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Das vierte Geisterspiegel-Treffen

Am Samstag, den 14. November, war es wieder soweit: Das diesjährige Treffen der Geisterspiegel-Redakteure und -Mitarbeiter in Gießen war avisiert, um neue Ideen zum und rund um den Geisterspiegel zu besprechen, das bisherige Konzept zu überdenken und neue Wege in die Zukunft zu weisen.

Erste Anlaufstelle war das Zuhause von Anke und Wolfgang, unsere beiden Herausgeber. Als ich um 12:50 Uhr dort eintraf, waren bereits Petra und Gunter Arentzen sowie Erik Schreiber anwesend.
Bei Kaffee und Gebäck ließ es sich wunderbar plaudern.
Petra und Wolfgang hatten sich zu Beginn erst einmal zurückgezogen und probierten am Computer verschiedene Versionen des geplanten neuen Designs der Geisterspiegel-Website aus. Aber nicht nur das optische Erscheinungsbild des Geisterspiegels soll sich verändern und einen moderneren, übersichtlicheren Look erhalten, auch inhaltlich sind Neuerungen geplant. So werden zukünftig die Genre-Unterteilungen bei den Rezensionen entfallen und die Beiträge nach Autoren gelistet werden, was die Übersicht erleichtert, aber keine nachteiligen Auswirkungen auf die Suchfunktion der Startseite hat.
Bei Würstchen und selbst gemachtem Nudelsalat wurde eifrig diskutiert. Die kleine Gruppe der 6 Personen machte das Treffen sehr familiär und gemütlich, hatten doch viele Geisterspiegler aus den unterschiedlichsten Gründen ihr Kommen abgesagt bzw. absagen müssen.
Ein Diskussionspunkt war auch, Mitarbeitern die Möglichkeit zu geben, ihre Beiträge direkt online einstellen zu können. Dieses Konzept wurde aber wieder verworfen, um auch weiterhin ein einheitliches Erscheinungsbild zu gewährleisten.

Anke meinte es wirklich gut mit uns, denn schon bald gab es - kaum war der Nudelsalat vom Tisch - leckeren Kuchen und Kaffee. Die Verpflegung war einfach super.
Der »Timetraveller«, das Aushängeschild des Geisterspiegels, stand natürlich ebenfalls auf der Tagesordnung. Hier wären neue Autoren wünschenswert und notwendig, um ein häufigeres Erscheinen zu gewährleisten.
Gegen 16 Uhr machten wir uns dann auf den Weg in`s »Bella Vista«, ein italienisch/griechisches Restaurant in Gießen. Dort stieß dann Rebecca Hagelmoser zu uns, die aktuell noch an ihrer Dissertation arbeitet.
Auch aufgrund der kleinen, überschaubaren Gruppe gab es keine Unterteilung zwischen einem inoffiziellen und offiziellen Teil des Treffens. Die Themen und Diskussionen waren fließend. So regte Erik an, da er lange Texte nicht gerne online liest, womit er übrigens nicht alleine dasteht, den »Timetraveller« doch eventuell als Printausgabe im Umfang eines Taschenbuches, welches dann 3-4 Ausgaben beinhalte, herauszubringen. Hier könnte sich aber alsbald das Problem herausstellen - bei einem regelmäßigen Erscheinen - dass die Printausgabe schnell die Onlineveröffentlichungen einholt, womit wir wieder beim Thema neue Autoren waren.

Ein weiterer Punkt auf Ankes Agenda war der »Leitartikel«. Gunter erklärte sich hier letztendlich bereit, einige Themenvorschläge zu liefern, denn sicherlich würde der eine oder andere Geisterspiegler auch gerne einmal selbst einen solchen Artikel verfassen, doch hapert es oft an den eigenen Ideen, ein interessantes Thema zu finden.
Kontrovers war auch die Diskussion um das Für und Wider deutscher Preisverleihungen im phantastischen Genre, egal ob »Deutscher Phantastik Preis«, bei dem der Geisterspiegel dieses Jahr den 5. Platz belegte, »Kurt Lasswitz Preis«, »Frederic Brown Award« etc.
Was uns natürlich irgendwie auch auf die aktuelle Story-Ausschreibung des Geisterspiegels »Dark Vampire«, brachte. Nach »Dark Future« nunmehr die zweite Ausschreibung, die noch bis zum 06.01. läuft.

Gedanken wurden sich auch gemacht zum nächsten Geisterspiegel-Treffen und ob es, in dieser oder veränderter Form, auch in 2010 wieder stattfinden soll.
Auch beim Essen im »Bella Vista« wurden die unterschiedlichsten Ideen weitergesponnen und rund um das Literatur-Business, die Buchmesse etc. diskutiert.
Erik wird beispielsweise mit einem eigenen Stand im kommenden Jahr auf der Leipziger Buchmesse vertreten sein, die Arentzens planen die Gründung eines eigenen Verlages.
Um 21:10 Uhr trennten sich dann unsere Wege. Petra und Gunter fuhren mit Erik von dannen, ich mit Anke und Wolfgang noch mal zu den beiden nach Hause. Dort saßen wir dann noch bis 0:40 Uhr in der Küche zusammen und klönten über Literatur, Verlage, Musik und Film, bis ich mich dann auch endlich auf den Heimweg machte, um gegen 2 Uhr wieder in Wiesbaden einzutreffen.

Fazit:
Zusammenfassend kann ich sagen, es war ein kleines, aber feines und gemütliches Treffen, bei dem bei aller Ungezwungenheit doch auch alle wichtigen Punkte, den Geisterspiegel betreffend, besprochen wurden und so jeder Teilnehmer motiviert und mit dem Wissen, dass der Geisterspiegel noch eine lange Zukunft haben wird, den Heimweg antreten konnte.

© Stefan Bellack

 

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