Sie sind hier: Startseite - Background - Geisterspiegel exklusiv - Dämonen und Vampire


- Exklusiv

Dämonen und Vampire

lautete das Motto der sechsten Veranstaltung des Wiesbadener Lesecafés am 20. August 2011, wobei die Blutsauger eindeutig die Oberhand hatten. Geladen waren die Autorinnen Stefanie Mühlsteph und Anika Beer alias Franka Rubus.

Den Anfang machte die Darmstädterin Stefanie Mühlsteph, studierte Elektrotechnikerin und Schriftstellerin aus Leidenschaft. Nach ihrem Debutroman Hexentochter, der sich an ein vorwiegend jugendliches Publikum richtet und der High Fantasy zuzuordnen ist, wendet sie sich mit ihrem neuen Werk, welches den Arbeitstitel Bloody Brothers trägt, der Dark Romance und Urban Fantasy, kurz Romantasy, zu. Stefanie las aus ihrem - noch unlektorierten - Manuskript den Prolog sowie Auszüge wie den eines Schwertkampfes, der verfeindeten Parteien, in den die Protagonistin Cathrin unfreiwillig hineingezogen wird. Es ist von Nosferatu, Strygen und anderen sagenhaften Kreaturen die Rede, die sich seit Jahrhunderten einen unerbittlichen Krieg liefern.
Die vorgetragenen Passagen waren zum Teil humorig, was man bei dem beschriebenen Thema nicht unbedingt erwarten würde, die Sprache modern und erfrischend locker. Es hat Spaß gemacht, Stefanie zuzuhören, die ihre bisher erst zweite öffentliche Lesung gut meisterte.
Der Roman wird voraussichtlich Ende 2013 im Verlag Torsten Low erscheinen und dann wohl den Titel Blutschwur tragen.

Die zweite Autorin an diesem Abend war Anika Beer aus Bielefeld, die unter ihrem Pseudonym Franka Rubus im Februar diesen Jahres ihren ersten Roman Die Blutgabe im Aufbau Verlag publiziert hat.
Auslöser für ihre professionelle Schriftstellerei sei ein Logikfehler in der Buchreihe Der kleine Vampir gewesen, erzählt Anika Beer. In Die Blutgabe, aus der Anika auch vorlas, hat sie ein Szenario geschaffen, in dem die Menschheit fast ausgestorben ist und Vampire die wahren Herrscher des Planeten sind. Allerdings unterscheidet die Autorin zwischen den alten, den klassischen Vampiren, die immer im Verborgenen gelebt haben, und einer neuen Vampirrasse, die sich exponentiell vermehrte. Die Menschen werden in sogenannten Farmen als Nahrungsquelle gehalten, die Vampire leben in den Städten. Einem der Menschen, Red, gelingt die Flucht, er sucht seine Gefährtin Blue, wird zum Vampirjäger und gerät zwischen die Fronten von alten und neuen Vampiren.
Die Passagen, die Anika vorlas, sind Tagebuchaufzeichnungen, die durch die Ich-Form besonders intensiv und beklemmend wirken. In der anschließenden Diskussion zeigt sich, dass die Autorin die von ihr geschaffene Welt sehr gut durchdacht hat, gerade was den Background hinsichtlich der Entstehung der Vampire betrifft. Auch ist ihr eine gehörige Portion Schwarzen Humors zu eigen, z. B. hinsichtlich der Methoden, wie man einen Vampir endgültig zur Strecke bringt.
Für die Fortsetzung der Ereignisse in einem zweiten Band stehen Titel und Erscheinungsdatum bereits fest: Unberührbar - Die Blutgabe ist für den 12.12.11 angekündigt.
Trotz Erkältung hat Anika ihre ebenfalls erst zweite Lesung interessant gestaltet und gespanntes Schweigen bei den Zuhörern erzeugt.

Überhaupt waren die Lesungen dieses Abends mit bis zu 18 Anwesenden sehr gut besucht und die Kapazität des Cafés fast erreicht. Zum September-Termin stehen dann fantastische Kurzgeschichten auf dem Programm.

Weitere Informationen zu den Akteuren und der Location findet ihr unter:

Copyright © 2011 by Stefan Bellack


© by 2011
nach oben Zurück Optimiert für 1024x768 Pixel
im IE & Mozilla Firefox