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Metallica - Stuttgart Schleyerhalle am 09.05.2009

Schon seit November letzten Jahres habe ich auf diesen Tag hingehibbelt – mein erstes Metallica-Konzert!! Trotz der Aufregung und der Vorfreude war ich ein wenig mit mir im Zweifel. Schließlich hatte ich in den letzten Jahren andere Musik an mir ausprobiert und gar nicht mehr so viel Heavy Metal gehört. Einen winziger Funken Angst, keinen Zugang mehr zum Metal zu finden, habe ich also mit in die Halle genommen. Doch schon die ersten griffigen Riffs von Machine Head haben den Funken Zweifel in Begeisterungsfeuer verwandelt. Machine Head waren mir bislang nur als Headliner bekannt, sie hier als Vorgruppe erleben zu können war garantierter Ohrenschmaus und packende Einstimmung auf Metallica.

Auch wenn das Warten derart versüßt wurde, es wurde bald Zeit für Metallica! Und etwa anderthalb Stunden nach dem offiziellen Beginn betraten die vier Helden der Gruppe gut gelaunt und energiegeladen die Bühne. Das ganze Konzert wurde getragen von der positiven Stimmung und dem offensichtlichen Spaß, den die Band aus der Hallenmitte verbreitete – und auch wieder vom Publikum zurückgespielt bekam. Viele Effekte brauchte es da nicht, die beeindruckende Lichtmaschinerie über der Bühne, die an vier großen Särgen über der Bühne hing, sowie die gezielt eingesetzten Pyroeffekte verfehlten zwar ihren Zweck nicht, ich glaube allerdings nicht, dass sie gefehlt hätten, wären sie nicht zum Einsatz gekommen. Genial war vor allem, die bereits sprichwörtliche Perfektion der Band live zu betrachten und sich von Bass und Gitarre gehörig den Magen streicheln zu lassen. Auch das Herz fand Erholung, Lars Ulrich übernahm den Herzschlag mit den Drums ganz selbstverständlich. Neue Songs vom „Death Magnetic“ Album mischten sich mit den Klassikern, drei Zugaben wurden gespielt. Danach konnte allerdings nicht einmal spontan eingesetztes Grölen des Stadion-Reissers „Seven Nation Army“(sind auch dieWhite Stripes) Metallica zu mehr überreden. Sichtlich amüsiert gaben die Metallisten aber zu, was die Schwaben längst wissen: „Stuttgart – you kick ass!“ Das Konzert war also mehr als gigantisch, ich für mich bin froh zu sagen zu können, dass die Metalwelt mich wieder hat und mein Nacken in Zukunft mehr Übung im Headbangen bekommt.

Also, Lars Ulrich, wie du sagtest: „See you in hockenheim“ - You bet!

Playlist

That Was Just Your Life
The End of The Line
Creeping Death
Wherever I may Roam
One
Broken, Beat & Scarred
Cyanide
Sad But True
No Leave Clover
The Judas Kiss
Kirk Solo 1
The Day that never comes
Master of Puppets
Damage, Inc.
Kirk Solo 2
Nothing else Matters
Enter Sandman

Zugaben

The Wait
Phanthom Lord
Seek and Destroy


(kleiner Eindruck von der vollbesetzten Schleyerhalle)

© Rebecca Hagelmoser

 

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