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15 Fragen an...

...Bettina Ferbus

15. September 2007

Bettina Ferbus ist Jahrgang 69, in Zell am See geboren und in ihrer Heimatstadt als Reitlehrerin tätig. Neben den Pferden waren Bücher schon immer ihre Leidenschaft. Bereits in der Schulzeit begann sie, Kurzgeschichten und Gedichte zu schreiben. Ihr erster Roman war „Die Tigerkönigin“ beim Steinmaßl Verlag, kurz darauf folgte der Science-Fiction Roman „Die vergessene Kolonie“ im Eigenverlag. Die nachfolgenden Romane liegen einstweilen in der Schublade, da sich die Vermarktung als gar nicht so einfach für eine Privatperson, die noch dazu ihre Brötchen anderweitig verdienen muss, erwiesen hat. Erst im heurigen Jahr hat sie sich, ermutigt durch die Möglichkeiten, die das Internet bietet, wieder an eine Veröffentlichung gewagt. Im Juni ist der erste Teil der Fantasy-Serie „Der lange Weg nach Maira Mar“ beim Novum-Verlag erschienen.
Leseproben gibt es auf ihrer Homepage unter www.ferbus.at/bettina.htm
Kurzgeschichten zum Nachlesen gibt es auf der Seite des Corona Magazines in den Ausgaben 146 und 172 und natürlich beim Geisterspiegel. Im Dezember wird beim Wurdack-Verlag eine Märchenanthologie mit einem Beitrag von ihr erscheinen.

Mit welchen drei Adjektiven würdest du deinen Beruf beschreiben?
Abwechslungsreich, anstrengend, schmutzig (ich bin hauptberuflich Reitlehrerin und wer schon einmal versucht hat, in der Nähe eines Pferdes sauber zu bleiben, weiß, dass das unmöglich ist.
Das Schreiben (betreibe ich bisher nur hobbymäßig) ist im Gegensatz dazu: ruhig (muss es sein – mit zehn Kindern im Schlepptau kann ich nicht schreiben), entspannend, kreativ
Welchen Roman eines anderen Autors hättest du gerne geschrieben?

Harry Potter (Dann hätte ich inzwischen meinen eigenen Reitstall)

Was war der bisher größte Fehler deiner Karriere?
Dass ich noch keine Karriere gemacht habe
Welche drei deiner Werke sollte ich unbedingt auf eine einsame Insel mitnehmen?
Die Tigerkönigin
Die vergessene Kolonie
Der lange Weg nach Maira Mar
Wo siehst du dich beruflich in zehn Jahren?
In zehn Jahren verdiene ich hoffentlich so viel mit der Schriftstellerei, dass ich mir meine Reitschüler aussuchen kann
Welches Buch hast du zuletzt privat gelesen? Wie hat es dir gefallen?
‚Lumen’, den letzten Teil von Christoph Marzis Trilogie um Emilie Laing. Ich habe bei jedem Teil sehr genossen, eine spannende Geschichte verbunden mit schöner Sprache zu lesen. Meistens hat man ja entweder oder.
Welche CD hast du zuletzt gekauft? Wie gefällt sie dir?
‚Glenkill’ als Hörbuch. Kann ich nur weiterempfehlen.
Du gewinnst 20 Millionen Euro im Lotto. Würdest du weiterschreiben? Warum bzw. warum nicht?
Ich könnte mit dem Schreiben genauso wenig aufhören wie mit der Reiterei
Welches sind deiner Meinung nach die drei schlimmsten Fehler, die ein Anfänger beim Schreiben macht?
Gar nicht erst anfangen.
Gleich wieder aufgeben – aus welchen Gründen auch immer.
Sich keine Tipps geben lassen (oder sich alles einreden lassen – das ist genauso schlimm)
Welches sind deiner Meinung nach die drei schlimmsten Fehler, die ein Anfänger im Umgang mit Verlagen macht?

Ich denke, das solltest du jemand Kompetenteren Fragen. Ich habe mich in meiner Verzweiflung schließlich an einen Druckkostenzuschussverlag gewandt.

Mit welcher literarischen Figur würdest du dich gerne mal unterhalten?
Saphira (aus ‚Eragon’). Ich wollte immer schon mal mit einem Drachen sprechen und bei ihr hätte man relativ gute Chancen nicht gebraten zu werden.
Welchem Autor (außer dir selbst) würdest du es wünschen, in Deutschland bekannter zu sein, als er es bisher ist?
Schwere Frage, denn die von mir bevorzugten Autoren wie Christoph Marzi, Nina Blazon, Andreas Eschbach oder Terry Pratchett sind bereits bekannt.
Dir erscheint eine Fee und sagt: „Setz dich hin und schreib ein Buch. Ich verspreche dir, dass es ein Weltbestseller wird.“ Welches Genre würdest du wählen?

Fantasy

Was würdest du deinem Kind sagen, wenn es dir mitteilt, dass es beruflich in deine Fußstapfen treten will?
Sollte es Reitlehrer werden wollen, würde ich ihm raten, zuerst ein Praktikum zu machen. Viele unterschätzen die physischen und psychischen Anforderungen dieses Berufs.
Sollte es Schriftsteller werden, würde ich ihm raten, zuerst einmal einen Roman abzuliefern, um zu beweisen, dass es das nötige Durchhaltevermögen für diesen Beruf hat.
Welche drei Romane sollte man in seinem Leben gelesen haben?
Ich sehe mich außerstande, eine generelle Empfehlung abzugeben, schließlich sind die Menschen verschieden, auch was ihren Geschmack bei Büchern betrifft. Ich kann jedem nur raten möglichst viele verschiedene Bücher zu lesen, um sich eine eigene Meinung zu bilden.

 

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