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Buchmesse! – Schon wieder? Schon wieder!
Wie jedes Jahr um diese Zeit bereiten sich einige Mitarbeiter des Geisterspiegels auf die bevorstehende Frankfurter Buchmesse vor. Die Tickets sind längst bestellt und ausgedruckt, Fahrmöglichkeiten geplant, Termine gemacht. In diesem Jahr lasse ich die Messe recht stressfrei auf mich zukommen. Erik Schreiber, Herausgeber des Phantastischen Bücherbriefes, machte im Vorfeld Termine bei den Pressemitarbeitern verschiedener Verlage, bei denen ich ihn, wie schon im letzten Jahr, begleiten werde. Und ganz kurzfristig habe ich soeben noch ein paar Termine mit Jürgen Eglseer von Fictionfantasy.de zusammengelegt. Das spart den Verlagsmitarbeitern Zeit, denn unsere Interessen sind die gleichen: Neuerscheinungen phantastischer Bücher und Kontakte herstellen zu phantastischen Autoren. In diesem Jahr kommt zumindest für mich ein weiteres Thema hinzu, welches auf der Buchmesse großflächig angeboten wird: E-Books und E-Book-Reader. Unsere Leitartikel haben gezeigt, dass es doch immer mehr Pluspunkte gibt, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und wo geht das besser als an einem Ort, wo ich die Beratung aus erster Hand dazubekommen kann. Noch bin ich nicht restlos überzeugt, dass die digitale Form des Lesens meinen Bedürfnissen gerecht wird, aber ich verschließe mich so lange nicht davor, bis ich es ausprobiert habe.
Was erwarte ich noch von der diesjährigen Frankfurter Buchmesse? Diese Frage stellte ich mir, weil sie mir von anderen Menschen gestellt wurde, die meine Vorfreude auf DAS Buchereignis im Herbst bemerkt hatten. Nun, zunächst einmal nutze ich die Messe natürlich wieder, um Kontakte zu pflegen. Es gibt eine nicht geringe Anzahl phantastikbegeisterter Menschen, die sich nur auf dem Messegelände persönlich begegnen. Zwar haben wir untereinander das ganze Jahr über virtuellen Kontakt (seit es Facebook gibt, sogar zum Teil sehr intensiv), aber das kann ein persönliches Gespräch eben nicht ersetzen. Und so freue ich mich auf all die Leute, die zur Frankfurter Buchmesse dazugehören wie die Bücher selbst. Aber worauf ich fast noch mehr hoffe, ist, neue Leute kennenzulernen. Da alle Messebesucher ähnliche Interessen haben, die irgendwie mit dem geschriebenen Wort zu tun haben, ist es auch meist nicht schwer, ins Gespräch zu kommen. Einige Namen, die ich schon oft in eine E-Mail geschrieben habe, stehen für dieses Jahr ganz weit oben auf meiner Liste von »Mit ihm/ ihr würde ich gern sprechen«. Mal sehen, wie vielen ich tatsächlich während der Messe über den Weg laufen werde. Denn die letzten Jahre haben es gezeigt: Die Buchmessen bringen immer die interessantesten Themen für Artikel und Beiträge auf dem Geisterspiegel hervor. Ich für meinen Teil bin davon überzeugt, dass dies aus dem persönlichen Kontakt mit den entsprechenden Autoren, Lektoren oder anderen »Buchmenschen« entsteht. Aus einem persönlichen Kontakt resultiert oft mehr Vertrauen ineinander und daraus wiederum eine ganz andere Qualität der Zusammenarbeit. Das ist es, was eine Buchmesse so wichtig macht.
Copyright © 2011 by Anke Brandt
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