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15 Fragen an...

...Michael S. Craven

15. Juni 2007

Er ist Jahrgang 69 und schreibt in der Bastei-Reihe Western-Legenden. Dort legte er in etlichen Romanen Schwerpunkt auf die Zeit des amerikanischen Bürgerkrieges.
Außerdem hat der Autor mehrere hundert Kurzgeschichten, oft Krimis, geschrieben, die in vielen Magazinen und Zeitungen veröffentlicht wurden.

Mit welchen drei Adjektiven würdest du deinen Beruf beschreiben?
Hier halte ich’s mit den Beach Boys: „Fun! Fun! Fun!“ Was ist eigentlich ein Adjektiv?
Welchen Roman eines anderen Autors hättest du gerne geschrieben?

„The Caine Mutinity“ von Herman Wouk
(Die Caine war ihr Schicksal)

Was war der bisher größte Fehler deiner Karriere?
Fehler? Keinen! Ich hatte das Glück, gleich an den richtigen Lektor zu geraten, der mir am Anfang helfend unter die Arme gegriffen hat. Vielen Dank an Holger Kappel von Bastei.
Welche drei deiner Werke sollte ich unbedingt auf eine einsame Insel mitnehmen?
An dieser Stelle täusche ich jetzt einfach mal einen mittelprächtigen Hustenanfall vor… Nächste Frage!
Wo siehst du dich beruflich in zehn Jahren?

Siehe Frage 8. (Habe ein Abo bei Westlotto.)

Welches Buch hast du zuletzt privat gelesen? Wie hat es dir gefallen?
Bram Stokers „Dracula“. Es hat mir so gut gefallen, dass es jetzt unter dem wackligen Campingtisch auf der Terasse liegt. Leider sinnlos. Der Tisch wackelt immer noch, da das Buch zu dick ist.
Welche CD hast du zuletzt gekauft? Wie gefällt sie dir?
Es war eine Scheibe von Bryan Adams. Welche weiß ich nicht mehr. Abgesehen davon hat sie mir sicherlich gut gefallen, da Bryan der König ist!
Du gewinnst 20 Millionen Euro im Lotto. Würdest du weiterschreiben? Warum bzw. warum nicht?
Nein. Ich würde nur noch lesen, lesen, lesen… und genießen. Die Zahl der Werke, die noch auf meiner „Muss-ich-mir-reinziehen-Liste“ stehen, ist so umfangreich, dass man allein daraus ein Buch machen könnte. Meine eigene Fantasie kenne ich hingegen schon auswendig, sodass ich mich eher mit fremden Ergüssen beschäftigen würde.
Welches sind deiner Meinung nach die drei schlimmsten Fehler, die ein Anfänger beim Schreiben macht?
- Loslegen ohne Konzept; d. h., sich von der eigenen Fantasie überraschen lassen, wie’s denn ausgeht.
- Ausgelutschte Ideen noch weiter auslutschen.
- Bei der Bewertung des fertigen Werkes einzig und allein auf das Urteil seiner Frau, seiner Mutter und seiner drei besten Freunde vertrauen. Die Lügen sowieso.
Welches sind deiner Meinung nach die drei schlimmsten Fehler, die ein Anfänger im Umgang mit Verlagen macht?

Um das zu beantworten, fehlt es mir an (negativer) Erfahrung. Wie bereits erwähnt: Ich hatte von Anfang an Glück.

Mit welcher literarischen Figur würdest du dich gerne mal unterhalten?
Mit Richard Sharpe.
Welchem Autor (außer dir selbst) würdest du es wünschen, in Deutschland bekannter zu sein, als er es bisher ist?
Bernard Cornwell wegen seiner fantastischen, genialen, begnadeten, unbeschreiblichen, herrlichen, Romane.
Alfred Wallon wegen seines unermüdlichen Engagements für eins meiner Lieblingsgenres; ich spreche vom armen alten Western, der kurz davor steht, in den Stiefeln zu sterben. Der Western, nicht der Alfred.
Dir erscheint eine Fee und sagt: „Setz dich hin und schreib ein Buch. Ich verspreche dir, dass es ein Weltbestseller wird.“ Welches Genre würdest du wählen?
Dann würde ich einen Western schreiben.
Was würdest du deinem Kind sagen, wenn es dir mitteilt, dass es beruflich in deine Fußstapfen treten will?
Ich habe keine Kinder.
Welche drei Romane sollte man in seinem Leben gelesen haben?
Alles von Bernard Cornwell, insbesondere seine Sharpe-Serie. Das sind dann zwar 21 Romane, dafür aber auch viele Stunden Lesevergnügen.

 

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