| Sie sind hier: Startseite - Background - 15 Fragen - 15 neue Fragen an Marc A. Herren | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Bereits als Jugendlicher liest er mit großer Begeisterung die Science-Fiction-Serie PERRY RHODAN. An den Weltraum-Abenteuern interessieren ihn vor allem »die kosmische Dimension und die faszinierenden Charaktere«. Herren besucht die Wirtschaftsmittelschule, später die Höhere Fachschule für Wirtschaft; er ist seitdem diplomierter »Betriebswirtschafter HF«. Zwischendurch leistet er seinen Militärdienst und hält sich im Ausland auf. Jahrelang arbeitet Herren für eine große Schweizer Bank, bei der er in der Funktion eines Teamleiters im Bereich E-Banking tätig ist. Seine »kreativen Gelüste« entführen ihn im Sommer 2000 nach Hollywood an die New York Film Academy. Die gewonnene Greencard schlägt er allerdings aus und kehrt zurück in »die gute alte Schweiz«, wo er an seiner »bürgerlichen Karriere« arbeitet. Parallel dazu verfasst der junge Autor eigene Kurzgeschichten und nimmt an Schreibwerkstätten teil, bei denen er Kontakte knüpft. In der Folge schreibt er Romane für die Amateur-Serie »Thydery«, die moderne Science-Fiction-Ideen mit einer groß angelegten Hintergrund-Geschichte verbindet. Mehr über den Autor auf seiner Homepage: www.marcaherren.ch |
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Was bedeutet das Schreiben für dich? |
Schreiben bedeutet für mich das Ausleben meiner Kreativität. Mein Hirn ruht nie, immerzu rotieren Geschichten, Szenen oder Teile davon durch seine Windungen. Das Schreiben gibt mir die Möglichkeit, daraus vollständige Geschichten zu machen, die gelesen und nacherlebt werden. Das ist wunderbar. |
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Welche drei Bücher, die du gelesen hast, haben dir bisher am besten gefallen? |
Das letzte Werk, das ich genossen habe, war Stieg Larssons »Verblendung«. Sehr beeindruckend waren Dan Simmons Hyperion-Reihe und Schätzings »Der Schwarm«. |
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Welches war deine erste, professionell veröffentlichte Arbeit? |
. | Das war der Heftroman »Lazarus Tod« (ohne Apostroph!) aus der Reihe PERRY RHODAN-Action. |
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Welches Buch oder welche Geschichte von dir würdest du mir zum Lesen empfehlen und warum? |
. | Mein eigener Lieblingsroman ist immer der, an dem ich schreibe. Daher bin ich ein wenig … Innerhalb der PERRY RHODAN-Serie würde ich die Romane um den Maskenträger Alaska Saedelaere empfehlen (2539, 2558/2559). Die haben mir nicht nur beim Schreiben unheimlich Spaß bereitet, sie kamen auch bei den Lesern erfreulich gut an. Neben den e-books kann ich da vor allem die toll gelesenen Hörbücher empfehlen. Als Einzelroman empfehle ich den 9. Band der Reihe SunQuest, den ich zusammen mit der Autorin Verena Themsen geschrieben habe. Im ersten Teil begleite ich einen einsamen Jungen, der eine spezielle Fähigkeit besitzt: Er sieht die jeweils letzten paar Sekunden im Leben jedes Wesens, das er berührt. Seine Welt wird aus den Angeln gehoben, als er sich in einer solchen Vision auftauchen sieht. Als Mörder … |
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Unter welchen Umständen würdest du das Schreiben mit einem anderen Beruf oder Hobby tauschen? |
. | Ich bin vielseitig interessiert. Ursprünglich habe ich eine höhere Ausbildung als Betriebswirtschafter absolviert und bin PADI DiveMaster. Daneben habe ich in Los Angeles einen Filmemacher-Workshop absolviert. Wie es aussieht, werde ich immer einen gewissen Mix aus all diesen Tätigkeiten leben, damit mein Leben interessant und abwechslungsreich bleibt. Das ist der Plan und ich hoffe, dass ich daran festhalten kann. |
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Welcher Autor hat dich am meisten beeinflusst? |
. | Uh, schwierig zu beantworten. Robert Feldhoff hat in mir die Faszination erweckt, sich auf fremde, exotische Charaktere einzulassen und spannende Geschichten aus ihrer Sicht zu erleben. Als Schriftsteller am meisten beeinflusst wurde ich dann aber von den Rückmeldungen aus der Redaktion und von meinen Testlesern. |
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In welchem anderen Genre würdest du dich gern aus-probieren? |
. | Bisher bin ich ja vor allem in der Science-Fiction daheim. Unter meinen eigenen Projekten befinden sich neben einem Film-Drehbuch für eine Komödie auch ein Entwicklungsroman und ein Kinderbuch. Alle diese Geschichten spielen in der heutigen Zeit. |
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Hörst du beim Schreiben Musik und wenn ja, welche? |
. | Da ich häufig an öffentlichen Plätzen – vor allem in der Bahn – arbeite, benötige ich die Musik, um mich abzukapseln. Ich lasse mich aber auch zuhause im stillen Kämmerlein häufig berieseln. In 90 % der Fälle ist es Filmmusik. Derzeit läuft häufig der Soundtrack zum Battlestar Galactica-Prequel »Caprica«. |
