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15 neue Fragen an ...

... Oliver Fröhlich

15. März 2010


Er war es, welcher im Oktober 2006 mit der Idee, 15 Fragen an Autoren zu stellen, auf der Frankfurter Buchmesse desselben Jahres den Geisterspiegel überraschte. Sein Name ist Oliver Fröhlich, vielen besser bekannt unter seinem Nickname Olsen.
Zu diesem Zeitpunkt konnte noch keiner – auch er nicht – erahnen, dass wir im Jahr 2010 einmal ihm höchstpersönlich unsere 15 neuen Fragen stellen würden.
Aus einem Hobby heraus, seiner Mitarbeit an Fanzines sowie sein aktives Posting im Basteiforum ist es unter anderem zu verdanken, dass ihn Volker Krämer ins Boot der Zamorra-Autoren holte.

. Frage . Antwort
Was bedeutet das Schreiben für dich?
 
Schreiben bedeutet für mich, meine merkwürdigen Ideen und Geschichten nicht wieder vergessen zu müssen, sondern andere damit erfreuen zu dürfen. Schreiben bedeutet, neben der Arbeit plötzlich nur noch ganz wenig Zeit für anderes zu haben. Schreiben bedeutet viele einsame Stunden vor der Tastatur – gefüllt mit Selbstzweifeln, ob das, was man da gerade tut, gut genug ist. Schreiben bedeutet, selbst bei schönstem Wetter auch mal vor dem PC sitzen zu müssen. Schreiben bedeutet, es aber dennoch nicht sein lassen zu können.
Welche drei Bücher, die du gelesen hast, haben dir bisher am besten gefallen?
 
Hätte ich in meinem Leben nur vier Bücher gelesen, wäre das einfacher zu beantworten. Dann ließe ich das Schlechteste einfach weg. Es waren aber doch erheblich mehr. Großartig fand ich Stephen Kings »The Stand« (dicht gefolgt von »Es«). Ansonsten wären da noch zu nennen: »Kraft des Bösen« von Dan Simmons (auch sehr gut sind »Kinder der Nacht« und »Sommer der Nacht«) und Ken Folletts »Säulen der Erde«. Aber natürlich gibt es wesentlich mehr großartige Bücher.
Welches war deine erste, professionell veröffentlichte Arbeit?
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Das kommt darauf an, wie man »professionell« definiert. Die ersten von mir jemals gedruckten und veröffentlichten Texte waren drei Gedichte in »Spaß by Seite« vom Web-Site-Verlag – einer heiteren Poesie-Anthologie von Leselupe.de. Der erste gedruckte und veröffentlichte Text, für den ich auch ein Honorar bekommen habe, war Professor Zamorra Band 903 »Der Schattenkelch«.
Welches Buch oder welche Geschichte von dir würdest du mir zum Lesen empfehlen und warum?
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Zamorra Hardcover 32 »Der Schattenfresser«, weil man das auch ohne Serienzusammenhänge gut lesen kann. Oder nein, doch lieber Zamorra 906 »Das Vermächtnis der Hexe«, weil das am märchenhaftesten ist. Ach, vielleicht doch lieber Zamorra 924 »Der Herr der Nebelberge«, weil der dich mit einem Fantasyeinschlag erfreuen könnte. Oder doch lieber Dorian Hunter 25.1.? Ach, weißt du was? Lies doch einfach alle!
Unter welchen Umständen würdest du das Schreiben mit einem anderen Beruf oder Hobby tauschen?
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Es hat lange Jahre gedauert, bis ich es endlich machen durfte. Da mach ich mir doch jetzt keine Gedanken darüber, unter welchen Umständen ich es wieder aufgeben würde! Na ja, vermutlich dann, wenn ich aus irgendwelchen Gründen den Spaß daran verlieren würde.
Welcher Autor hat dich am meisten beeinflusst?
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Beeinflusst? Ich weiß nicht, ob man das so nennen kann, aber am Anfang orientiert man sich natürlich an Autoren, die man besonders gerne liest, und versucht sich ein paar Tricks bei ihnen abzuschauen, bis man seinen eigenen Stil gefunden hat. Das wäre dann bei mir wohl Stephen King. Ich könnte es natürlich auch so beantworten: Volker Krämer. Denn dadurch, dass er mich zu Zamorra geholt hat, hat er mich auch gleich am meisten beeinflusst.
In welchem anderen Genre würdest du dich gern aus-probieren?
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Ich fühle mich in der Fantastik eigentlich sehr wohl und würde im Augenblick gar nichts anderes versuchen wollen.
Hörst du beim Schreiben Musik und wenn ja, welche?
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Im Normalfall schon und dann kreuz und quer, was das Archiv hergibt, vorwiegend aber Rockmusik. Was aber gar nicht geht, sind Songs mit deutschem Text – da hör ich dann nämlich immer zu, was die da so singen, und kann mich nicht mehr aufs Tippen konzentrieren.
Welche Story von dir könntest du dir auch als Film am besten vorstellen und wer sollte die Hauptrolle darin spielen?
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»Der Herr der Nebelberge« könnte vom Setting her recht interessant sein. Die Rollen besetzen sollen dann aber lieber die Leute, die mehr davon verstehen.
Was inspiriert dich?
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Das ist unterschiedlich. Die meisten Ideen kommen mir, wenn ich selbst lese und eigentlich gerade gar nicht an eigene Geschichten denke. Dann kommt mir ein Satz oder ein Begriff vor die Augen, die irgendein Bild in mir entstehen lassen. Meistens kritzle ich mir dann ein paar Stichpunkte auf einen Zettel, dass der Gedanke nicht verloren geht.

Schreibblockaden gehören oft zum Alltag eines Autors. Wie gehst du damit um?
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Ist mir bisher noch nie passiert. Toi, toi, toi! Sicherlich gibt es Tage, an denen die Wörter nicht so fließen wie an anderen. Aber bisher gleicht sich das immer irgendwie aus.
Welchen guten Rat hast du für junge Autoren/ Hobby-autoren?
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Geduld haben, nicht aufgeben, dabei aber nicht verkrampfen. Und ansonsten: Schreiben, schreiben, schreiben! Nur so wird man besser.
Lesungen gehören zur Tätigkeit des Autors. Wie bereitest du dich darauf vor und was bedeuten sie dir persönlich?
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Schon in der Schule war ich nie ein sehr begnadeter Vorleser. Das liegt wohl daran, dass meine Augen schneller unterwegs sind als mein Mund – und ich die Kerle einfach nicht bremsen kann. Bisher bin ich noch nie in die Verlegenheit einer Lesung gekommen, wenn es aber mal passieren sollte, müsste ich wohl tüchtig vorher üben! Vor allem müsste ich meinen Augen angewöhnen, etwas langsamer zu werden, und meinem Mund müsste ich abgewöhnen, die Augen einholen zu wollen.
Wie recherchierst du für einen neuen Roman/ eine neue Story?
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Das kommt auf den Roman an. Für die Erbfolger-Story bei Professor Zamorra oder die Mars-Story bei Maddrax habe ich viele, viele alte Romane noch einmal gelesen, die sich mit diesen Themen befassen. Bei Sachfragen ist natürlich das Internet der erste »Ansprechpartner«. Ein wirklicher Segen für Recherchen.
Woran arbeitest du derzeit? .
Derzeit schreibe ich an Professor Zamorra 938 »Rabenherz«. Danach geht’s an Dorian Hunter 27.1., an dem ich dann sitzen dürfte, wenn meine Antworten auf die 15 Fragen erscheinen.

 

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