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Mal ehrlich. Ich kann mich nicht der Meinung anschließen, dass Cons nicht dafür geignet sind, Smalltalk führen zu können und stattdessen man von Panel zu Panel hetzen muss, um an einer Vielzahl von Programmpunkten teilzunehmen. Muss man nicht, was auch der diesjährige DortCon bewiesen hat. Man sollte seine eigenen Schwerpunkte bei Conbesuchen setzen. Doch der Reihe nach.
Alles fing damit an, dass uns Gabriele und Arno Behrend während des ColoniaCons 2010 fragten, ob der Geisterspiegel ein Panel belegen könnte. Der Geisterspiegel auf dem DortCon, der seinen Schwerpunkt auf Science Fiction legt? Was kann denn unser Onlinemagazin dazu beitragen? Ganz einfach – es ist unsere Leitstory »Timetraveller«, welche es den beiden Organisatoren angetan hat. Sie boten uns die Möglichkeit, diese und die neue Leitstory »Paraforce« vorzustellen, welche im Februar 2012 das Licht der Welt für interessierte User erblicken wird.

Bei strahlendem Sonnenschein ging es für Anke und mich Richtung Norden der Stadt Dortmund entgegen. Die Location des diesjährigen DortCon war schnell ausfindig gemacht, unseren neuen Toyota Yaris im gegenüberliegenden Parkhaus abgestellt und die wenigen Meter bis zum Fritz Henssler-Haus zu Fuß bewältigt. Einchecken an der Kasse. Schon im Eingangsbereich konnte ich erahnen, was uns Conbesuchern geboten wurde – jede Menge Börse, die den Geldbeutel strapazieren würde, drei Programmschienen mit interessanten Themen, Workshop ... und natürlich Smalltalk mit anwesenden Ehrengästen und Referenten, Ausstellern und Besuchern.
Für mich war es als Erstteilnehmer des DortCon etwas schwierig, sich zu orientieren, was wo geboten wurde. Man musste schon etwas suchen, um den Raum seiner Wahl finden zu können. Vielleicht bin ich etwas von anderen Cons verwöhnt worden, doch gerade für Neulige wäre eine bessere Ausschilderung hilfreich gewesen. Zum Glück gaben mir die Helfer am Infostand jederzeit Auskunft.

Da wir zur Mittagszeit eintrafen, richtete sich unser Hauptaugenmerk erst einmal auf die Cafeteria, um unseren Hunger und Durst stillen zu können. Dort stießen wir auf Simone Edelberg vom Wortkuss-Verlag und den jüngsten ältesten Verleger Helmfried Protsch vom Georg von Toyberg Verlag. Für uns eine Gelegenheit, sich mit Simone etwas länger als sonst zu unterhalten - eine durchaus interessante und aufschlussreiche Begegnung. Die Zeit verging wie im Flug, obwohl noch viel zu besprechen war.
Vor dem Eingangsbereich trafen wir auf Bernd Rothe, Dirk Bützer, Michael Knarr und Arthur Gordon Wolf, alles Bekannte aus dem Fandom, mit denen wir sehr schnell ins Gespräch kamen. Und immer noch keinen Programmpunkt besucht. Es lag sicherlich daran, dass wir uns ein wenig verplauderten, unter anderem mit Ernst Wurdack, Charly Friedhoff, Leo Lukas, Dirk van den Boom, Roger Murmann, Petra Hartmann, Helge Lange ... sprachen und uns auf unseren Programmpunkt vorbereiteten.
Gegen 17:00 Uhr war es dann endlich soweit – der Geisterspiegel hatte seinen Auftritt. Nachdem ich unser Onlinemagazin, die Leitstory und »Paraforce« kurz vorstellte, las Anke aus ihrem noch nicht veröffentlichten Band 27 von »Timetraveller«. Shadowman sprach ihr sein Lob aus, dass sie ihre erste Lesung sehr gut gemeistert hat und sich vor anderen Autoren nicht zu verstecken braucht.
Nach diesem Panel und einer Pause kamen wir mit Elke Brandt von Manticor ins Gespräch, welche sich begeistert darüber äußerte, dass der Geisterspiegel zusammen mit der Romantruhe als Hauptaussteller auf der Leipziger Buchmesse 2012 mit einem Stand in unmittelbarer Nähe der Fantasy Leseinsel vetreten sein wird.

Der letzte Programmpunkt unseres Besuches auf dem DortCon 2011 war der Poetry Slam im Kinosaal. Zugegeben, etwas voreingenommen aufgrund einer völlig an den Haaren herbeigezogene, unglaubwürdig wirkende und mir logisch nicht erschließen wollende Online-Story, deren Weiterführung auf sich warten lässt, nahm ich an diesem Pogrammpunkt teil und war bereits bei dem außer Konkurrenz laufenden Opener »Aus dem Tagebuch von Darth Vader« von David »Grasi« Grashoff überrascht, wie man seine Kurzgeschichte mit Sinn und Verstand vortragen kann. Es folgten witzige, hörenswerte und weniger interessante Storys, die sich der Jury stellen mussten. Ein Event, der von den Wuppertaler Wortpiraten André Wiesler und David Grashoff perfekt moderiert wurde.

 

Fazit:
Die Organisatoren um Gabriele und Arno Behrend haben alles daran getan, dass der DortCon 2011 nicht nur für uns ein Erfolg wurde. Für jeden Geschmack war etwas dabei, auch wenn man aufgrund der Vielfalt und des parallelen Verlaufs von drei Programmschienen nicht überall gleichzeitig sein konnte. Der Con war wiederum ein Beweis mehr, dass man durchaus intensiven Smalltalk führen kann.
Besten Dank an euch, liebes DortCon-Team, für die angenehmen und interessanten Stunden, die wir bei euch verweilen konnten.

Copyright © 2011 by Wolfgang Brandt

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