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15 neue Fragen an ...

... Horst Eckert

15. August 2010


Horst Eckert studierte Politische Wissenschaften in Erlangen und Berlin. Er war in Köln und Düsseldorf als Fernsehjournalist u. a. für den WDR und VOX tätig. 1995 erschien sein erster Kriminalroman Annas Erbe. Heute lebt Horst Eckert als freier Autor in Düsseldorf. Er gilt als »der wichtigste Vertreter des hartgesottenen Kriminalromans in Deutschland« (Ulrich Noller, WDR). Seine Romane erscheinen im Grafit Verlag. Der »Deutschlandfunk« bezeichnet sie als »im besten Sinne komplexe Polizeithriller, die man nicht nur als spannenden Kriminalstoff lesen kann, sondern auch als einen Kommentar zur Zeit«.
Für Aufgeputscht erhielt er 1998 den Marlowe-Preis, für Die Zwillingsfalle 2001 den Friedrich-Glauser-Preis der »Autorengruppe deutschsprachige Kriminalliteratur« - Das Syndikat, zu dem er noch weitere Male nominiert wurde. Einige seiner Romane wurden ins Französische, Niederländische und Tschechische übersetzt. Seinen jüngsten Roman Sprengkraft bezeichnete die Westfalenpost als »ein furios komponiertes Stück Gegenwartsliteratur«.
Horst Eckert ist Mitglied des Köln-Düsseldorfer Kriminalkomitees.

Mehr über den Autor findet man auf seiner Homepage www.horsteckert.de

. Frage . Antwort
Was bedeutet das Schreiben für dich?
 
Es ist der schönste Beruf, den ich mir (für mich) vorstellen kann.
Welche drei Bücher, die du gelesen hast, haben dir bisher am besten gefallen?
 
»Die schwarze Dahlie« von James Ellroy, »Geht in Ordnung, sowieso, genau« von Eckhard Henscheid und »Der Mann mit der Ledertasche« von Charles Bukowski - geprägt, nicht nur gefallen.
Welches war deine erste, professionell veröffentlichte Arbeit?
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Mein Debütroman »Annas Erbe«, der 1995 erschienen ist.
Welches Buch oder welche Geschichte von dir würdest du mir zum Lesen empfehlen und warum?
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Meinen jüngsten Roman »Sprengkraft«, den ich für meinen gelungensten halte, und der ein wichtiges politisches Thema behandelt.
Unter welchen Umständen würdest du das Schreiben mit einem anderen Beruf oder Hobby tauschen?
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Ich hoffe, beides trifft niemals ein: Wenn mir nichts mehr einfiele oder keiner mehr meine Bücher kaufen wollte.
Welcher Autor hat dich am meisten beeinflusst?
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Ellroy hat meine Leidenschaft für Kriminalliteratur geweckt. Zum Schreiben haben mich aber mittelmäßige Autoren gebracht, als ich mich nämlich bei drei Romanen in Folge ständig gefragt habe, wie ich es (besser) formulieren würde. Die Konsequenz war, selbst einen Roman zu verfassen ...
In welchem anderen Genre würdest du dich gern aus-probieren?
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Ich halte Kriminalliteratur für das beste aller Genres. Wenn ein Krimi gut gemacht ist, geht es darin nicht nur um die Suche nach dem Mörder, sondern er führt uns die Abgründe vor, die in unserer Gesellschaft und in uns selbst lauern - spannend, intelligent und vielleicht sogar politisch.
Hörst du beim Schreiben Musik und wenn ja, welche?
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Selten. Wenn dann nur instrumentale Musik, Jazz oder Klassik.
Welche Story von dir könntest du dir auch als Film am besten vorstellen und wer sollte die Hauptrolle darin spielen?
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Ich habe »Annas Erbe« und »Der Absprung« auch in einer Drehbuchversion geschrieben, weil es die Stoffe sind, die am geradlinigsten erzählt sind. Die Besetzung der Rollen ist Sache desjenigen, der die Filmrechte kauft. Da mische ich mich nicht ein.
Was inspiriert dich?
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Alles.
Schreibblockaden gehören oft zum Alltag eines Autors. Wie gehst du damit um?
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Ich drucke aus, was ich bisher geschrieben habe, feile an der Sprache und versuche, mich besser in meine Figuren hineinzufühlen.
Welchen guten Rat hast du für junge Autoren/ Hobby-autoren?
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Stelle deine Hauptfigur vor Hürden und lasse sie aktiv werden, die Hürden zu überwinden. Und lass deine Figuren stets glaubwürdig handeln.
Lesungen gehören zur Tätigkeit des Autors. Wie bereitest du dich darauf vor und was bedeuten sie dir persönlich?
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Vorbereitung? Ich ziehe einen Anzug an und nehme mein Buch mit. Lesungen bedeuten Kontakt mit dem Publikum, direktes Feedback. Wichtig ist mir der Respekt vor dem Publikum, also ein möglichst packender Vortrag. Und schließlich bedeutet es natürlich Honorar - der Künstler lebt nicht nur vom Applaus.
Wie recherchierst du für einen neuen Roman/ eine neue Story?
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Auf jede mögliche und nötige Art. Vom Internet bis hin zum Begleiten von Polizisten im Arbeitsalltag.
Woran arbeitest du derzeit? .
An meinem elften Roman, der alles in den Schatten stellen wird. Zumindest arbeite ich daran.

 

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