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Start frei für die Judassohn-Lesetour in Leipzig 2010

Was passiert, wenn ein Bestsellerautor, eine Gothic-Band und eine Bauchtänzerin aufeinandertreffen? Die Antwort lautet: ein Event der besonderen Art.
Markus Heitz hat sich für seine Live-Vorlesungen zu »Judassohn« Verstärkung geholt. Während seiner Lesetour quer durch Deutschland im Nightliner begleiten ihn die Band »Persephone« mit Frontfrau Sonja Kraushofer, die Tänzerin Asherah Latifa sowie Crewmitglieder von WerkZeugs.
Dass der Autor Markus Heitz ungewöhnliche Wege zu beschreiten versucht und über den Horizont seiner eigentlichen schriftstellerischen Tätigkeit zu schauen vermag, stellte er bereits in seiner Zusammenarbeit mit bekannten Musikern wie Bruno Kramm und Corvus Corax unter Beweis.

Dem Geisterspiegel war es möglich, zum Premierenstart am 20. März 2010 live im »Victor Jara« in Leipzig dabei zu sein. Warum gerade das »Victor Jara« als Location? Die Wiederbelebung des Kellergewölbes als Begegnungsstätte für Kunst, Kultur und Veranstaltungen soll für die Künstler in keinster Weise nach einem allgemeingültigen Schema ablaufen. Kontrapunkte sowie unübliche Herangehensweisen sind dort gern gesehen und natürlich gewollt.
Pünktlich traf ich in Begleitung von Anke und Erik Schreiber – Herausgeber des Phantastischen Bücherbriefes – am Ort des Geschehens ein. Uns umgab beim Betreten des Kellergewölbes bereits etwas Mystisches, Unheimliches. Der lange Raum war im düsteren Licht gehalten, auf einigen Tischen brannten Teelichter, die das Logo des »Victor Jara« an die Innenwände der Windlichter reflektierten. Alle vorderen Stuhlreihen waren belegt. Nicht nur Fans von Markus Heitz waren zugegen, um dem Premierenstart von »Judassohn« miterleben zu können. Unter dem Publikum waren auch Kenner und Liebhaber der Musik von »Persephone«.
Vor dem Beginn konnten wir noch einige Worte mit Frau Patricia Kessler – Pressestelle des Droemer Knaur Verlages München – wechseln.

Die Crew um Richard Haxel hat sich für den Start der Judassohn-Lesetour etwas Besonderes ausgedacht. Ein Thron musste es sein, auf dem Markus während seiner Lesepausen Platz nehmen sollte. Gesagt, getan.
Die Musiker Martin Höfert (Cello), Holger Wilhelmi (Cello), Johannes Kramer (Cello, Kontrabass) und John Abdelsayed (Percussions) betraten die Bühne. Nach den ersten Akkorden folgte der Autor und setzte sich auf seinen reservierten Thron. Und hinter den weißen Vorhängen, angestrahlt durch Scheinwerfer bewegte sich Sonja Kraushofer im Takt der Musik …

 

Der Geisterspiegel befragte Richard Haxel und Patricia Kessler zur Entstehung der Idee, der Organisation und Durchführung des Projektes und forderte ein erstes Statement von Markus Heitz nach getaner Arbeit.

Der Premierenstart der Judassohn-Lesetour war ein »Event für die Sinne«, bei welchem alle Elemente, ob Musik und Gesang, Lesung und Tanz gut aufeinander abgestimmt und arrangiert wurden. Selbst die Bühnenausstattung gab den vorgetragenen Textpassagen das entsprechende Flair. Es ist allen Beteiligten bestens gelungen, in relativ kurzer Zeit ein sehens- und hörenswertes Programm auf die Beine zu stehlen. Kleine Mängel, die bei einem Premierenstart nicht ausbleiben, werden sicher im Laufe der Tour behoben werden. Da bin ich mir sicher, denn im Gespräch mit Tanja Karmann, Richard Haxel und Karsten Wolter von WerkZeugs teilte ich ihnen aus meiner Sicht Positives und Verbesserungswürdiges mit.

Fazit:
Der Premierenstart der Judassohn-Lesetour – unterstützt von neo-klassischer Musik und Bauchtanz ist in dieser Konstellation ein Novum. Den ganzen Abend habe ich mich bestens unterhalten gefühlt, meine Sinne waren auf das Geschehen auf der Bühne ausgerichtet, und ich war mittendrin in Judassohn.

Die weiteren Tourdaten:

  • 23.03.2010: Hamburg, Markthalle
  • 24.03.2010: Nürnberg, Hirsch
  • 25.03.2010: Duisburg, Forum Rheinhausen
  • 26.03.2010: Frankfurt, Batschkapp
  • 27.03.2010: Limbach / Saar, Dorfhalle

© Wolfgang Brandt

 

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