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Interview mit Bernd Tezeden zu seinem E-Book-Projekt

im Gespräch mit Bernd Tezeden zu seinem E-Book-Projekt


Homepage von Bernd Tezeden: www.hoellenjaeger.de

: Hallo, Bernd! Deine jüngste Pressemitteilung hat uns ein wenig neugierig gemacht. Der Höllenjäger als E-Book? Woher stammt die Idee?

Bernd Tezeden: Grüß dich, Wolfgang! Die Idee mit dem E-Book spukt mir schon eine Weile durch den Kopf. Da gab es allerdings eine Menge Fragen, die es im Vorfeld zu klären galt.

: Welche Fragen waren dies im Einzelnen?

Bernd Tezeden: Erst einmal: Welche Online-Portale kommen infrage. Da bieten sich jede Menge an, aber zu völlig unterschiedlichen Konditionen. Wenn nun eine Sache nichts kosten darf, fallen Anbieter wie Libri oder Ciando von vorne herein weg. Doch selbst die, die kostenlosen Service bieten, habe ich genauer unter die Lupe genommen. Vorerst bleiben da bloß beam und XinXii übrig. Diese beiden bieten einen geordneten Überblick ihres Programms, vorbildliche Upload-Möglichkeiten und akzeptable Konditionen.

: Hattest du bei deiner Suche auch ein Negativerlebnis? Denn es schien ja am Anfang nicht alles glatt zu laufen.

Bernd Tezeden: Wie du das immer weißt ... Ja, tatsächlich gab es eine unangenehme Erfahrung. Das war auf Lulu.com. Da verschwindet das eigene Angebot einfach im Datennirwana. Ohne Quatsch: Ich habe das erste Höllenjäger-Buch eingestellt – und plötzlich war es verschwunden! Selbst über die Suchmasken tauchte es nicht mehr auf, obwohl es gelistet war, wenn ich mich in meinen Account eingeloggt habe. Meine Service-Anfrage ist bis heute nicht beantwortet worden, und da habe ich das Buch wieder rausgenommen.

: Mit welchen Schwierigkeiten hattest du des Weiteren zu kämpfen?

Bernd Tezeden: Mit dem Datenformat. PDFe schön und gut. Doch man hat mir geraten, vor allem ePUB-Books zu generieren. Ja, und dann stand ich da: Wie macht man ein ePUB? Christoph Kaufmann von beam hat mir zu dem kostenlosen Programm Calibre geraten. Aber mit Calibre fingen die eigentlichen Sorgen erst an, denn ich konnte damit einfach nicht umgehen. Das Teil wollte einfach keine ePUBs erzeugen und hat mit kryptischen Meldungen genervt. Adobe InDesign stellt zwar auch ePUBs her, doch die Formatierung der Texte ist mir flöten gegangen, und die Dateien waren auf dem iPhone nicht lesbar. Ein Glück, dass CK mich auf das Programm Atlantis gestoßen hat ...

: Schaut man sich das Angebot bei beam an, sieht das wirklich ansprechend aus. Lohnt sich denn der ganze Aufwand? Du hast mal gesagt, du siehst E-Books eher als kostengünstige Werbung, aber nicht zum Geldverdienen an.

Bernd Tezeden: Eine gravierende Fehleinschätzung eines Marktes mit hohem Verkaufspotenzial! Ich rede jetzt natürlich nicht von 1000er Auflagen, die ich unters Volk bringe, aber für ein kleines Unternehmen wie meines bin ich echt zufrieden. Da überlege ich fast schon, komplett aus dem Print-Segment auszusteigen – nach Höllenjäger Buch 12 selbstverständlich!

: Das will ich aber meinen! Die Fans wollen deine Höllenjäger-Saga als Printausgabe schließlich noch komplett ins Buchregal stellen. Da fällt mir ein: Wie läuft es eigentlich mit der BLACK-JERICHO-Ausschreibung? Irgendwie ist die Sache ein bisschen ins Hintertreffen geraten, kaum noch Negativstimmung zu lesen, gerade jetzt, wo der Höllenjäger wieder größere Aufmerksamkeit auf sich zieht.

Bernd Tezeden: Momentan trudeln die Szenenmanuskripte ein, die die Bewerber nach meinem Kurz-Exposé erstellt haben. Die werde ich mir in ein oder zwei Monaten in Ruhe anschauen. Vielleicht stelle ich die Entwürfe auch auf meine Website und lasse die Leser entscheiden.

: Bleibt es bei der Paperback-Version von BLACK JERICHO oder wandert der direkt ins E-Book?

Bernd Tezeden: Interessant, dass du das fragst. Ich habe schon daran gedacht, komplett auf E-Book umzustellen. Das hat auch damit zu tun, dass der Autor in diesem Fall eine Beteiligung in Höhe von 10 bis 15 % des Nettoumsatzes erhalten würde. Bei der gedruckten Version liegt die Marge bei +/- null.

: Also nur Vorteile in der digitalen Welt ...?

Bernd Tezeden: Sicher nicht. Der Markt ist unglaublich schnelllebig. Wenn du nicht permanent auf dich aufmerksam machst, gehst du unter. Schau dir Twitter an: Bereits nach zwei Minuten ist deine eingestellte Meldung ein alter Hut! Und die werben sogar noch damit ...

: Bist du auf dem diesjährigen BuCon in Dreieich-Sprendlingen?

Bernd Tezeden: So Joachim Otto mich mitnimmt – ja!

: Dann erst mal Danke für diese Gespräch, Bernd. Man sieht sich … vielleicht im November, falls es mit dem Besuch des BUCON nicht klappt.

 

Die Fragen stellte Wolfgang Brandt.

 

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