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15 neue Fragen an ...

... Michael Peinkofer

1. Dezember 2010


Michael Peinkofer, 1969 geboren, studierte Germanistik, Geschichte und Kommunikationswissenschaften und arbeitete als Redakteur bei der Filmzeitschrift »Moviestar«. Mit seinen Bestsellern um die »Orks« avancierte er zu einem der erfolgreichsten Fantasy-Autoren Deutschlands. Seine dreibändige Serie um »Die Zauberer« führt alle Ork-Fans zu den Anfängen von Erdwelt.
Weiteres zum Autor: www.michael-peinkofer.de

. Frage . Antwort
Was bedeutet das Schreiben für dich?
 
In kreativer Hinsicht: die Freiheit, mir Figuren, Handlungen und (in der Fantasy) sogar ganze Welten ausdenken zu können und andere Menschen damit zu unterhalten. In beruflicher Hinsicht: den Beruf gefunden zu haben, der mir Freude bereitet und den ich immer machen wollte.
Welche drei Bücher, die du gelesen hast, haben dir bisher am besten gefallen?
 
Uuuh, schwierig … Ich nenne euch die drei, die wohl irgendwie dran schuld sind, dass ich diesen Beruf gewählt habe: »Der Herr der Ringe«, »Der Wüstenplanet« und »Die Schatzinsel«.
Welches war deine erste, professionell veröffentlichte Arbeit?
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Ab den frühen 90er Jahren habe ich für Bastei viele Heftromane unter Pseudonym geschrieben, die meisten aus den Genres Krimi, SF und Fantasy. Der erste Roman, der unter meinem eigenen Namen erschien, war 2004 »Die Bruderschaft der Runen« (Lübbe).
Welches Buch oder welche Geschichte von dir würdest du mir zum Lesen empfehlen und warum?
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»Die Erben der schwarzen Flagge« – meinen zweiten historischen Roman, der in der Karibik des 17. Jahrhunderts spielt und ein lupenreines Piratenabenteuer ist. Fand damals leider nicht so viel Beachtung, aber ist bis heute eines meiner Lieblingsprojekte.
Unter welchen Umständen würdest du das Schreiben mit einem anderen Beruf oder Hobby tauschen?
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Wenn ich eine Tätigkeit finden würde, in deren Rahmen sich mein Verständnis von Kreativität und Unterhaltung noch besser realisieren lässt – und das ist nicht wahrscheinlich
Welcher Autor hat dich am meisten beeinflusst?
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Auf die Fantasy bezogen, muss die Antwort wohl Tolkien lauten. Ansonsten würde ich sagen, dass es Karl May gewesen ist – diese Kreativität, diese Vorstellungskraft, diese Gabe, den Leser zu fesseln, das alles verdient Bewunderung.
In welchem anderen Genre würdest du dich gern aus-probieren?
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Im Kinderbuch – das ist bereits in Arbeit …
Hörst du beim Schreiben Musik und wenn ja, welche?
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Sehr gerne und häufig, allerdings nur sehr selten Gesungenes (lenkt zu sehr vom Schreiben ab), sondern meist Orchestermusik und bevorzugt orchestrale Scores aus Filmen. Je nach Genre oder Stimmung steht mir da ein ganzes Archiv zur Verfügung, da ich seit rund 30 Jahren Soundtracks sammle.
Welche Story von dir könntest du dir auch als Film am besten vorstellen und wer sollte die Hauptrolle darin spielen?
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»Die Zauberer« würden fraglos einen bombastischen Film abgeben – mal vorausgesetzt, das Budget würde stimmen, und die Tricks kommen von ILM Nein, ernsthaft, natürlich ist es wichtig, wie ein Buch umgesetzt wird und ob die Verfilmung handwerklich in Ordnung ist. Die Rolle des Granock müsste jemand wie der junge Ewan McGregor spielen – kein Schönling, sondern ein echter Typ.
Was inspiriert dich?
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Inspiration kann förmlich überall zu finden sein – zu Hause, auf Reisen, bei einem Gespräch, im Kino, beim Essen, während eines Songs im Radio … alles schon dagewesen. Wichtig ist, dass man die Ideen, die man dabei hat und die sehr spontan sind, nicht gleich wieder aus dem Auge verliert.
Schreibblockaden gehören oft zum Alltag eines Autors. Wie gehst du damit um?
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Da ich ein eher handwerklich arbeitender Autor bin, der seine Geschichten sorgfältig plottet, versuche ich, dieses Risiko zu minimieren. Aber natürlich gibt es immer Tage, an denen es nicht ganz so aus der Feder fließt. Das ist okay.
Welchen guten Rat hast du für junge Autoren/ Hobby-autoren?
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Wenn sie eines Tages veröffentlich werden oder ihr Geld mit dem Verfassen von Romanen verdienen wollen, rate ich ihnen, ganz fest an sich zu glauben – und zugleich offen für Kritik zu sein. Das klingt nach einem Widerspruch, ist es aber nicht. Denn nur, wer an sein Talent glaubt, jedoch auch bereit ist, an sich zu arbeiten und sich beständig zu verbessern, hat eine Chance.
Lesungen gehören zur Tätigkeit des Autors. Wie bereitest du dich darauf vor und was bedeuten sie dir persönlich?
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Lesungen bedeuten vor allem den direkten Kontakt mit dem Leser, den man als Autor sonst ja nicht hat, weil man meist im stillen Kämmerchen arbeitet. Dank Facebook ist es nicht mehr ganz so still wie früher (ich habe dort eine Seite, über die ich mit meinen Lesern in Verbindung bleibe), aber es geht doch nichts über ein persönliches Treffen und direktes Feedback.
Wie recherchierst du für einen neuen Roman/ eine neue Story?
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Das ist ganz unterschiedlich – für einen Fantasyroman muss ich natürlich in meinen eigenen Aufzeichnungen recherchieren, denn die betreffende Welt mit ihrer Geschichte, ihren Wesen und ihren Gesetzmäßigkeiten habe ich ja selbst entworfen. Bei historischen Romanen wird es schon ein bisschen komplizierter – da ist neben dem Wälzen von Sekundärliteratur oft auch das Studium alter Quellen und die Recherche vor Ort angesagt.
Woran arbeitest du derzeit? .
An einem historischen Roman, der im nächsten Jahr bei Lübbe erscheinen wird. Danach folgt bei Piper eine ganz neue Fantasywelt aus meiner Feder.

 

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