Zehn Jahre Panini Verlag
von Erik Schreiber
Zehn Jahre sind in der heutigen schnelllebigen Zeit keine großartige Zeit. Zehn Jahre sind heute ein überschaubarer Abschnitt in der Weltgeschichte. Und Panini hat in der deutschen Comic-Welt Geschichte geschrieben. Aus diesem Grund will ich die Möglichkeit nutzen, einen Blick auf den Verlag und seine Arbeit werfen.
Aus den Kinderschuhen entwachsen, zeigt sich Panini stolz als Deutschlands größter Comic-Verlag. Es war der 17. Februar 1997, als der international tätige Panini Verlag mit seinen Marvel-Lizenzen auf den deutschen Markt seine Präsenz zeigte. Das Marvel-Universum mit Spiderman, Thor, Hulk und den Fantastischen Vier wurde in Deutschland bereits mehrfach lizenziert, zuletzt beim Condor Verlag. Panini konnte sich die deutschen Lizenzen sichern und wuchs mit diesen am deutschen Comic Markt. Der große Konkurrent zu dieser Zeit war Dino, der die Lizenzen des DC-Universum hielt und mit Superman, Batman und anderen in Deutschland trumpfte. Die beiden Verlage rieben sich aneinander und wuchsen aneinander. Es war eine Konkurrenz, die für den Comicfan zum Vorteil gelangte, wurde die Comicvielfalt mit günstigen Preisen auf dem Markt angeboten.
Im Jahr 2000 verlor Dino seine DC-Lizenz und nach zwei Jahren übernahm Panini Dino. Seit 2000 ist Panini der Herrscher der Comic-Universen, da sich vor allem die großen Welten von Marvel und DC, unter einem Dach, zumindest in Deutschland, zusammen fanden. Seither wurden weitere neue Serien aufgenommen. Die neuesten Mitglieder bei Panini stellen Wildstorm und Vertigo dar. Aber auch die Kultserie Spawn von Image und Silent Hill und CSI von D&D Graphic Novels fanden eine neue Heimat. Nicht zuletzt die japanischen Mangas finden Eingang in das Programm und runden in ihrer Vielzahl einen ständig wachsenden Verlag mit seinem abwechslungsreichen Programm ab.
Doch Panini wächst weiter. Längst ist man den Weg vom Comic-Heftchen weiter gegangen. Einige der interessantesten Titel, zuletzt Elric von Melniboné des Briten Michael Moorcock, wurden nicht einfach als Comic veröffentlicht. Inzwischen geht der Verlag dazu über, hochwertige Graphic Novels zu veröffentlichen. Die Idee gibt den Machern recht, die hochwertigen Bildwelten finden immer mehr Anhänger.
Inzwischen weitet Panini sein Programm aus. Weg von den Bildern, hin zum geschriebenen Wort. Dabei geht der Verlag einen neuen Weg. Seine Romane, die in altbewährter Taschenbuchmanier erscheinen, kommen zum Großteil aus dem Bereich der Computerspiele. Manch eines dieser Bücher, zum Beispiel S.T.A.L.K.E.R wurden von deutschen Autoren extra zum Spiel geschrieben und erschienen fast zeitgleich. Andere Bücher werden aus dem amerikanischen übersetzt und finden den Weg nach Deutschland. Zu ihnen gehören auch die Bücher zum berühmtesten Sammelkartenspiel der letzten Jahrzehnte: Magic.
Im Interview-Bereich, im Interview mit Steffen Volkmer erfährt man noch vieles mehr über den Panini-Verlag.
Panini-Verlag im Internet:
www.panini.de
www.paninicomics.de
Dieser Beitrag basiert auf dem Phantastischen Autorenbrief Ausgabe 442 vom Mai 2007 und wurde für
bearbeitet von Anke Brandt.