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15 Fragen an...

...Martin Barkawitz

1. Oktober 2007

Er studierte an der Universität Osnabrück Literaturwissenschaft und Soziologie. Das Thema seiner Magisterarbeit: Geisterjäger John Sinclair.
Martin Barkawitz schrieb über 250 Kurzgeschichten, Heftromane und Taschenbücher.
Unter dem Pseudonym Roger Clement arbeitet er an der Serie Professor Zamorra mit. Ansonsten schreibt er für unterschiedliche Serien und Reihen wie Lassiter, Mark Hellmann, Gaslicht, Mitternachtsroman, Grusel-Schocker, Heimat-Glocken, Jerry Cotton, Jerry Cotton Taschenbuch, Vampire und Torn.

Mit welchen drei Adjektiven würdest du deinen Beruf beschreiben?
Spannend, abwechslungsreich, manchmal nervig.
Welchen Roman eines anderen Autors hättest du gerne geschrieben?

„Der Malteser Falke“ von Dashiell Hammett.

Was war der bisher größte Fehler deiner Karriere?
Nicht rechtzeitig bei „Zamorra“ aufgehört zu haben; die Leser konnten offenbar nichts mit mir und meinen Romanen/Figuren anfangen. Zum Glück kam dann das Angebot von Omnia, „Kripo Hamburg“ allein zu schreiben. Da musste ich den Prof einfach knicken.
Welche drei deiner Werke sollte ich unbedingt auf eine einsame Insel mitnehmen?
Mein erstes Cotton-TB „Der Königskiller“, „Der Maskenteufel“ (Kripo Hamburg Bd. 12) sowie meine Annie-Geraldo-Trilogie bei Cotton („Der Cop, der eine Schlange liebte“, „Totentanz in San Juan“ und „In Spanish Harlem wirst du sterben“)
Wo siehst du dich beruflich in zehn Jahren?

Auf dem Abstellgleis, weil ich dann 55 bin und nur noch auf die Rente warten kann, wenn ich meinen Job verliere bzw. keine Aufträge mehr bekommen sollte.

Welches Buch hast du zuletzt privat gelesen? Wie hat es dir gefallen?
„Los Alamos“ von Joseph Kanon. Keine Ahnung, ob es das auch auf deutsch gibt. Im Original ist es ein packender Thriller über die Arbeit an der ersten Atombombe.
Welche CD hast du zuletzt gekauft? Wie gefällt sie dir?
Tango Argentina (Astor Piazzolla, Nestor Marconi u.a. Interpreten) – gefällt mir super, weil da auch mein Lieblingstango drauf ist („Sur“).
Du gewinnst 20 Millionen Euro im Lotto. Würdest du weiterschreiben? Warum bzw. warum nicht?
Nein. Ich finde es nicht so attraktiv, stundenlang herumzusitzen und auf einen Bildschirm zu starren. Das habe ich schon lange genug gemacht. Ich würde mich dann lieber Dingen widmen, die nicht unbedingt Geld einbringen müssen.
Welches sind deiner Meinung nach die drei schlimmsten Fehler, die ein Anfänger beim Schreiben macht?
1. Viele Anfänger lesen nicht, kennen noch nicht mal die Klassiker ihres jeweiligen Genres.
2. Es gibt Anfänger, die an Größenwahn leiden. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.
3. Manche Anfänger lassen sich durch Absagen entmutigen, dabei gehören die zum Autorenalltag.
Welches sind deiner Meinung nach die drei schlimmsten Fehler, die ein Anfänger im Umgang mit Verlagen macht?

1. Das Profil des jeweiligen Verlages nicht zu kennen. Deshalb bekommen sogar Telefonbuchverlage Krimi-Manuskripte zugeschickt. Was sollen die damit anfangen?
2. Einen Verlag zu kontaktieren, der nicht zu einem selbst passt.
3. Konstruktive Kritik seitens des Lektorats als Majestätsbeleidigung aufzufassen.

Mit welcher literarischen Figur würdest du dich gerne mal unterhalten?

Sherlock Holmes.

Welchem Autor (außer dir selbst) würdest du es wünschen, in Deutschland bekannter zu sein, als er es bisher ist?
Michael Peinkofer. Aber der schafft das auch ohne meine Wünsche, der ist nämlich wirklich ein Guter.
Dir erscheint eine Fee und sagt: „Setz dich hin und schreib ein Buch. Ich verspreche dir, dass es ein Weltbestseller wird.“ Welches Genre würdest du wählen?
Thriller.
Was würdest du deinem Kind sagen, wenn es dir mitteilt, dass es beruflich in deine Fußstapfen treten will?
Vergiss es.
Welche drei Romane sollte man in seinem Leben gelesen haben?
„V“ von Thomas Pynchon, „Ulysses“ von James Joyce und „Der Hund von Baskerville“ von Sir Arthur Conan Doyle.

 

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