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Mehr über Torsten Scheib sowie eine Bibliografie über die zahlreichen Veröffentlichungen gibt es auf www.beepworld.de |
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Was bedeutet das Schreiben für dich? |
Generell: Das Ausleben der eigenen Kreativität und Imagination, in Verbindung, mich auch mit Dingen und Themen auseinandersetzen zu können, die mich verärgern oder besorgen. Unterschwellig finden sich gerade in einigen meiner Horrorerzählungen solche Motive. |
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Welche drei Bücher, die du gelesen hast, haben dir bisher am besten gefallen? |
Nur drei?!? Also schön, ich werde mein Bestes geben:
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Welches war deine erste, professionell veröffentlichte Arbeit? |
. | Das war 2003 in der vom inzwischen nicht mehr existierenden Lacrima-Verlag erschienenen Anthologie Avalon 1, mein Betrag war eine Story mit dem Titel Der Wald (ja, ich weiß – origineller Titel!), welche ausgerechnet Fantasy war; ein Genre, in das ich mich nur höchst selten vorwage! |
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Welches Buch oder welche Geschichte von dir würdest du mir zum Lesen empfehlen und warum? |
. | Vereinfacht würde ich sagen, alles, was ab 2008 von mir erschienen ist. Ich denke, ab diesem Zeitpunkt habe ich meinen eigenen Stil und meine ganz persönliche Stimme gefunden, indem ich mich nicht einfach nur an den (über-)großen Vorbildern orientiert, sondern auch den Mut hatte, etwas Eigenes zu erschaffen. |
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Unter welchen Umständen würdest du das Schreiben mit einem anderen Beruf oder Hobby tauschen? |
. | Mit einem anderen Hobby tauschen geht nicht. Ich habe alles schon probiert: Briefmarkensammeln ist zu öde, Sport wird eher passiv von mir betrieben und mein Gitarrenspiel reichte auch nie für eine Karriere. Was Ersteres betrifft: sofern die finanzielle Absicherung stimmen würde, warum nicht? Wieder so eine originelle Antwort, ich weiß, aber der schnöde Mammon ist nun mal der Klebstoff, der alles zusammenhält. Er mag zwar nicht glücklich machen, kann aber immens beruhigend sein. Außerdem verschafft er einem ein Dach über dem Kopf. Und im Freien schreiben ist ja besonders im Winter nicht so berauschend … Ohne geregeltes Einkommen wäre die Karriere als Fulltime-Autor für mich also definitiv ein No-Go. |
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Welcher Autor hat dich am meisten beeinflusst? |
. | Stephen King, keine Frage. Erst kam ich mit seinen Sachen gar nicht klar (okay, der Übergang von John Sinclair hin zu Feuerkind erwies sich dann doch schwieriger als erwartet …), dann probierte ich seine Kurzgeschichten und Bumm! war es um mich geschehen. Danach las ich seine Bücher nicht bloß, sondern habe sie förmlich gefressen (kleiner Tipp: die Seiten können manchmal etwas trocken sein, aber mit gutem Ketchup oder brauner Soße schmeckt’s ganz gut |
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In welchem anderen Genre würdest du dich gern aus-probieren? |
. | Nachdem die Heldin von ihrem Geliebten aufgespießt und gefressen wurde, musste ich zu meinem Bedauern feststellen, dass Liebeskisten einfach nicht meine Baustelle sind …;-) Aber ansonsten? Ich schreibe zwar hauptsächlich Horror, habe mich aber auch schon in der Science-Fiction, der Fantasy (Der Wald!) und beim Krimi versucht. Zu letzterem: mal einen Roman schreiben, dass würde mich sehr reizen. Allerdings nicht in glattgebügelter Form; vielmehr so ein knackiges Noir-Abenteuer: politisch unkorrekt, schmutzig, gemein und mit viel Action. Ferner lese ich mich gerade in den Steampunk ein. Faszinierend! Ob mal mehr draus wird, kann ich gegenwärtig jedoch (noch) nicht sagen. |
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Hörst du beim Schreiben Musik und wenn ja, welche? |
. | Ich kann unmöglich in der Stille schreiben; da werde ich kirre! Hauptsächlich höre ich dabei irgendwelche Sachen aus dem Rock- und Metalbereich oder Soundtracks. Just in diesem Moment dröhnt übrigens Hans Zimmers genialer Score zu Inception aus den Lautsprechern! |
