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25. BuCon in Dreieich-Sprendlingen

Wie bereitet man sich vor, wenn ein Jubiläum ins Haus steht? Man geht zum Bäcker/Konditor seines Vertrauens und gibt seine Bestellung für eine Geburtstagstorte auf. Just setzten wir unser Vorhaben in die Tat um.
Endlich war es soweit, um dem Jubilar gratulieren zu können. Verwunderung und Spannung, aber auch Freude und Staunen spiegelten sich im Gesicht von Roger Murmann und seinen Mannen wider. Glückwünsche, Dankesworte unsererseits für die vielen Jahre BuCon, Fototermin, Blitzlichter erhellten den Raum – eine Geburtstagstorte reist um die Welt des Internets. Danke liebes Org-Team für die vielen, vielen Stunden BuCon, an denen wir teilhaben konnten.

Ein Wahnsinnsprogramm von 11:00 – 22:00 Uhr, was uns geboten wurde - ob im Transporter- und Maschinenraum oder im Hangar- und Holodeck: Überall lag Phantastik in der Luft, knisterte Spannung. Da fiel auch für uns die Wahl schwer, an welchen Programmpunkten wir teilnehmen wollten.
Doch erst einmal einen guten Platz auf dem Panoramadeck sichern, denn recht schnell füllte sich dieses mit Phantasten aus dem Rhein-Main-Gebiet und darüber hinaus. Bekannte Gesichter, aber auch neue interessante Gesprächspartner. Aussteller von A wie Alien Souvenirs & Freunde bis W wie WerkZeugs Kreativ KG boten ihre Ware feil. Für jeden war etwas dabei.
Je weiter die Zeit vorrückte, um so mehr füllte sich der Saal. Das Stimmengewirr war in den benachbarten Räumen, in denen Programmpunkt für Programmpunkt die Zuhörer begeisterten, nicht zu überhören, jedoch störte es uns nicht.
»Sängerkrieg« auf dem BuCon – ein Novum. Thomas Finn schien es wörtlich genommen zu haben, er sang während seiner Lesung aus »Weißer Schrecken«. Auch ein Novum von Thomas, zumindest auf dem BuCon.
Barden und Geschichtenerzähler traten schon immer gegeneinander an, in diesem Jahr erstmalig auf dem BuCon. Bettina Ferbus, Christiane Gref, Ann-Kathrin Karschnick, Susanne Ruitenberg und Esther S. Schmidt buhlten um die Gunst des Publikums. Weder Genre noch Thema waren vorgegeben worden, nur zum BuCon musste es passen. Christiane Gref gewann den Wettstreit in beiden Kategorien. Moderiert wurde der »Sängerkrieg« von Carsten Steenbergen. Danke für die Kurzweil, die die Autoren uns geboten haben.

Zeit für Gespräche gab es allemal. Und die haben wir intensiv genutzt. So lernten wir Gerd-Michael Rose von TES Erfurt kennen. Was ist denn TES, wird sich jetzt jeder fragen. TES steht für Tu Es Selbst. Ursprünglich war dies als ein Fanprojekt konzipiert, welches versuchen sollte, vergessene Werke klassischer Schriftsteller in Erinnerung zu bringen, doch entwickelte sich dieses Projekt in den letzten Jahren zu einer Reihe, in der neue bzw. noch nicht übersetzte Bücher erschienen, so Gerd-Michael, als wir ihn zu seinem Faible für Science Fiction befragten. Schwerpunkt des Verlagsprogramms bilden dabei russische Autoren.
Ein Neuling auf dem BuCon war Ulrich Burger mit seinem Verlagsprogramm. Hervorheben möchten wir an dieser Stelle sein Kochbuch »Die Köche - Biss zum Mittagessen«, in welchem Christoph Marzi, Oliver Plaschka, Christoph Hardebusch, Michael Peinkofer, Ju Honisch, Gesa Schwartz, Thomas Finn, Stephan R. Bellem, Stephan Russbült, Daniela Knor, Aileen P. Robert, Mona & Falko Löffler, Oliver Graute, Bettina & Carsten Steenbergen, Christoph Lode, Lena Klassen, Tanya Carpenter, André Wiesler, Timothy McNeal, Diana Kinne, Fabienne Siegmund, Markus Grimm und andere ihre kleinen Happen vorstellen.
Unmittelbar vor der »Tränke« präsentierte Mantikore sein Verlagsrogramm. Wer nicht auf der Frankfurter Buchmesse war und am Stand in Halle 3.1, A169 verweilte, konnte sich auf dem BuCon davon überzeugen, mit welchem Engagement Nicolai Bonczyk seinen Focus auf seltene Rollenspiel- und Fantasy-Spielbücher richtet.
Der Tod der Apokalyptischen Schreiber, Ralph Haselberger, strahlte über das gesamte Gesicht, als wir ihm mitteilten, dass er mit »Fast tot« im Quartalsverkaufsranking des Persimplex Verlages auf dem 1. Platz steht. Trotz Heiserkeit war Hazy ganz aus dem Häuschen.

Die Zeit verging wie im Flug. Als alle geladenen Gäste auf dem Panoramadeck erschienen waren, war jedem Besucher des BuCon klar, dass die Verleihung des Deutschen Phantastik Preises 2010 unmittelbar bevorstand. Die letzten freien Stühle wurden ergattert, auf denen keine Taschen, Jacken ... lagen. Man wollte ja »hautnah« die Verleihung mitbekommen.
Hermann Ritter (Moderator) und Dirk van den Boom (sein Helfer) betraten die Bühne, teilten dem erwartungsvollen Publikum das Ergebnis der Endrunde zum Deutschen Phantastik Preis 2010 in den verschiedenen Kategorien mit. Mit Beifall und Jubelschreien wurde nicht gespart. Wir gratulieren an dieser Stelle nochmals allen Preisträgern und Platzierten ganz herzlich.
Erfreulich ist die Tatsache, dass der Geisterspiegel in der Kategorie Beste Internetseite den 3. Platz belegte. Es ist unseren Lesern zu verdanken, dieses für uns hervorragende Ergebnis zu erzielen. Ein Beweis mehr, dass wir mit unserem Hobby auf dem richtigen Weg sind.

Den letzten Programmpunkt gestalteten Ulrich Burger und Bettina Ferbus, indem sie aus der Anthologie »Karfunkelfeuer« lasen. Eigentlich schade für die beiden, dass sie wenige Zuhörer hatten. Doch wir harrten aus, auch wenn das Zusammenklappen der Tische aufgrund der Leere des Panoramadecks ein wenig störte.

Mit Hermann Urbanek an Bord ging es in die Innenstadt von Frankfurt. Dort verabschiedeten wir das Urgestein des Fandoms und ab ging die Heimfahrt nach Gießen.
Noch lange werden uns die vielen Gespräche und Eindrücke vom 25. BuCon beschäftigen. So interessant und umfangreich war das Programm. Und nach dem BuCon ist vor dem BuCon, an welchem wir 2011 wieder teilnehmen werden.

Abschließend noch einige Fotos, die vielleicht ein wenig zeigen, wie schön es wieder einmal war.

 

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