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Typische Merkmale der Spontanen Selbstentzündung |
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Alte Legende
Bereits im 17. Jahrhundert wurde über die spontane menschliche Selbstentzündung gesprochen. Das Phänomen sei angeblich bereits zu der Zeit aufgetreten.
Der angeblich erste, bekannt gewordene Fall (aus dem 17. Jahrhundert)
[...]Erste Berichte über SHC stammen, laut Larry Arnold, aus dem Jahr 1671. Die Acta Medica & Philosophica Hafniensia berichtet von einem Trinker aus Paris, der bis auf Kopf und Fingerkuppen vollständig verbrannte, ohne dabei sei Lager aus Stroh entzündet zu haben. Eingedenk dieses Falles und einiger ähnlicher Vorkommnisse erklärte man das Phänomen der "Spontanen Selbstentzündung" im 19.Jahrhundert durch die entzündbaren Gase, die sich bei Alkoholikern bildeten.[...] Quelle: http://www.freenet.de/freenet/wissenschaft/paranormal/mystery/shc/index.html |
Text von Mark Benecke, einem Kriminalbiologen, der sich eingehend mit dem Phänomen der menschlichen, spontanen Selbstentzündung auseinandergesetzt hat und dessen Namen man immer wieder im Zusammenhang mit diesem Thema hört: „Offensichtlich stammt die SHC-Legende aus Europa, denn sie wurde dort schon sehr früh, auch in naturwissenschaftlichen und medizinischen Werken, diskutiert. Einige weisen darauf hin, dass die Idee in England aufkam, was auch erklären würde, warum der SHC-Glaube sich noch Jahrhunderte später im amerikanischen Sprachraum tummeln konnte. Das älteste vorliegende Dokument dazu stammt aus den Acta Medica et Philosophica von 1671/1672, die 1673 in den Transactions der Londoner Royal Society zitiert werden. Homepage von Mark Benecke: http://www.benecke.com/ Quelle: http://www.skeptiker.de/skeptiker/archiv/2000/4/magazin_shc_benecke.html |
Ein paar Fälle aus dem 18. Jahrhundert
Frankreich, 1725
Jean Millet fand seine Frau fast vollständig verbrannt in seinem Haus wieder. Der Boden und die Decke waren verkohlt, jedoch waren die umstehenden Möbel so gut wie gar nicht in Mitleidenschaft gezogen worden. Die damalige Erklärung für dieses Phänomen: Die Frau war Trinkerin und durch den Alkohol im Körper, hätte sie sich entzündet. Man ging daher davon aus, dass nur Menschen die viel Alkohol trinken auf diese Weise verbrennen.England, 1731
Die verkohlten Überreste einer Gräfin wurden direkt neben ihrem Bett gefunden. Außer den Beinen und Teilen des Kopfes war alles zu Asche verbrannt, umstehende Möbel, speziell das Bett, waren nur leicht angesengt. Dieser Gräfin konnte man natürlich keinen starken Alkoholkonsum nachsagen, daher wurde eine neue Erklärung gefunden: Sie rieb sich des Öfteren mit Kampferspiritus ein, der sehr leicht entzündlich war.Italien, 1731
Die Überreste des Hausmädchen Comelia Bandi, ein Aschehaufen, in dem auch noch zwei Beine zu finden waren, wurde ca. 1 Meter entfernt vor ihrem Bett gefunden. Außer einem dünnen Russfilm auf den Möbeln und Wänden wurden keine Gegenstände durch das Feuer beschädigt.England, 1744
Grace Pett wurde brennend in ihrem Wohnzimmer vorgefunden, allerdings zu spät. Übrig blieb nur ein wenig Asche. Da auch hier bekannt war, dass sie Raucherin und Trinkerin war, wurde eine Erklärung schnell gefunden. Bei diesem Fall wurden nicht nur umstehende Möbel und Papier-Lampenschirme verschont, nicht mal der Boden war angesengt.Frankreich, 1782
Ein versengter Fuß und ein Aschehaufen war alles, was von Mrs. Thaus wiedergefunden wurde. Auch sie war eine Trinkerin und daher war die Erklärung schnell gefunden. Bis auf die Kleidung der Frau verbrannte nichts in dem Zimmer.Italien, 1789
Von einem Schrei aufgeschreckt stürmten Hausbewohner in Priester Bertholis Zimmer und fanden ihn brennend auf dem Boden vor. Nachdem das Feuer gelöscht war, bot sich ein seltsames Bild: Der obere Teil seiner Kleidung war komplett verbrannt, der untere jedoch gar nicht.
