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15 Fragen an...

...Ulrike Stegemann

15. August 2007

Die Autorin Ulrike Stegemann, Jahrgang 1978, wohnt in der niedersächsischen Kleinstadt Gronau (Leine). Sie ist gelernte Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte. Seit September 2000 ist sie in der technischen Abteilung einer Zeitung tätig.
Bisher veröffentlichte sie ihre Kurzgeschichten in diversen Anthologien, Zeitschriften, der lokalen Zeitung sowie als eBooks. 2004/2005 erschienen in Zusammenarbeit mit Kerstin Dirks zwei Heftromane in der Sirius-Reihe des Mohlberg Verlages.
Seit März 2004 ist sie außerdem Herausgeberin des kleinen phantastischen Literaturheftchens "Elfenschrift“ (www.elfenschrift.de). Die Autorin ist Mitglied bei "Sensual Books", der Autorenplattform für erotische Romane: www.sensual-books.de
Unter ihrem Pseudonym Emilia Jones sind im Plaisir d’Amour-Verlag „Club Noir“ und „Michelles Verführung“ erschienen.

Mit welchen drei Adjektiven würdest du deinen Beruf beschreiben?
Aufregend. Anstrengend. Veränderlich.
Welchen Roman eines anderen Autors hättest du gerne geschrieben?

Keinen Roman. Vielmehr: Den Duden. Frau denkt halt praktisch.

Was war der bisher größte Fehler deiner Karriere?
Ich finde es schwierig, da von Fehlern zu sprechen. Immerhin ist das Schreiben bislang nicht mein Hauptberuf. Ich habe immer geschrieben und werde immer schreiben. Von daher sehe ich das eher entspannt. Ich weiß aber auch, dass ich trotzdem von einer gewissen Ungeduld geplagt werde. Manchmal lese ich nicht richtig. Höre nicht richtig zu. Oder bin ganz einfach zu impulsiv.
Welche drei deiner Werke sollte ich unbedingt auf eine einsame Insel mitnehmen?
Keines meiner Werke ist tatsächlich einsame-Insel-tauglich. Vielleicht „Club Noir“, aber nur, wenn man auf die Insel auch den entsprechenden Partner mitnimmt;o)
Wo siehst du dich beruflich in zehn Jahren?
Überall und nirgends.
Welches Buch hast du zuletzt privat gelesen? Wie hat es dir gefallen?
„Dunkles Verlangen“ von Brenda Joyce. Ein Liebesroman voller Irrungen und Wirrungen, den man mal eben so „nebenbei“ weglesen kann. Ich finde es wichtig, auch mal etwas „zur Entspannung“ zu lesen. Allerdings kam ungefähr im letzten Drittel des Buches immer wieder das Wort „konsterniert“ vor, was mich ein wenig genervt hat. Ich kenne niemanden, der dieses Wort im normalen Leben so oft verwendet.
Welche CD hast du zuletzt gekauft? Wie gefällt sie dir?
Das ist zwar schon ein paar Tage her, aber ich bin von der CD nach wie vor begeistert. Es handelt sich um „Bat out of hell III”. Meat Loaf, Jim Steinman, „Tanz der Vampire” – wunderbar!
Du gewinnst 20 Millionen Euro im Lotto. Würdest du weiterschreiben? Warum bzw. warum nicht?
Ich würde niemals mit dem Schreiben aufhören. Egal, wie viel Geld ich im Lotto gewinne. Egal, ob es jemanden gibt, der mein Geschreibsel liest oder nicht. Ich schreibe einfach, weil ich schreibe.
Welches sind deiner Meinung nach die drei schlimmsten Fehler, die ein Anfänger beim Schreiben macht?
Kein Ziel haben.
Zu wenig Persönlichkeit der Figuren preisgeben.
Zu viel auf einmal wollen.
Welches sind deiner Meinung nach die drei schlimmsten Fehler, die ein Anfänger im Umgang mit Verlagen macht?
Zu hohe Erwartungen.
Ungeduld.
Uneinsichtigkeit.
Mit welcher literarischen Figur würdest du dich gerne mal unterhalten?
Mit keiner bestimmten.
Welchem Autor (außer dir selbst) würdest du es wünschen, in Deutschland bekannter zu sein, als er es bisher ist?
Da ich durch die Elfenschrift mehrere AutorInnen kenne, denen mehr Erfolg zu wünschen wäre, kann ich die Frage gar nicht loyal beantworten. Und das möchte ich auch nicht.
Dir erscheint eine Fee und sagt: „Setz dich hin und schreib ein Buch. Ich verspreche dir, dass es ein Weltbestseller wird.“ Welches Genre würdest du wählen?
Horror.
Was würdest du deinem Kind sagen, wenn es dir mitteilt, dass es beruflich in deine Fußstapfen treten will?
Wenn ich jemals ein Kind haben sollte, würde ich ihm sagen: Lerne, für dich selbst zu sorgen. Danach kannst du tun, was immer du willst.
Welche drei Romane sollte man in seinem Leben gelesen haben?
Für Autoren: „Das Leben und das Schreiben“ von Stephen King
Fürs Herz: „Der Sohn der Schatten“ von Juliet Marillier
Für alle: „Das Zauberbuch“ von Hans Kruppa

 

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