| Sie sind hier: Startseite - Background - 15 Fragen - 15 Fragen an Bernd Perplies | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Bernd Perplies wurde 1977 in Wiesbaden geboren und studierte Filmwissenschaft und Germanistik in Mainz. Heute arbeitet er am Deutschen Filminstitut in Frankfurt a.M. als Redakteur von filmportale.de und ist darüber hinaus als Übersetzer tätig.
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Mit welchen drei Adjektiven würdest du deinen Beruf beschreiben? |
stressig, kreativ, wundervoll (nur auf das Autorendasein bezogen) |
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Welchen Roman eines anderen Autors hättest du gerne geschrieben? |
»Erben des Imperiums« von Timothy Zahn – nicht Wort für Wort, aber im Prinzip |
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Was war der bisher größte Fehler deiner Karriere? |
. | Nicht in den USA oder Großbritannien studiert zu haben, um jetzt für den gewaltigen, englischsprachigen Markt schreiben zu können |
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Welche drei deiner Werke sollte ich unbedingt auf eine einsame Insel mitnehmen? |
. | »Tarean – Sohn des Fluchbringers« (ist zwar der erste Band einer Trilogie, aber ohne Abstriche einzeln lesbar), »Das schleichende Grauen« (das kann man sogar wirklich mehrfach lesen und erlebt dabei immer eine etwas andere Geschichte) und »Unendlichkeitsschleife« (das gibt’s zwar noch gar nicht, aber das Wort gefällt mir so gut, dass daraus bestimmt ein interessanter Roman wird) |
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Wo siehst du dich beruflich in zehn Jahren? |
. | mit einem Laptop in der Provence, wo ich französische Lebensart genießen kann, während ich gleichzeitig einen Roman schreibe, der mir das erlaubt |
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Welches Buch hast du zuletzt privat gelesen? Wie hat es dir gefallen? |
. | »Rendezvous mit Übermorgen« von Arthur C. Clarke und Lee Gentry. Das Buch ist … äh … in einem eher gemächlichen Tempo erzählt, aber mir hat’s gefallen. |
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Welche CD hast du zuletzt gekauft? Wie gefällt sie dir? |
. | den Score des neuen »Star Trek«-Films – großartiges musikalisches Hauptthema, leider nicht viel dahinter |
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Du gewinnst 20 Millionen Euro im Lotto. Würdest du weiterschreiben? Warum bzw. warum nicht? |
. | Natürlich würde ich weiterschreiben! Mit dem größten Vergnügen, denn dann hätte ich die finanzielle Freiheit, nichts anderes mehr tun zu müssen. (Autoren behaupten zwar immer, es ginge ihnen nicht ums Geld, aber glaubt mir: Es schreibt sich viel entspannter mit Geld, als ohne!) |
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Welches sind deiner Meinung nach die drei schlimmsten Fehler, die ein Anfänger beim Schreiben macht? |
. | Stil-Experimente machen (die Gefahr laufen, im Kontext nicht zu funktionieren), ohne Exposé einfach drauflos schreiben, glauben, dass man mit dem ersten Roman den »großen Wurf« landet (wobei ein gewisses Maß an Selbstüberschätzung ganz hilfreich ist, um überhaupt die Mühe, 400 oder mehr Seiten zu Papier zu bringen, auf sich zu nehmen) |
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Welches sind deiner Meinung nach die drei schlimmsten Fehler, die ein Anfänger im Umgang mit Verlagen macht? |
. | Den eigenen Stellenwert überschätzen, den eigenen Stellenwert unterschätzen, sich nicht zuerst an eine Literaturagentur zu wenden, damit die sich darum kümmert, mit dem Verlag den eigenen Stellenwert auszudiskutieren |
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Mit welcher literarischen Figur würdest du dich gerne mal unterhalten? |
. | Zaphod Beeblebrox (dabei würde ich ihn gleich fragen, ob er mich mal `ne Runde »Per Anhalter durch die Galaxis« mitnimmt) :-) |
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Welchem Autor (außer dir selbst) würdest du es wünschen, in Deutschland bekannter zu sein, als er es bisher ist? |
. | Es gibt viele Kollegen in der deutschen Phantastik-Szene, denen ich mehr Erfolg wünschen würde, denn sie schreiben keinen Deut schlechter als die Bestseller-Garanten, die in aller Munde sind. Daher mein Appell an alle Leser: Greift nicht immer zu den Büchern, die vorne am Eingang der Buchhandlung zu einem Bücherturm aufgestapelt wurden. Tretet auch mal hinten ans Regal und wagt euch an ein unbekanntes Werk. Die Wahrscheinlichkeit, dass ihr dabei positiv überrascht werdet und etwas neues erlebt, ist viel höher als bei den etablierten Namen, die von den Verlagen oft genug gedrängt werden, um des Erfolges Willen »more of the same« zu schreiben. |
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Dir erscheint eine Fee und sagt: „Setz dich hin und schreib ein Buch. Ich verspreche dir, dass es ein Weltbestseller wird.“ Welches Genre würdest du wählen? |
. | Science Fiction (genauer: Space High Adventure) |
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Was würdest du deinem Kind sagen, wenn es dir mitteilt, dass es beruflich in deine Fußstapfen treten will? |
. | Sohn/Tochter, das finde ich großartig. Ich wünsche dir viel Erfolg. Aber sei dir bewusst, dass du ein Leben vor dir hast, während dem du immer wieder gegen deinen inneren Schweinehund ankämpfen musst. Denn als Autor musst du dich selbst zur Arbeit motivieren. Arbeitest du nicht, verdienst du kein Geld. Und auch wenn du arbeitest, kann es gut sein, dass du zu wenig verdienst. Also wenn du lieber ein geregeltes Leben mit ordentlich Freizeit und festem Einkommen hast, such dir einen 9-to-5-Bürojob in mittlerer Angestelltenposition. Andererseits – ganz unter uns – macht es trotz allem viel mehr Spaß, Bücher zu schreiben, als Akten oder Finanzvorgänge zu bearbeiten, glaub mir. ;-) |
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Welche drei Romane sollte man in seinem Leben gelesen haben? |
. | Man »sollte« überhaupt keinen Roman gelesen haben »müssen«. Aber man »sollte« mehr als drei Romane gelesen haben »wollen«. Und zwar deutlich mehr als drei. Viel mehr als drei! Berge mehr als drei!!! (Okay, ich glaube, drei Ausrufezeichen waren deutlich genug. :-) ) |
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