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Mein Messetagebuch

Leipziger Buchmesse 2010 – Tag Null

Eigentlich begann für mich der Messerummel mit dem Tag Minus Eins. Wie im Vorfeld besprochen holte ich am gestrigen Tag den uns allen bekannten Erik Schreiber aus der Metropole Bickenbach bei Darmstadt ab. Der Kofferraum füllte sich schnell mit Büchern, die auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse am Stand des Wunderwald Verlages präsentiert werden sollen. Ein Kurzaufenthalt in Gießen mit Small Talk, Übernachtung, fröhliches Wecken um 05:00 Uhr – und ab die Post gen Leipzig.

Eins muss ich an dieser Stelle unbedingt erwähnen, was die Leipziger Buchmesse gegenüber der Frankfurter voraushat: Ohne Probleme konnte ich per Auto die wertvolle Fracht – Anke und Erik eingeschlossen – bis vor die Halle 2 chauffieren, es reichte der Presseausweis, um die Zufahrtskontrollen passieren zu können. Deshalb ein dickes Lob und Dankeschön an die Organisatoren.
Am heutigen Tag war Aufbau angesagt. Ich kann euch sagen, da geht der Punk ab. Man merkte bis zum Schluss wirklich, an welchem Stand ein Konzept vorlag und an welchem nicht. Über das organisierte Chaos wird Anke in ihrem Messebericht näher eingehen. Es war für sie das erste Mal, dass sie live einen Messeaufbautag erlebte.

Wenn man seit Jahren die Buchmessen besucht, sieht man auch während des Aufbautages viele bekannte Gesichter. Obwohl alle damit beschäftigt waren, Regale, Displays … zu bestücken, ihren Stand den Bedürfnissen der lesehungrigen Besucher herzurichten, fand ich trotz allem schon am besagten Tag Null einige Gesprächspartner, sei es am Stand der Verlage Beltz & Gelberg, Ueberreuther, Persimplex oder bei WerkZeugs.
Apropos WerkZeugs – die Crew um Richard Haxel betreut während der gesamten Messe die Fantasy-Leseinsel und die dort lesenden Autoren. Und der gesamte Bereich erstrahlt in neuem Glanz. Viel Platz wird es für die zu erwartenden Phantasten geben – die Leseinsel ist größer und vor allem von drei Seiten zugänglich.

Nun kann der Tag Eins kommen. Die Leipziger Buchmesse ist sehr gut gerüstet für den zu erwartenden Besucherstrom. Selbst die vielen Köche, welche meinem Weg zum Pressezentrum kreuzten, gingen nach einem Briefing gut gelaunt an ihre Arbeitsplätze.
Morgen um 10:00 Uhr werden die Tore geöffnet, und der Geisterspiegel war schon heute mitten im Geschehen.

Noch eine kleine Episode am Rande: Wir hatten Erik mehrmals darauf hingewiesen, dass er bei dem vielen Stress des Standaufbaus doch etwas essen und trinken sollte. Doch dies lehnte er dankend ab. Schaut, was aus ihm geworden ist:

Zum Glück fanden wir in Zschölkau ein Gasthaus mit gutbürgerlicher Küche und konnten ihn für die nächsten Tage wieder fit machen.

Bis denn mal wieder. Man liest sich bestimmt morgen.
Euer Copolymer

© Wolfgang Brandt

 

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