
Beitrag #2
Die Idee macht Fortschritte
von Alfred Wallon
Einige Wochen sind vergangen, seit der Verlag Peter Hopf und ich beschlossen hatten, einen Bürgerkriegsroman mit dem Titel TODESKOMMANDO zu machen. Das Thema stand fest - die Schlacht von Antietam September 1862, und ich machte mich ans Schreiben.
Jede Menge Recherchen waren erforderlich, manche gingen sehr ins Detail. Aber es machte Spaß, und die Handlung war ja schon konzipiert. Aber von Schlachten reden und sie dann zu schildern, erfordert sehr viel Mühe und Engagement. Zu diesem Zeitpunkt sind gut 70 % des Romans bereits geschrieben, und unsere Helden haben schon einige gefährliche Situationen gemeistert, Bahngleise gesprengt und sind knapp - aber wirklich knapp - ihren Gegnern entkommen. Es wird nicht das letzte mal sein, dass dies geschieht, denn Jay Durango und seine Leute sind das entscheidende Zünglein an der Waage für den Ausgang der Schlacht. Aber noch wissen sie das nicht - nur ich als Autor kenne die Gefahren, die auf sie warten. Und da gibt es noch jemanden, der zwar eine graue Uniform trägt, aber in Wirklichkeit auf der Seite des Nordens steht. Aber Halt - mehr darf ich jetzt nicht sagen...
Ich erzählte Peter am Telefon einiges zur Handlung, und dann ergab sich auf einmal eine interessante Perspektive. Peter meinte, man solle doch ruhig einmal eine mehrbändige Serie anstreben, da bekanntlich der Bürgerkrieg ja einige markante Schlachten aufzuweisen hat. Als Autor hört man sowas natürlich mehr als gern, und ich denke bereits über ein weiter führendes Konzept in diesem Stadium nach. 1862 spielt der erste Roman, der Bürgerkrieg endete 1865. Bis dahin wird sich noch viel ergeben.
Ich schlug vor, dass wir das Ganze THE CIVIL WAR CHRONICLES nennen, und Peter meinte, das wäre eine gute Idee. Aber wie gestalten wir Titelcover und Layout? Zuerst dachten wir an historische Fotos, aber irgendwie konnten wir uns nach den ersten vorläufigen Skizzen und Entwürfen nicht ganz davon begeistern lassen. Wir informierten uns deshalb darüber, wie die amerikanischen Verlage solch ein Thema angehen und wie die Bücher dort gestaltet sind. Am liebsten wäre mir natürlich eine TIME LIFE-Variante gewesen, mit Ledereinband und Goldprägung usw. Aber man soll nicht übertreiben ...
Peter schlug vor, Erneste J.Spoerr mit einem Cover zu beauftragen. Ich kenne Herrn Spoerrs Arbeiten, die er für Bastei und Kelter gemacht hat und konnte mich mit dem Gedanken sehr anfreunden, dass nur er die Cover für unsere Civil War-Reihe macht. Dann hat das Ganze auch nach außen hin etwas Einheitliches.
Der Kontakt mit Herrn Spoerr wurde durch den Verlag sehr schnell in die Wege geleitet, und nur wenige Tage später hatten wir schon den ersten Entwurf vorliegen.
Als ich es sah, war ich sehr angetan von der Detailgetreue und der Atmosphäre, die das Bild ausstrahlt. Aber Peter Hopf hatte noch zwei Änderungsvorschläge, die Herr Spoerr ebenfalls in kürzester Zeit ausführte.
Soweit sind wir jetzt. Nun ist das übrige Layout des Titelcovers in Arbeit, zu dem das Gemälde sehr gut passen wird. Wir werden alles hier ebenfalls präsentieren, sobald es fertig ist. Wenn es so wird, wie wir es uns vorstellen, dann werden die CIVIL WAR CHRONICLES ganz sicher ein Schmuckstück für jeden Sammler sein.
© Alfred Wallon