es gibt viele Variationen, z.B. mit oder ohne Ärmel, mit rundem oder V-förmigem Halsausschnitt, mit Knöpfen am Ausschnitt oder mit Kapuze.
Damit man mit diesem Reiten konnte, wurde er vorne und hinten mit Schlitzen versehen. Seitlich eingearbeiteten Geren gaben zusätzliche Beinfreiheiten.
Wie stelle ich ein Surcot her, auch für Nähanfänger:
Der Schnitt ist fast der gleiche wie von der Cotte. Nur weiter, kürzer und ohne Ärmel. Der Halsausschnitt ist größer, damit man die Cotte gut sehen kann. Der Schnitt besteht aus Rechtecken und Keilen. Die oberen Bereiche der Rechtecke werden abgeschrägt, damit große Armöffnungen entstehen. Am Halsausschnitt ist kein Verschluss notwendig. Da dieser groß genug ist, um leicht mit dem Kopf durchzuschlüpfen.
Als erstes fängt man an den Schultern an. Wie bei der Cotte, schließt man sie und der Halsausschnitt wird mit einem Beleg verstürzt oder man bügelt die Nahtzugabe nach außen und belegt sie mit Borte. Danach werden die Geren angesetzt und das kleine Stück Seitennaht geschlossen. Die Armlöcher werden mit einem Beleg verstürzt, aber nur wenn sie nicht mit einer Borte versehen ist. Die vorderen und hinteren Schnittkanten der Schlitze müssen nach außen gebügelt werden (ein kleiner Abnäher am oberen Schlitz hilft, genügend Nahtzugabe zu bekommen). Der Saum des Surcot muss ebenfalls nach außen gebügelt werden. Zum Schluss wird alles mit Borte benäht.

Schnittmuster des Surcot im Maßstab 1 : 8

Und so sieht sie ungefähr fertig aus:
Viel Spaß beim Selbermachen wünsche ich euch. Wenn es nicht gleich klappen sollte, nicht verzagen weiter wagen.

HIER findet ihr den Beitrag zur Cotte, auch Kittel oder Cotta.
Beide zusammen ergeben dann ein schlichtes Mittelalterkleid
von Manuela Reutlinger
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