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15 neue Fragen an ...

... Ulrich Drees

1. Mai 2010


Ulrich Drees, geb. 1967, lebt in Göttingen, wo er nach seinem Studium der Mittleren und Neuen Geschichte, Europäischen Ethnologie und Volkswirtschaftslehre seinen Lebensunterhalt als Journalist und Chefredakteur eines Stadtmagazins bestreitet. Bisher erschien von ihm im Jahre 2000 die Nordmark-Romantrilogie im Heyne-Verlag. Daneben war er in den Neunziger Jahren als Entwickler und Autor für die Kulturbeschreibungen verschiedener Demonworld Tabletop-Armeebücher der Firma Hobby Products mitverantwortlich. Eine Kurzgeschichte von Robert E. Howard begeisterte den überzeugten Rollenspieler im Alter von 17 Jahren für die Fantasy-Literatur. Noch heute wird der Autor von Figuren wie Solomon Kane und Conan beeinflusst, zu denen sich seit geraumer Zeit ein Faible für das Mantel & Degen Genre gesellt hat. (www.schrift-art.net)

. Frage . Antwort
Was bedeutet das Schreiben für dich?
 
Wenn ich schreibe, kann ich mir Geschichten ausdenken, die ich selbst gern lesen oder im Kino sehen würde. Es ist genauso sehr eine von Disziplin und Last geprägte Erfahrung, wie ein merkwürdig rauschhafter Zustand, bei dem ich alles um mich herum vergessen kann. Ist ein Text fertig und halte ich ihn für gelungen, setzt das jede Menge Glückshormone frei, wird er trotzdem kritisiert, motiviert mich das immer sehr, es beim nächsten Mal besser zu machen. Alles in allem: Schreiben ist Charakterdünger.
Welche drei Bücher, die du gelesen hast, haben dir bisher am besten gefallen?
 
Eine stets schwierige Frage, weil ich sie wahrscheinlich etwa alle drei Jahre anders beantworte. Ich geb auch einfach mal nicht nur einzelne Bücher an.
1. Die Barock-Trilogie von Neil Stephenson
2. Die Solomon Kane-Anthologie von Robert E. Howard und
3. Die Malazan Book of the Fallen-Reihe von Steven Erikson, auf Deutsch Das Spiel der Götter
Welches war deine erste, professionell veröffentlichte Arbeit?
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Die Demonworld-Trilogie bei Heyne
Welches Buch oder welche Geschichte von dir würdest du mir zum Lesen empfehlen und warum?
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»Luckner« aus dem Episodenroman »Der Höllenzwang« vom Verlag Stein Medien, denn erstens hatte ich jede Menge Spaß beim Schreiben und zweitens trifft hier endlich ein waschechter Husar einen waschechten Teufel.
Unter welchen Umständen würdest du das Schreiben mit einem anderen Beruf oder Hobby tauschen?
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Wenn mich dieser andere Beruf sehr, sehr reich machen würde.
Welcher Autor hat dich am meisten beeinflusst?
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Robert E. Howard
In welchem anderen Genre würdest du dich gern aus-probieren?
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In einem Zeitgeist-Roman
Hörst du beim Schreiben Musik und wenn ja, welche?
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Wenn es eben geht, immer. Viel Blues und alten US-Folk, Soul, Funk, Rare Grooves, Jazz, Country, Cajun und ab und zu auch mal Hardrock.
Welche Story von dir könntest du dir auch als Film am besten vorstellen und wer sollte die Hauptrolle darin spielen?
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Mein neuestes Projekt: »Johnny Norwegen und der Schädel des Varus«. In den Hauptrolle könnte ich mir gut … (Dieser junge Darsteller, der den runtergekommenen BKA-Beamten in den Schimanski-Filmen gibt, und dessen Name mir nicht einfällt), Brad Pitt als dessen Vater und Sean Connery als dessen Großvater vorstellen.
Was inspiriert dich?
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Alles, was mich berührt.

Schreibblockaden gehören oft zum Alltag eines Autors. Wie gehst du damit um?
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Ich ignoriere sie und schreibe.
Welchen guten Rat hast du für junge Autoren/ Hobby-autoren?
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Disziplin
Lesungen gehören zur Tätigkeit des Autors. Wie bereitest du dich darauf vor und was bedeuten sie dir persönlich?
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Ich hab immer das Gefühl, dass ich mich nicht genug vorbereite, was ich auch tatsächlich nicht tue. Ich lese den zu lesenden Text ein oder zweimal laut vor, versuche auf Tempo, Aussprache und dramaturgisch wichtige Stellen zu achten. Im Großen und Ganzen vermeide ich über das Thema nachzudenken und zwinge mich dazu, es doch zu tun.
Wie recherchierst du für einen neuen Roman/ eine neue Story?
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Überall wo es nötig ist. Im Internet, ich lege mir Bücher zu, ich besuche Orte und studiere Menschen.

Woran arbeitest du derzeit? .

Am ersten, einer langen Reihe erfolgreicher »Johnny Norwegen«-Romane, die mich hoffentlich in einen unheimlich bekannten Autor verwandeln werden. Johnny, der eigentlich anders heißt, ist der letzte Spross einer Familie von Helden, die einst von Wodan aus Walhalla verbannt wurden, und nun in der niedersächsischen Tiefebene seine Interessen vertreten.

 

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