Sie sind hier: Startseite - Background - 15 Fragen - 15 Fragen an Alfred Wallon


15 Fragen an...

...Alfred Wallon

1. März 2007

Über Alfred Wallon muss man an dieser Stelle nicht viel sagen. Seit Jahrzehnten schreibt er Western- und andere Romane bei zahlreichen Verlagen und hat bei seinen Lesern eine besondere Beliebtheit errungen. Er ist dem historischen Western angetan, was sich in all seinen Storys widerspiegelt. Umfangreiche Informationen zu seiner Biographie sind auf seiner Homepage zu finden.
http://www.alfred.realxxl.de/

Mit welchen drei Adjektiven würdest du deinen Beruf beschreiben?
Kreativ, sehr schön – aber manchmal auch sehr anstrengend, vor allem, wenn man Termine einzuhalten hat.
Welchen Roman eines anderen Autors hättest du gerne geschrieben?

Ganz klar „Lonesome Dove“ von Larry McMurtry. Dieser historische Western über zwei Ex-Texas-Rangers enthält all die Elemente, die einen guten Western ausmachen. Die Verfilmung dieses Stoffes mit Tommy Lee Jones und Robert Duvall in der Hauptrolle war genau so genial wie das Buch. Kein Wunder, dass McMurtry dafür den Pulitzer-Preis bekommen hat...

Was war der bisher größte Fehler deiner Karriere?
Zuviel auf andere Leute und deren Empfehlungen zu folgen. Stattdessen hätte ich mich von meinem Instinkt leiten lassen sollen. Aber zum Glück ist dies längst ein Teil der Vergangenheit und abgehakt.
Welche drei deiner Werke sollte ich unbedingt auf eine einsame Insel mitnehmen?
Einen historischen Western aus meiner RIO CONCHO-Serie, meinen vielleicht bisher besten Horror-Roman „Das Blut der Erde“ und einen THORIN-Fantasy-Roman.
Wo siehst du dich beruflich in zehn Jahren?
Ich könnte jetzt versuchen, in die Glaskugel zu schauen oder im Kaffeesatz zu lesen, aber ich halte nichts von vagen Hoffnungen. Wenn der Markt für Heftromane und vor allem historische Western noch existiert, würde ich gerne weiter machen. Wenn nicht, nehme ich meinen Hut und sage „Thank you for the wonderful time...“
Welches Buch hast du zuletzt privat gelesen? Wie hat es dir gefallen?
Das letzte Buch war „Lone Star Rising“ von Elmer Kelton – eine Texas-Ranger-Saga. Elmer Kelton ist einer der ganz großen historischen Western-Autoren in den USA.
Welche CD hast du zuletzt gekauft? Wie gefällt sie dir?
„Talk about the good times“ von Slim Dusty.
Slim Dusty ( 1927 – 2003 ) war der bekannteste australische Country-Sänger. Ich habe all seine LP´s und CD´s. „Talk about the good times“ ist eine Zusammenstellung, die mir in meiner Sammlung fehlte und die ich vor drei Wochen erhielt. Ich mag traditionelle Country-Music mit ansprechenden Texten ( story telling ).
Du gewinnst 20 Millionen Euro im Lotto. Würdest du weiterschreiben? Warum bzw. warum nicht?
Natürlich würde ich weiter schreiben. Wenn etwas Spaß macht, gibt es keinen Grund, das zu beenden. Ich würde mir lediglich etwas mehr Zeit fürs Recherchieren nehmen. Und dann das auch vielleicht vor Ort tun – mit einem gesunden finanziellen Polster würde ich in den USA an alten historischen Orten recherchieren und anschließend darüber schreiben.
Welches sind deiner Meinung nach die drei schlimmsten Fehler, die ein Anfänger beim Schreiben macht?
1. Er gibt seine Texte Freunden und Bekannten zu lesen und verlässt sich auf deren Urteil
2. Er schreibt einfach drauf los, ohne sich vorher zu informieren, was im Augenblick überhaupt auf dem Markt gefragt ist.
3. Er vergisst, vorher Einblicke in das Genre zu nehmen, über das er schreiben möchte.
Welches sind deiner Meinung nach die drei schlimmsten Fehler, die ein Anfänger im Umgang mit Verlagen macht?
1. Er schickt handgeschriebene Manuskripte
2. Er ruft schon nach zwei Tagen an, ob man den Text schon gelesen hat.
3. Er ist nicht bereit, die Ratschläge eines erfahrenen Lektors zu befolgen.
Mit welcher literarischen Figur würdest du dich gerne mal unterhalten?
Mit gar keinem – ich wüsste nicht, was das für mich bringen würde. Ich unterhalte mich liebend gerne mit lebenden Menschen. Alles andere ist mir doch ein bisschen zu weit hergeholt.
Welchem Autor (außer dir selbst) würdest du es wünschen, in Deutschland bekannter zu sein, als er es bisher ist?
Ganz klar William W.Johnstone. Leider wurden hier nur ein kleiner Teil seiner Ashes-Romane übersetzt. Aber der Mann schreibt phantastische Western, die es wert wären, hier veröffentlicht zu werden. Und natürlich auch W.R.Benton, der noch ein Newcomer ist. Aber er schreibt ordentliche und historisch gut recherchierte Western. Ich weiß, dass ich meistens an Western denke, aber das ist eben meine favorisierte Literatur.
Dir erscheint eine Fee und sagt: „Setz dich hin und schreib ein Buch. Ich verspreche dir, dass es ein Weltbestseller wird.“ Welches Genre würdest du wählen?
Das ist schwer zu entscheiden. Ich mache es davon abhängig, wann mir die Fee begegnet. Sollte sie meinen Pfad in den nächsten Tagen kreuzen, wäre es Endzeit-Thematik. Wenn sie mir im kommenden Frühjahr über den Weg läuft, wäre es ein Piratenroman.
(Hinweis des Geisterspiegels: Die 15 Fragen wurden von Alfred Wallon bereits Mitte November 2006 beantwortet. Da seht ihr mal, wie fleißig wir für euch sammeln!)
Was würdest du deinem Kind sagen, wenn es dir mitteilt, dass es beruflich in deine Fußstapfen treten will?
Da ich keine Kinder habe, erübrigt sich diese Frage. Aber wenn dem so wäre, würde ich sagen „Versuch es und lass Dich nicht entmutigen – es kann lange dauern...“
Welche drei Romane sollte man in seinem Leben gelesen haben?
Eine ganz schwere Frage, die ich nicht an einzelnen Titeln festmachen kann. Wenn man sich in 10 Jahren noch daran erinnert, dann war es sicher ein guter Roman. Für mich waren es die Kane-Romane von Karl Edward Wagner und die TOMBSTONE-Western-Serie aus den 60er-Jahren, die Peter Dubina konzipierte. Das ist aber nur meine persönliche Ansicht und gilt nicht als richtungsweisend.

 

© by 2007
nach oben Zurück Optimiert für 1024x768 Pixel
im IE & Mozilla Firefox