Sie sind hier: Startseite - Background - 15 Fragen - 15 neue Fragen an Gerd Scherm


15 neue Fragen an ...

... Gerd Scherm

1. September 2010


Gerd Scherm wurde 1950 in Fürth geboren. Neben seiner Tätigkeit als Schriftsteller arbeitet er als Ausstellungsorganisator und Kommunikationsdesigner, außerdem forscht er auf den Gebieten der Mythologie und Mythenbildung. Sowohl für sein literarisches wie auch für sein kulturelles Schaffen wurde er bereits mehrfach ausgezeichnet. »Der Nomadengott« ist sein erster Fantasy-Roman. Gerd Scherm lebt mit seiner Frau und vielen Tieren auf einem Gehöft im Naturpark Frankenhöhe. (Quelle: www.randomhouse.de )

Mehr über Gerd Scherm unter www.scherm.de

. Frage . Antwort
Was bedeutet das Schreiben für dich?
 
Immens viel, es ist meine Haupttätigkeit, die sehr viel meines Lebens ausmacht.
Welche drei Bücher, die du gelesen hast, haben dir bisher am besten gefallen?
 
»Huckleberry Finn« von Mark Twain; »Der schwedische Reiter« von Leo Perutz; »Sämtliche Erzählungen« von Jorge Luis Borges.
Welches war deine erste, professionell veröffentlichte Arbeit?
.
Ein experimenteller Text mit dem Titel »112 Überlegungen in verschiedenen Räumen« 1970.
Welches Buch oder welche Geschichte von dir würdest du mir zum Lesen empfehlen und warum?
.
Zum Kennenlernen meinen Erzählband »Hoffen kostet nichts«, in dem ich über meine Kindheit und Jugend in den 1950er und 60er Jahren schreibe. Man kann über einen Menschen viel erfahren, wenn man seine Geschichte kennt. Außerdem sind in diesen Geschichten schon meine lapidare Erzählweise und sehr viel Ironie angelegt.
Unter welchen Umständen würdest du das Schreiben mit einem anderen Beruf oder Hobby tauschen?
.
Geld? Spaß beiseite, es passt für mich optimal so, wie es ist.
Welcher Autor hat dich am meisten beeinflusst?
.
Da möchte ich niemanden hervorheben und als Ausrede gebrauchen.
In welchem anderen Genre würdest du dich gern aus-probieren?
.
Es bleibt kaum noch eine literarische Gattung, die ich noch nicht beackert habe – Lyrik, Erzählungen, Essays, Romane, Satiren, Dramen, Hörspiele, Libretti, Songtexte … Als Genre würde es mich reizen, einmal Science Fiction zu schreiben.
Hörst du beim Schreiben Musik und wenn ja, welche?
.
Selten und wenn, dann eher herbe Singer-Songwriter wie Bob Dylan, Leonhard Cohen, Neil Young, Van Morrison und Gruppen wie Jefferson Airplane, Doors, Pink Floyd, die alten Genesis-Alben …
Welche Story von dir könntest du dir auch als Film am besten vorstellen und wer sollte die Hauptrolle darin spielen?
.
»Der Nomadengott« und auch seine Fortsetzungen »Die Irrfahrer« und »Die Weltenbaumler«. In der Hauptrolle ein unbekannter schmächtiger, aber netter Schauspieler, der noch nie ein Fitness-Studio von innen gesehen hat.
Was inspiriert dich?
.
Das Leben. Wirklich! Alles was mir begegnet, was ich sehe, höre, lese, erlebe. Das Schräge, das Angenehme, das Skurrile, das Schöne, die Menschen. Aber auch meine lebensbedrohlichen Krankheiten haben mich inspiriert, mir meiner Meinung nach mehr Tiefe gegeben.
Schreibblockaden gehören oft zum Alltag eines Autors. Wie gehst du damit um?
.
Schreibblockaden kenne ich nicht. Höchstens, dass ich mal keine Lust zu arbeiten habe, dann lese ich.
Welchen guten Rat hast du für junge Autoren/ Hobby-autoren?
.
Lesen, lesen, lesen, dann schreiben und auf jeden Fall mit anderen darüber reden. Und wieder von vorn anfangen. Jedes Mal.
Lesungen gehören zur Tätigkeit des Autors. Wie bereitest du dich darauf vor und was bedeuten sie dir persönlich?
.
Lesungen sind mir enorm wichtig und ich bereite mich jedes Mal intensiv darauf vor. Wobei ich großen Wert darauf lege, das Publikum auf die jeweiligen Texte hinzuführen und mitzunehmen in meine Welt. Ich verstehe mich da eher als ein Märchenerzähler am Lagerfeuer. Textreproduktionen vom Fließbandblatt à la Klagenfurt sind mir ein Gräuel.
Wie recherchierst du für einen neuen Roman/ eine neue Story?
.
Sehr intensiv im Web und in der Realität. Ich habe mich in Bibliotheken und Archiven den Milben ausgesetzt, mich von Bauernhöfen verjagen lassen und eifersüchtigen Heimatpflegern getrotzt.
Woran arbeitest du derzeit? .
An »Die dunkle Mühle«, einem Episodenroman über eine deutsche Familie im Zeitraum von 1858 bis 1939. Ganz nah an den realen Figuren, sehr wenig Fiktion, aber mit interessanten historischen Entdeckungen. Das Projekt ist literarisch ambitioniert und unterhaltsam zugleich.

 

© by 2010
nach oben Zurück Optimiert für 1024x768 Pixel
im IE & Mozilla Firefox