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Welche Story von dir könntest du dir auch als Film am besten vorstellen und wer sollte die Hauptrolle darin spielen? |
. | Siehe meine Antwort zu Frage 4. Weder für Alaska noch für Serjaff, meine Hauptfigur aus SunQuest 9, würde ein prominenter Schauspieler benötigt; sie tragen beide ihre »Masken«. |
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Was inspiriert dich? |
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Hm. Es gibt nichts, was mich nicht inspirieren könnte. Je entspannter ich bin, desto einfacher geht's. Viele Ideen kommen mir denn auch beim Duschen oder während einer gemütlichen Zugfahrt. |
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Schreibblockaden gehören oft zum Alltag eines Autors. Wie gehst du damit um? |
. | Ehrlich gesagt kenne ich keine Schreibblockaden. Ich öffne den Laptopdeckel, lege die Finger auf die Tasten und lege los. Der wichtigste Teil des Schreibens ist die Vorbereitung; die sorgfältige Ausarbeitung des Exposes. Da sprudeln bei mir meist die Ideen. Steht das Expo einmal, kann ich eigentlich fast an jedem beliebigen Teil meines Romans einsteigen und schreiben. Falls es mal vorkommen sollte, dass ich irgendwo anstehe, schreibe ich einfach an einer anderen Stelle weiter. Was ich aber leider sehr wohl kenne, sind Motivationsprobleme. Nach langen Arbeitstagen ist es manchmal gar nicht so einfach, alleine irgendwo zu sitzen und den Deckel aufzuklappen. Es gibt so viele schöne Alternativen zum Schreiben, so viele nette Menschen in meinem Umfeld … Da heißt es dann den inneren Schweinehund herausfordern – und schlussendlich das zu machen, was für Körper, Geist und Abgabetermin jeweils gerade am wichtigsten ist. |
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Welchen guten Rat hast du für junge Autoren/ Hobby-autoren? |
. | Es so zu machen wie ich: Besucht so viele Schreibseminare wie möglich. Lernt die Regeln, treibt euch Anfängerfehler aus. Schreibt! Holt Rat von Profis. Schreibt! Verbessert euch laufend. Schreibt! Denn Schreiben ist in erster Linie Handwerk – und das lernt man nun einmal durch die (tägliche?) Übung. Ich halte mich da an den amerikanischen Journalisten und Autor Malcolm Gladwell, der sagt, dass man nicht unbedingt ein Genie sein muss, um es in einer Disziplin zur Meisterhaftigkeit zu bringen. IQ, Glück und die allgemeine Lebenssituation sind weit weniger entscheidend auf dem Weg zum Weltstar als der Fleiß! Dort ist die Messlinie aber ziemlich hoch angebracht: Mindestens 10.000 Stunden brauchten die Beatles, Mozart und Roger Federer, um an ihren Fähigkeiten so weit zu feilen, bis sie von uns Normalsterblichen als Überflieger angesehen wurden. Der junge Fast-Erfolgsautor, der 200 Stunden an seinem Manuskript gesessen hat, sollte sich diese Zahl nochmals vergegenwärtigen, falls er der Meinung ist, er hätte jetzt ausgelernt und sein Werk die maximale Brillanz erreicht. Ich persönlich habe nun etwa 2000 Stunden geschrieben; mir fehlt also noch einiges bis zu der magischen 10.000. |
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Lesungen gehören zur Tätigkeit des Autors. Wie bereitest du dich darauf vor und was bedeuten sie dir persönlich? |
. | Ich habe bisher erst zwei Lesungen gehalten. Beide Male habe ich ein kleines Happening daraus gemacht: Models haben was fürs Auge geboten, alkoholische Getränke für zusätzliche Stimmung gesorgt und ein gemeinsames Geschichtenerfinden hat zur Erkenntnis geführt, dass buchstäblich jede und jeder kreativ sein kann. Und gelesen habe ich auch noch … |
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Wie recherchierst du für einen neuen Roman/ eine neue Story? |
. | Kürzlich war ich zwei Wochen auf den Kanaren, um für mein historisch-phantastisches Projekt ATLAN-X: Tamaran-Zyklus, zu recherchieren. Das war natürlich wunderbar. Normalerweise beschränke ich mich allerdings auf Internetrecherche. Bei PERRY RHODAN lese ich Expos, Datenblätter und viele der früheren Romane. Zudem erfreue ich mich an den fleißigen Fans, die jeden Tag dazu beitragen, dass die Perrypedia prall und praller wird. |
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| Woran arbeitest du derzeit? | . | Am Exposé zum dritten Band von ATLAN-X: Tamaran-Zyklus. Hans Kneifel hat den ersten Band verfasst, Christian Montillon den zweiten und den dritten werde ich dann gemeinsam mit einem guten Freund schreiben. Gleichzeitig bereite ich mich geistig auf die nächsten beiden PERRY RHODAN-Romane vor, bei denen ich wiederum den Maskenträger Alaska Saedelaere auf seiner kosmischen Quest begleiten werde. Alles in allem sehr viel Arbeit – und unglaublich viel Spaß! |
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