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15 Fragen an...

...Volker Krämer

15. Oktober 2007

Mit Band 735 - ‘Tod in der Blauen Stadt’ - holte Werner Kurt Giesa ihn als Gastautor in das 'Zamorra'-Autorenteam. Wie so oft im Leben kam aber alles anders als geplant. Aus dem einmaligen Auftritt wurde mehr.
Inzwischen hat er mehr als 20 Romanhefte für die Serie geschrieben, zusätzlich für die Hardcoverausgabe der 'Professor Zamorra'-Reihe im Zaubermond-Verlag drei eigene Bücher plus zwei weitere im Team mit Werner Kurt Giesa.

Quelle: www.bastei.de

Mit welchen drei Adjektiven würdest du deinen Beruf beschreiben?
Traumhaft.
Tränenreich.
Teuflisch ...
Welchen Roman eines anderen Autors hättest du gerne geschrieben?

Wenn Du mich das vor ... sagen wir ... 10 Jahren gefragt hättest,
wäre die Antwort nicht schwer gewesen, doch wenn man selbst schreibt, wird man zum „miesen Leser“ – man sieht Dinge, die man früher überlesen hätte, die man verzeihen konnte ... über die man sich heute ärgert und aufregt.
Aber ich sage mal einfach: „Die Brautprinzessin“ von William Goldman. Da ist ALLES drin, was ich immer geliebt habe.

Was war der bisher größte Fehler deiner Karriere?
Ich begehe sicher täglich neue. Wenn ich STAR GATE – die Romanheftserie aus „meinem“ MERKUR-Verlag – mit einbeziehen kann, dann sicher der: Ich habe mir die Namensrechte damals nicht gesichert. Aber – was soll’s? Ist vorbei.
Meinen nächsten großen Fehler plane ich schon ... wenn ich nur wüsste, was das exakt sein wird ...
Welche drei deiner Werke sollte ich unbedingt auf eine einsame Insel mitnehmen?
Immer die, die ich noch nicht geschrieben habe. Aber ich höre immer – Professor Zamorra-Hardcover Buch 8 „Dhyarra-Jäger“ kam bei den Lesern besonders gut an.
Wo siehst du dich beruflich in zehn Jahren?
Sag DU mir lieber, wo ich in 10 Jahren sein werde! Ich bin kein junger Knabe mehr ... hust ... zudem konnte ich noch nie in meinem Leben planen, wie meine berufliche Zukunft aussieht. Das kam immer alles ganz, ganz anders. Ich hoffe jedoch, dass ich dann noch schreiben darf.
Welches Buch hast du zuletzt privat gelesen? Wie hat es dir gefallen?
„DÄMON“ – von Matthew Delaney – natürlich von BASTEI
Wie es mir gefallen hat? Ich bin ehrlich – mach aus den 760 Seiten knappe 300, dann wäre es ein großartiger Roman geworden. Also – zu langatmig, zu aufgebläht. Die Thematik ist sicher klasse, der Autor nicht minder ... trotzdem ...
Welche CD hast du zuletzt gekauft? Wie gefällt sie dir?
MY CHEMICAL ROMANCE – das Album „The Black Parade“
Das ist nach meinem Geschmack – eine Mischung aus Punk ... allem Möglichen ... bis hin zum Prog-Rock.
Sehr zu empfehlen.
Du gewinnst 20 Millionen Euro im Lotto. Würdest du weiterschreiben? Warum bzw. warum nicht?
Warum sollte ich dann nicht weiterschreiben?
Ich kann doch überhaupt nicht mehr ohne ...
Meine Tastatur wäre dann vielleicht aus Gold, aber sonst würde sich da nichts ändern.
Welches sind deiner Meinung nach die drei schlimmsten Fehler, die ein Anfänger beim Schreiben macht?
Der Glaube, unglaublich, einzigartig und unschlagbar gut zu sein.

Der Widerwille sich von Redakteur und Lektor helfen zu lassen – die wollen einem nichts Böses ... zumindest hoffe ich das immer ...

Fehlende Disziplin (das muss gerade ich sagen ... pah ... )

Welches sind deiner Meinung nach die drei schlimmsten Fehler, die ein Anfänger im Umgang mit Verlagen macht?
Mangelnde Hartnäckigkeit. (nicht zu verwechseln mit nervender Penetranz!)
Mangelndes Selbstvertrauen.
Fehlende Bereitschaft, an sich zu arbeiten, wenn wieder eine Absage kommt.

Aber das kann man so allgemein auch sicher nicht beantworten. Viele Autoren hatten großartige Ideen in der Schublade, die immer und immer wieder abgelehnt wurden – und werden! Sicher kann man kapitale Fehler begehen, doch wenn man nicht das sagenhafte Glück hat, auf den richtigen Redakteur zu treffen ... dann hat man halt keine Chance.
Ich hatte offenbar mein ganzes Glück über Jahrzehnte aufgespart ... und dann fragte mich Werner Giesa, ob ich nicht einmal einen Zamorra schreiben wollte.
Ernsthaft – nicht nur Können entscheidet. Im richtigen Moment den richtigen Mann am anderen Ende der Telefonleitung ... das kann den entscheidenden Schub geben.

Mit welcher literarischen Figur würdest du dich gerne mal unterhalten?
Doktor Faust.
Welchem Autor (außer dir selbst) würdest du es wünschen, in Deutschland bekannter zu sein, als er es bisher ist?
Meinen Zamorra-Kollegen, speziell Andreas Balzer. Und natürlich wäre es mir ein riesiges Vergnügen, ein W.K.Giesa-Buch auf Platz 1 aller Bestsellerlisten zu sehen.
Dir erscheint eine Fee und sagt: „Setz dich hin und schreib ein Buch. Ich verspreche dir, dass es ein Weltbestseller wird.“ Welches Genre würdest du wählen?
Wahrscheinlich eines, das mit der Phantastik nichts zu tun hat. Ich liebe zeitgenössische Literatur – so etwas würde ich dann sicher machen.
Was würdest du deinem Kind sagen, wenn es dir mitteilt, dass es beruflich in deine Fußstapfen treten will?
Ich würde bei ihm erst einmal Fieber messen.
Dann würde ich es fördern, so gut ich es nur könnte.
Welche drei Romane sollte man in seinem Leben gelesen haben?
Das möchte ich abwandeln in die Frage: Welche drei Autoren man gelesen haben sollte:
1.) Tolkien
2.) Kafka
3.) Heinlein
4.) John Irving
5.) Paul Auster
6.) George R.R. Martin
7.) ... okay, ich höre ja schon auf.

Diese Liste ist so etwas von subjektiv ... daran muss man sich nicht halten.
Ach ja:
8.) W.K.Giesa
9.) Volker Krämer
10.) Volker Krämer
11.) Volker ...

 

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