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Erklärungsversuche
Pro:
John Heymer ist weltweit als SHC-Experte anerkannt. Er bezweifelt die Aussagen von Mark Benecke. Er ist der Meinung, dass das Feuer im Inneren des Körpers des Betroffenen entsteht. Er ist überzeugt davon, dass SHC durch eine Wasserstoff-Sauerstoff-Reaktion auf Zellebene ausgelöst wird. Wenn Stoffe in einer bestimmten Mischung vorhanden sind, können sie bei einer Wasserstoff-Sauerstoff-Reaktion so viel Hitze erzeugen, dass Knochen zu schneeweißer Asche zerfallen.
Laut Heymer ist Folgendes möglich:
In einem Artikel des New Scientist vom 4. Mai 1996 stand geschreiben: „[...]hat John Heymer die überzeugendsten Argumente zur Erklärung dieses rätselhaften und unfasslichen Phänomens[...]".
Contra:
Da, wie schon erwähnt, vor allem alte und gebrechliche Menschen betroffen sein sollen, versucht man „SHC“ vor allem mit folgenden Theorien zu erklären.
Setzt eine offene Flamme Haare oder Kleidung in Brand, beispielsweise bei gleichzeitigem Umgang mit Spirituosen oder brennenden Gegenständen (Zigaretten etc), könne diese unter Umständen nicht rasch genug gelöscht werden. Nach einer gewissen Zeit komme es dann zur Verflüssigung des Unterhautfettgewebes, welches austrete und mittels der Dochtwirkung der Kleidung ein Aufrechterhalten des Brandes zur Folge haben soll. Da die entstehende Flamme wie bei einer Fackel allein durch den Dochteffekt genährt werde, hielte sich der Schaden in der Umgebung in Grenzen.
Außerdem ist es nach physikalischen Gesetzen keinesfalls möglich, ohne äußere Einwirkungen in Flammen aufzugehen. Der menschliche Körper besteht zum größten Teil aus Wasser, was bekanntlich nicht brennbar ist.
Bisher ist bei keinem angeblichen Fall von Selbstentzündung jemals ein Zeuge vor Ort gewesen. Es passierte immer, wenn die betroffene Person alleine war, also ihr niemand zu Hilfe kommen konnte, wenn sie auf natürliche Weise in Brand geriet. Außerdem kann man ohne Beweise, die durch Zeugenaussagen geliefert werden könnten, nicht mit Sicherheit sagen, ob es tatsächlich ein Feuer ohne fremde Einwirkung war.
Fotos von bloßen Beinstümpfen können durch den rapiden Temperaturabfall von den oberen Körperregionen einer sitzenden Person zum Boden hin erklärt werden. Oft wurde der Oberkörper auch ganz einfach vor der Aufnahme entfernt.
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Konnten tatsächlich bisher sämtliche Fälle von „SHC“ mit natürlichen Erklärungen, die nicht Übersinnliches an sich hatten, geklärt werden?
