
Mythen und Wirklichkeiten

Meine Erfahrungen mit den Tonbandstimmen
von Dietmar Kottisch
Autor des Psychothrillers »Der Totenflüsterer«
Ich habe absichtlich mit zwei klugen Sprüchen meinen Roman »Der Totenflüsterer« begonnen.
Shakespeare: »Hamlet sagte: Es gibt mehr Ding` im Himmel und auf Erden, als eure Schulweisheit sich träumen lässt.«
Albert Einstein: »Angst vor der Metaphysik ist eine Krankheit der gegenwärtigen Philosophie«
Sie existieren wirklich, die Stimmen. Man kann dieses Thema nicht behandeln, ohne auf die Avantgardisten zurückzukommen: Jürgenson und Raudive. Beide haben die Stimmenforschung zu ihrer Lebensaufgabe gemacht. Sie wurden weltweit bekannt.
Als ich etwa 1974 den Bericht im Fernsehen gesehen habe, als die Deutsche Bundespost bei Jürgenson in Schweden war, packte mich ein großes Forschungsfieber. Ich begann zu experimentieren. Ich kaufte mir damals ein großes Tonbandgerät Marke N4418 von Philips. Ich stellte das Mikrophon etwa einen Meter vom Gerät entfernt (wegen der pfeifenden Rückkopplung) und begann mit der Aufnahme. Ich sprach das Datum, die Uhrzeit und die »Freunde da drüben« an und bat um Kontakt. Ich ließ das Band etwa 5 Minuten laufen. Dann stoppte ich ab und spulte zurück, wobei ich mir immer die Bandlaufnummer notierte. Ich setzte meine beiden Kopfhörer auf und hörte das Band ab. Genaues und konzentriertes Hören ist ebenso wichtig wie der Versuch einer objektiven inneren Einstellung, was manchmal nicht einfach ist, wenn ich zum Beispiel plötzlich die Stimme meines verstorbenen Vaters hörte.
Und ich hörte von Anfang an Stimmen. Sie kamen mal kurz und schnell, mal langsam, mal singend, mal polyglott, mal laut oder leise, sodass ein genaues Hinhören und viele Male zurückspulen, abhören, zurückspulen, neu hören notwendig war. Einige Stimmen aber waren so klar und deutlich, dass ich sie nicht viele Male abzuhören brauchte.
Nun ein paar Beispiele:
Ich sage ins Mikrophon: »Bitte nehmt Kontakt auf!«
Es folgt ein Männerchor, der mir singend antwortet: »Oh jaaaaaaaaaaaaa.«
Auf meine Frage, ob mit dem Radio einzuspielen besser ist als nur über das Mikrophon, erhalte ich eine schöne Frauenstimme: »Radio besser ist … Radio.«
Anfangs wurde nur mit dem Mikro experimentiert, später dann über ein Radio.
(Nachdem der Entdecker der Tonbandstimmen, Friedrich Jürgenson, mit der Mikrofon-Methode begonnen hatte, wurde er von seinen jenseitigen Gesprächspartnern auf das Radio hingewiesen. Ab da spielte er nur noch mithilfe eines Rundfunkgerätes ein. Sein Radio-Gerät schloss er mit Kabel an sein Tonbandgerät an. Das Mikrofon benutzte er nur zur Ansage am Anfang und zum Abgesang am Ende der Einspielung, und natürlich zum Aufsprechen seiner Fragen. Während der eigentlichen Einspielung war das Mikrofon ausgestöpselt.)
Dann sofort hinterher kommt ein Kindergesang rein: »E gut Stimm.« (Hessischer Dialekt)
Auf meine Frage, ob ich Kontakt bekomme, höre ich eine helle Kinder- oder Frauenstimme: »Liegt an dir.«
Eine sehr deutliche und humorvolle Stimme: »Ohr`n uff.« (Hessischer Dialekt: Ohren auf!)
Konstantin Raudive meldet sich mit den Worten: »Es ist vieles anders …«
Ich frage, ob ich meinen verstorbenen Vater sprechen kann, eine rufende Männerstimme: »Abends«
Wiederum frage ich, ob übers Radio bessere und längere Einspielungen gemacht werden können, folgt eine Männerstimme: »Gedanken bedeuten sprechen … sprechen«
Dies ist eine essentielle Aussage, die sich immer wieder bewahrheitet hatte bei meinen und bei anderen Experimenten. Der Gedanke ist ein elektromagnetischer Impuls. Normal ist: Ich habe einen Gedanken, dann spreche ich ihn aus. Die Mitteilung aber bedeutet, dass meine Gedanken sofort »drüben« angekommen sind, bevor ich den Inhalt ausspreche. Deshalb das Phänomen: Ich lasse mein Tonband laufen, spule zurück und höre es ab. Sofort kommt die Antwort von drüben, dann hört man erst meine Frage.
