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»Irrenmagnet« füllt Gießener Buchhandlung

Lesung mit Sebastian Fitzek in Gießen

mit Auszug als Videoclip

Am 22. September besuchte Sebastian Fitzek während seiner Lesereise quer durch Deutschland auch Gießen und präsentierte seinen neuen Psychothriller »Der Augensammler« in der Universitätsbuchhandlung Thalia. Um es gleich vorweg zu nehmen, diesen Abend als Lesung zu bezeichnen, wird dem Event nicht gerecht, denn Sebastian Fitzek ist ein Entertainer, der seine schriftstellerische Geschichte anhand vieler Anekdoten und Episoden an den Leser bringt und dabei über seine bisherigen Bücher auf den aktuellen Bestseller »Der Augensammler« hinleitete und von diesem genau so viel verriet, dass er etwa 150 Menschen im Publikum an der spannendsten Stelle alleine ließ.

Im Vorfeld der Veranstaltung bekam der Geisterspiegel die Möglichkeit, ein Interview mit dem Autor zu führen, welches hier zu lesen ist. Entsprechend meiner Rezension fielen einige Fragen sehr speziell aus. Zum aktuellen Roman finden sich im Internet jedoch eine Fülle von Interviews, beispielsweise auf der Homepage des Knaur Verlages und zum Autor allgemein haben wir Sebastian Fitzek bereits Fragen gestellt.

Bevor Sebastian überhaupt auf den neuen Roman »Der Augensammler« zu sprechen kam, erzählte er dem Publikum in äußerst unterhaltsamer Weise Geschichten, die ihn zum Schreiben inspirieren. Dabei bezeichnete er sich selbst als »Irrenmagnet«, entschuldigte sich sofort beim Publikum, und belegte dies auch gleich mit einigen Beispielen. Dabei musste wieder einmal mehr Gerlinde herhalten, die beste Freundin von Sebastian Fitzek, die seinen Lesern mindestens so vertraut sein sollte wie Viktor Larenz oder Alexander Zorbach, denn Gerlinde spielt in den Danksagungen am Ende der Bücher eine der Hauptrollen.

Aber auch über außergewöhnliche Taxifahrer wusste Fitzek zu berichten, die, wenn die Blase drückt, schon gern mal ihren Fahrgast vergessen und im Auto einsperren. Situationen, in denen sich Sebastian Fitzeks Fantasie verselbständigt und ihn die Situation weiterspinnen lässt. Und immer ist es die Frage: »Was wäre, wenn …«, aus denen dann seine Thriller entstehen.
Auch bei seinem neuesten Projekt, einer Kurzgeschichte, die im Oktober in der Anthologie »P.S. Ich töte dich« erscheint, gab es so eine Frage. Sebastian Fitzek braucht zum Einschlafen etwas zum Lesen. Egal, was, Hauptsache gedruckte Buchstaben auf Papier. An einem Abend in einem Hotel war der einzige Lesestoff die Bibel aus dem Nachtschränkchen. Und wie er so las und langsam müde wurde, fiel ein gefalteter Zettel aus dieser Bibel. Und da stellte sich die entscheidende Frage. Was wäre, wenn auf diesem Zettel steht: Nicht einschlafen, sonst bist du tot!
Die Antwort auf diese Frage kann man nun ab Oktober in der genannten Anthologie nachlesen, die im Droemer Verlag erscheint.

Dem Buch »Der Augensammler« liegt das älteste Spiel der Menschheit zugrunde: Verstecken. Aber was wäre, wenn?
Sebastian Fitzek hat es den Lesern an diesem Abend nicht verraten, dennoch hat sich das Publikum sehr gut unterhalten gefühlt.
Um die anschließende Fragerunde in Schwung zu bringen, bekam jeder Fragesteller ein Auge von Sebastian Fitzek geschenkt. Selbst seine Erfahrung, diese süße »Ekligkeit« zu verspeisen, hielt die Menge nicht davon ab, Fragen zu stellen. Und so reichten die mitgebrachten Süßigkeiten in Form gelber, grüner und roter Augen kaum aus, um alle Fragen zu beantworten. Doch wer den Autor kennt, weiß, dass er der größte Fan seiner Leser ist. Und so signierte er im Anschluss an die Veranstaltung die gerade erworbenen und mitgebrachten Bücher und stand jedem, der noch eine Frage an ihn hatte, Rede und Antwort. Wie lange das Signieren noch andauerte, weiß ich nicht, doch die Schlange nahm irgendwie kein Ende …

Ein paar Termine der aktuellen Lesereise stehen noch aus, man findet sie auf der Homepage des Autors www.sebastianfitzek.de. Nutzt die Möglichkeit, denn Sebastian Fitzek weiß seine Leser wirklich sehr gut zu unterhalten.

 

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