Dieser Fall wurde bisher nicht gelöst:
England 1985
Die Studentin Jaqueline Fitzsimon verließ gerade das Halton College in Widnes (Großbritannien) mit einer Gruppe von Freunden, als ihr Körper wie aus dem Nichts in Flammen aufging. Trotz sofortiger Löschmaßnahmen ihrer Freunde erlag Jaqueline wenig später im Krankenhaus ihren Verletzungen. Die Untersuchungen der Brandsachverständigen und Polizeiexperten konnten diesen Fall niemals erklären. Da Jaqueline zuvor einen Kochkurs besucht hatte, wurde vermutet, sie hätte sich an einer der Herdplatten entzündet. Dieser Erklärungsversuch scheint jedoch sehr unwahrscheinlich, da der Lehrer von Jaqueline bestätigte, dass die Herdplatten eine Stunde vor Jaquelines Verlassen des Gebäudes allesamt abgeschaltet wurden. Auch im Labor durchgeführte Versuche mit Jaquelines Jacke konnten keine vernünftige Erklärung über ihre Selbstentzündung liefern.
Auch dieser Fall wurde angeblich bisher nicht aufgeklärt. Es ist wahrscheinlich der berühmteste Fall von SHC:
USA 1966
Am 5. Dezember 1966 machte sich Don E. Gosnell aus Coudersport / Pennsylvania, ein Mitarbeiter eines amerikanischen Gaswerkes, auf den Weg zu dem bekannten und beliebten, sich im Ruhestand befindlichen Familienarzt Dr. John Irving Bentley, um dort den Gaszähler abzulesen. Als er bei dem 92jährigen eintraf und durch die nicht verschlossene Haustüre in den Keller ging, waren leichte bläuliche Rauchschwaden und ein unangenehmer, süßlicher Geruch wahrzunehmen. Außerdem war ein circa ein Meter großes Loch in der Kellerdecke zu erkennen, unter dem ein Haufen dunkler Asche angehäuft war. Als sich Gosnell in der über dem Keller gelegenen Wohnung nach dem Arzt umsah, fand er im Badezimmer in einer Ecke liegend den Stumpf eines Beines und die Gehhilfe des Doktors, die über dem Loch lag, vor (siehe Foto). Scheinbar gelang es dem stark gehbehinderten Bentley noch, seine brennende Kleidung auszuziehen, aber das half leider nicht mehr. Er war fast komplett von den Flammen verzehrt worden. Die sich unmittelbar neben den sterblichen Überresten befindliche Badewanne hatte keinen Schaden genommen. Noch nicht einmal die Gummifüße des Gehwagens waren geschmolzen. ..
Ursachen für äußere Einwirkungen wurden nie gefunden.
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Ein etwas anderer Fall
Laut der Webseite www.thanhniennews.com wurde am 8. Januar 2007 in Hanoi / Vietnam eine 15jährige Schülerin das Opfer einer spontanen Selbstentzündung. Allerdings geriet nicht der Körper in Brand, sondern ihre Haare. Es passierte während des Unterrichts im Klassenraum, als die Lehrerin erschreckt rief: "Deine Haare brennen". Der Vorgang dauerte nur 10 Sekunden an. Die Haare der Schülerin waren leicht angesenkt und eine Rauchwolke hatte sich um sie herum ausgebreitet. Später, zu Hause trat das gleiche Phänomen noch einmal auf. Das Mädchen berichtete, daß sie während der gesamten Ereignisse keine Schmerzen verspürte und sich ganz normal fühlte. Erst später fühlte es sich so an, als ob ihr Kopf in Flammen stehen würde, obwohl in dem Moment nichts passierte. Sie schrie vor Schmerz und wurde daraufhin in das örtliche Krankenhaus gebracht.
Am nächsten Tag waren die Schmerzen weniger geworden, aber noch nicht komplett verschwunden. Nun wurde sie in das Zentralkrankenhaus von Hanoi gebracht, wo dann das Phänomen zum dritten Mal auftrat.
Die Ärzte haben keine Erklärung für die erstaunlichen Vorgänge. Sie spekulierten, es könne eine chemische Reaktion durch Shampoo ausgelöst worden sein oder es läge an Kleidung aus Wolle, die das Mädchen trug, können das aber nicht mit Sicherheit als Ursachen nennen...
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Quellen:
© Tommy Tohang