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Welche Story von dir könntest du dir auch als Film am besten vorstellen und wer sollte die Hauptrolle darin spielen? |
. | Lustig – ich habe schon von einigen Leuten die Bescheinigung erhalten, dass ich sehr filmisch schreiben würde. Aber eine Story von mir verfilmen? Eher nicht. Obwohl – Götterdämmerung gäbe vielleicht was her, obwohl ich keinen blassen Schimmer habe, wer die Pro- und den Antagonisten verkörpern könnte. |
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Was inspiriert dich? |
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Achtung, jetzt wird’s wieder originell: So ziemlich alles. Bücher, Zeitungen und Zeitschriften, Filme, Serien, Dokumentationen, Musik, manchmal genügt sogar ein gemächlicher Spaziergang. Ideen gibt es praktisch überall, man muss nur was mit ihnen anfangen können. |
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Schreibblockaden gehören oft zum Alltag eines Autors. Wie gehst du damit um? |
. | Entweder wende ich mich dann etwas gänzlich anderem zu (beispielsweise einer Übersetzung) oder bekämpfe Feuer mit Feuer, soll heißen ich schreibe, um der Blockade entgegenzuwirken. Sehr oft erzielt man dadurch zwar nicht das bessere Resultat, aber zumindest in meinem Falle lenkt mich dies auf kurz oder lang wieder in richtige, manchmal sogar noch bessere Bahnen. |
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Welchen guten Rat hast du für junge Autoren/ Hobby-autoren? |
. | Beharrlichkeit und Originalität. Auch wenn es (nicht nur) anfangs schwer fällt, so sollte man eventuelle Negativkritiken nicht allzu persönlich nehmen. Außerdem: wenn eine Erzählung oder ein Roman veröffentlicht wird, dann kann er ja nicht so schlecht sein, oder? Fast noch wichtiger ist der zweite Punkt. Den x-ten Aufguss einer schmalzigen Vampirschnulze zu schreiben mag ja im Trend liegen und vielleicht auch Erfolg bringen – aber auf die Dauer? Das, was da heutzutage größtenteils in den großen Buchfilialen ausliegt und lobgepriesen wird, mag sich ja gut verkaufen, wird aber schon nach Beendigung des Lesens ein Opfer des Vergessens. Darum: Mutig sein und keine Angst haben! Was soll denn schon passieren, außer dass man eine Absage bekommt? Und wirklich gute Erzählungen werden sich auf kurz oder lang immer durchsetzen. |
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Lesungen gehören zur Tätigkeit des Autors. Wie bereitest du dich darauf vor und was bedeuten sie dir persönlich? |
. | Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich erst zwei Mal vor Publikum gelesen habe. Vorbereitet hatte ich mich im Grunde beide Male nicht, sondern bin einfach ins kalte Nass gesprungen. Wozu sich auch verstellen? Wenn ich nervös bin, bin ich nervös und wenn ich mit Kurpfälzer Dialekt vortrage, dann ist es eben so. Das wird nicht jedem gefallen, ist aber 100 Prozent authentisch. Oje – vor meinem geistigen Auge erscheint gerade ein Saal mit Reihen leerer Stühle, abgesehen von einer Person – und das bin ich … |
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Wie recherchierst du für einen neuen Roman/ eine neue Story? |
. | Viele meiner jüngsten Veröffentlichungen spielen praktisch vor meiner Haustür, insofern weiß ich also, wovon ich schreibe (auch wenn manche das Gegenteil behaupten |
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| Woran arbeitest du derzeit? | . | Zum einen an zwei Romanen, welche ich ins Deutsche übersetze, gefolgt von einem Roman mit, nennen wir es mal einer cineastischen Verbindung, sowie meiner ersten Geschichtensammlung. Ferner habe ich gerade den Aufruf zu einer Anthologie mit dem Namen Rock 'n' Roll Children gestartet, welche Horror und harte Musik miteinander kombinieren soll. Desweiteren werden demnächst diverse Erzählungen und Kurzgeschichten in mehreren Anthologien veröffentlicht werden. |
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