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At last alone his fire's dying, burned another day
Now to pretend and make up an ending, somewhere far away ...

Eventbericht zum Konzert von »Heaven and Hell«
am 08. Juni 2009 in Gießen

Eigentlich hatte ich nicht mehr daran geglaubt, am ersten Gig 2009 in Deutschland von »Heaven and Hell« teilnehmen zu können. Als auf www.burgherzberg-festival.de die Meldung erschien, dass die Band in den Gießener Hessenhallen auftritt, setzte ich alles in Bewegung, um doch noch daran teilhaben zu können. Als am 4. Juni 2009 die Bestätigung von Anna Walter, Roadrunners Records GmbH Köln, per E-Mail eintrudelte und mein Name auf der Gästeliste stand, war ich happy. Einen riesengroßen Luftsprung machte ich, als der Interviewtermin mit Geezer Butler einen Tag später in Sack und Tüten war. Hey, ich konnte die bereits vorbereiteten Fragen dieser Heavy-Metal-Ikone stellen.

Überpünktlich traf ich am Ort des Geschehens ein und begrüßte die Jungs vom Burg-Herzberg-Festival. Waren sie es doch, die es vollbracht hatten, dass »Heaven and Hell« nach Gießen kam.
Kurzer Anruf bei der Tourmanagerin und ich wurde abgeholt. Mein Adrenalinspiegel stieg, als ich im Gebäudetrakt, in dem sich die Band aufhielt, äußerst freundlich empfangen wurde. Nur einen Wimpernschlag später stand ich vor Geezer Butler – Shakehands, ein paar Einführungsworte zum Inhalt des Geisterspiegels und meiner Tätigkeit als Bürgerreporter der Giessener Zeitung. Und schon ging es los mit der Fragerei. Den Schwerpunkt legte ich dabei auf das aktuelle Album »The Devil You Know«. Denn Fragen zur Ozzy-Osborne-Ära während seiner Black-Sabbath-Zeit wären deplatziert. Nach dem Interview folgte ein kleines Photoshooting und »Signierstunde«, um für später auch etwas Persönliches in den Händen halten zu können.

Die Zeit des Konzertbeginns rückte immer näher. Massen von Metal- und Hardrockfans im Lederoutfit oder mit T-Shirts, bedruckt mit Motiven ihrer Lieblingsband, strömten dem Eingang entgegen. Ich glaube, dass an diesem Abend an die 2500 Besucher den Ort des Geschehens füllten.

Das »kleine Heavy-Metal-Festival« eröffnete Tim »Ripper« Owens mit Band und stellte seine neue CD vor. Leider habe ich diesen Auftritt nur außerhalb der Halle mitbekommen, da ich mich brav in die Reihe der Besucher einordnen und einen Securitycheck über mich ergehen lassen musste. Nichtsdestotrotz kann ich »Play my Game« von Tim nur empfehlen - irrer Sound.
Gitarrist Axel Rudi Pell, Bassist Volker Krawczak, Drummer Mike Terrana, Sänger Johnny Gioeli sowie Keyboarder Ferdy Doernberg heizten ihre Fans, die aus Hessen und darüber hinaus angereist waren, so richtig ein, und die Jungs sorgten mit Keyboardsounds, sensationellen Gitarrenriffs und Action für eine fulminante Stimmung. Johnny Gioeli ließ sich vom Sound mitreißen, stand nie still, sprang von einer Seite der Bühne zur anderen. Ferdy Doernberg klemmte einfach mal so sein Keyboard unter den Arm - die Kabel waren lang genug - und rockte am Rand der Bühne mit Bandkollegen und Fans.

Szenenwechsel - die Roadies bereiteten die Bühne und die Instrumente für den Hauptact vor. Im hinteren Drittel der Bühne waren vier Säulen aufgebaut, jeweils 2 Säulen mit Ketten verbunden. Auf jeder Säule sah man eine knochige Hand, welche eine gläserne Kugel hielt. Zwischen den Säulenpaaren thronte das Arbeitsgerät des Drummers - das ganze Drum-Set wirkte wie ein Käfig. Irgendwie erinnerte mich der Bühnenaufbau an die Golden Gate Bridge in Los Angeles. Ein letzter Soundcheck, bevor Ronnie James Dio, Toni Iommi, Geezer Butler und Vinny Appice erschienen.
Vom ersten bis zum letzten Akkord des Events gaben die Jungs alles, so, als ob sie nie altern würden. Der hager wirkende Ronnie brillierte mit seiner sagenhaften Stimme, führte den Gig von Titel zu Titel und vermochte es, mit gekonnter Mimik und Gestik das Publikum zu begeistern. Flankiert wurde Ronnie James Dio von Toni und Geezer wie zwei Musketier-Torwachen Ihrer Majestät König Ludwig XIII. anno dazumal in Frankreich.
Solche Titel wie »Mob Rules«, »Children of the Sea«, »Bible Black«, »Time Machine«, »Falling off the Edge of the World«, »Heaven & Hell« oder »Neon Knights« begeisterten das Publikum und brachten die Halle an den Rand des Heavy-Metal-Wahnsinns. Die Musiker haben es eben immer noch drauf. Dass keine Titel aus der Ozzy-Osborne-Ära gespielt wurden, liegt auf der Hand. Die Band heißt »Heaven and Hell«, und der heutige Zusammenhalt innerhalb der Band ist fester denn je.

Geezer Butler
Bass

Ronnie James Dio
Gesang
Vinny Appice
Schlagzeug
Tony Iommi
Gitarre

Fazit:
Das Konzert war rundum ein sehr gut organisierter Event. Die Jungs vom Burg-Herzberg-Festival haben mit den Tourmanagern und Techniker des Gigs vom 08. Juni 2009 dafür Sorge getragen, dass mit Tim »Ripper« Owens & Band, Axel Rudi Pell & Band sowie »Heaven and Hell« als Urgestein der Musikgeschichte eine echte Heavy-Metal-Atmosphäre aufkam. Gigantischer Sound, sehenswerte Effekte, tolles Publikum!

Weitere Impressionen:

Bildquellen: Archiv des Autors

© W. Brandt


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