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Das Jahr, in dem auch die Kölner Kontakt aufnahmen

Köln empfing uns mit einem regelrechten Bilderbuchwetter: wolkenloser Himmel und strahlender Sonnenschein. Ziel unserer Reise war der ColoniaCon 19 im Jugendpark Köln. Es war für uns das erste Mal, dass wir an diesem Con teilnahmen. Dementsprechend war unsere Erwartungshaltung sehr hoch. Außerdem wollten wir dabei sein, um die zweite Anthologie des Geisterspiegels »Dark Vampire« in Augenschein nehmen zu können. Vielleicht war es auch eine Art Geburtstagsgeschenk, um vier Jahre Geisterspiegel mit Gleichgesinnten verbringen zu können.
Nach dem obligatorischen Check-In am Eingang der Location begrüßten uns Joachim Otto und Bernd Tezeden herzlich. Und Joachim übergab uns einige Exemplare der Anthologie.

Es war erstaunlich, wer sich alles zum Con gesellte: von A wie Abts, Georg aka Singh Boncard bis Z wie Zachmann, Petra vom Kölner Jugendpark. So verschieden die Besucher und Akteure waren, war auch das Programm, das in jeder Con-Tüte lag. Wer die vergangenen ColoniaCons kennt, weiß genau, dass dieser im Gegensatz zum BuCon in Dreieich Science Fiction betont ist.
So wurden unter anderem verschiedene Panels angeboten wie »Professor Zamorra – Ziel: Band 1000«, »Bastei-Serien« oder »Perry Rhodan. Ein Jahr Stardust – und was kommt jetzt?«. Besonders während dieser Panels, die gut besucht waren, gaben die anwesenden Autoren richtungsweisende Einblicke in die Fortführung ihrer Werke, verrieten jedoch kaum etwas über die zu erwartenden Handlungen. Was ja auch logisch ist, um die Vorfreude auf das Kommende nicht zu schmälern. Besonders fiel auf, dass die Autoren stets den Kontakt zu anwesenden Fans aufrecht hielten und jede Frage beantworteten. Von den »alten Hasen« gab es in den Gesprächen mit ihnen lobende Kritik gegenüber ihren jungen Kollegen wie Oliver Fröhlich und Sascha Vennemann, die erst vor Kurzem in die Teams aufgenommen wurden.
Ein besonderer Höhepunkt für Anke war die interaktive Lesung mit Christian Humberg und Bernd Perplies aus ihrem Abenteuer-Spielbuch »Das schleichende Grauen«. Die Lesung war so interaktiv, dass Anke im Anschluss das Buch erwarb, um sich einem für sie neuartigen Lesevergnügen zu widmen.

Was wäre ein Con, wenn man nur bekannte Gesichter antrifft und mit ihnen ins Gespräch kommt. Es ist verblüffend und faszinierend zugleich, dass man Persönlichkeiten kennenlernt, mit denen man via facebook oder XING fast täglich kommuniziert. So geschehen mit der Autorin Margret Schwekendiek, von der es demnächst hier im Geisterspiegel etwas zu lesen gibt.
Und noch eine Begegnung der phantastischen Art gab es für uns. Unter den zahlreichen Besuchern waren Gabriele und Arno Behrend vom DortCon. Mit beiden kamen wir in ein für beide Seiten interessantes Gespräch, in welchem wir die Zusage gaben, während des nächsten DortCon vom 12. – 13. März 2011 einen Programmpunkt zu gstalten. So ist es, wenn man symphatische Menschen kennenlernt.

Viel zu schnell verging die Zeit. Das angesagte Grillen rückte immer näher. Zusammen mit Joachim Otto und Bernd Tezeden schlenderten wir ein wenig am Rhein entlang, unterhielten uns über dies und jenes, schmiedeten Pläne. Aufgrund der Tatsache, dass sich das Grillen erst im Anfangsstadium befand, entschloss sich Joachim spontan, uns die Kölner Altstadt zu zeigen. Einen besseren Fremdenführer konnten wir wirklich nicht haben. Hängen geblieben sind wir im Braushaus »Päffgen« in der Friesenstraße. Dort gab es zwar kein friesisches Jever, aber lecker Päffgen-Kölsch, welches vom Köbes Heinz serviert wurde. Auch wenn Anke und ich als Fahrer mehr der Cola zusprachen, hatte der Köbes einen flotten Spruch parat: »Auch die muss weg!«
Anke staunte nicht schlecht, wie man als Kölner einen Halve Hahn mit scharfen Senf und Zwiebeln verzehrt. Doch Joachim klärte sie darüber auf.
Was für ein Gewimmel es noch auf den Straßen und in den schmalen Gassen in der Innenstadt gab, ist nicht zu beschreiben,
Da Bernd seinen letzten Zug nach Mönchengladbach erreichen musste, gab es noch einen Abstecher zum Kölner Hauptbahnhof, danach ein Blick auf die Platte mit Dom und weiter ging es in Richtung Neumarkt. Gegen 00:00 Uhr verabschiedeten wir uns von Joachim und traten die Heimreise an.

Fazit:
Es war beachtlich und im höchsten Maße anerkenneswert, was die Organisatoren um Ralf A. Zimmermann, Achim Mehnert, Michael Breuer, Guido Latz und Joachim Otto mit den vielen Helfern auf die Beine gestellt haben. Obwohl wir nicht die Sci-Fi-Freaks an sich sind, hat sich der Besuch des ColoniaCon 19 mehr als gelohnt: ein abwechslungsreiches Programm, nette Besucher und Autoren zum »Anfassen«.

Copyright © 2010 by Wolfgang Brandt

 

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