Das schönste Beispiel:
Ich sitze in meinem Arbeitszimmer und experimentiere. Dann kommt meine kleine Tochter Cora (2) angelaufen und ruft mich: Papa … Papa … Ich schalte das Gerät aus, weil ich mich mit ihr unterhalten wollte. Dann lief sie wieder aus meinem Büro und ich schalte das Tonbandgerät ein. Sofort höre ich eine schöne Frauenstimme: »Cora ruft dich!« Dann erst hört man sie rufen: Papa … Papa …
Wer ernsthaft experimentiert, bei dem wird sich im Laufe der Zeit eine Kontaktperson melden. Meine Kontaktperson hatte den Namen Esther. Ich schalte mein Tonband ein und rufe Esther. Sofort eine sehr schnelle und schöne Frauenstimme: »Endlich Dietmar bist du.«
Oder immer wieder: »Esther ruft dich.« Oder: »Komm mit Dietmar – wo bist du ...«
Eine sehr laute rufende Männerstimme: »Kottisch – German«
Als mein Schwiegervater starb, habe ich gefragt, wie er den Übergang erlebt habe. Eine schnelle Männerstimme: »Gestern Nacht.« Und genau in der Nacht vorher ist er verstorben.
Im April 1975 wurde der Tonbandstimmenverein VTF gegründet, und meine Frau und ich waren damals dabei. Der Verein brachte eine Fach-Zeitschrift über das Phänomen heraus, in der jeder seine Berichte und Erlebnisse veröffentlichen konnte. Diese Zeitschrift wurde in vielen Ländern verteilt, so auch in England.
Eine hochinteressante Begebenheit hatte ich im Jahre 1976.
Ich spielte auch im Büro (4.Stock) meines damaligen Teespezialgeschäftes in Frankfurt/Main ein.
Es war im August 1976. Unten auf der Straße, die damals noch eine Baustelle war, befanden sich Baukräne, Bagger, LKWs, die einen lauten und nervenden Geräuschpegel abgaben. Trotzdem experimentierte ich auf meinem Tonband und bat Konstantin Raudive um Kontakt. Ich hörte nur eine Männerstimme: »Kosta, Kosti« und »Ja, ich bin da.«. Mehr nicht.
Auch damals war es üblich, dass wir dem VTF unsere Erlebnisse schilderten. Und so schrieb ich über diese kurze Einspielung und bedauerte, nicht mehr von Raudive gehört zu haben.
Der VTF veröffentlichte meinen Bericht. Kurze Zeit später bekam ich Post. In einem Brief berichtete mir ein Mr. Raimund Cash (Hörapparate-Akustiker) aus Bridlington an der Nord-Ost-Küste Englands, dass er am 23.August 1976 eine Einspielung gemacht hatte, die für ihn zunächst ohne Bedeutung war, weil er mit dem Inhalt nichts anfangen konnte. Er hörte Konstantin Raudive, der sagte: »Muss Raudive an der Baustelle warten?«
Als Mr. Cash jedoch die VTF-Post las und auf meinen Bericht stieß, wurde ihm der Zusammenhang klar. Es war die Antwort Raudives auf meine o.g. Einspielung, als ich nur »Kosta, „Kosti« und »Ja, ich bin da.« eingespielt hatte. Raudives Antwort lautete dann: »Muss Raudive an der Baustelle warten?«
Ein enormes Beispiel für die Echtheit der Tonbandstimmen, die ohne Grenzen funktioniert.
Ein Professor von der Frankfurter Uni besuchte mich zu Hause, weil er von den Stimmen gehört hatte. Er wollte mal dabei sein, wenn ich Einspielungen machte. Der Physikprofessor gehört zu den sogenannten Exakten Wissenschaften und steht logischerweise diesen Phänomenen außerordentlich skeptisch gegenüber. Ich weiß nicht, was er empfand, als er die Stimme seiner verstorbenen Schwester aus dem Lautsprecher hörte, die sich mit ihrem Namen gemeldet hatte.
Man mag über das Tonbandstimmen-Phänomen denken, wie man will, aber es ist immer reproduzierbar, man kann es jederzeit vorspielen. Es ist ein Fakt! Daran gibt es nichts zu rütteln, zumal Raudives Einspielungen von 2 wissenschaftlichen englischen Gremien untersucht und für paranormal erklärt wurden: Angesichts der Ergebnisse der Tests findet etwas statt, was wir mit unseren normalen physikalischen Begriffen nicht erklären können. Die Stimmen waren Fakten, die Interpretationen blieben offen. Betrug wurde durch die Tests ausgeschlossen.
Für mich persönlich bedeuten die Stimmen einen Anscheinsbeweis, dass der Mensch nach seinem physikalischen Tod als Individuum in einer anderen Dimension weiter existiert.
Ergo ist nach dem Tod nichts zu Ende – es geht weiter …
Copyright © 2009 by Dietmar Kottisch
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Siehe auch HIER (Spannungswelten - Leseprobe Teil I)
oder Spannungswelten - Leseprobe Teil II
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