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15 Fragen an...

...Christoph Lode

15. Juli 2008

Er ist Jahrgang 1977, aufgewachsen in Hochspeyer bei Kaiserslautern (RLP), studierte in Ludwigshafen am Rhein, lebt mit seiner Frau in Mannheim und arbeitet in einer psychiatrischen Klinik bei Heidelberg. Er schreibt seit etwa zehn Jahren. Der Weg zur Veröffentlichung war lang, aber letztlich erfolgreich: Sein erster Roman DER GESANDTE DES PAPSTES erschien im Februar 2008 im Verlag Page & Turner. Ein zweiter, TABOR (Arbeitstitel), ist derzeit in Arbeit. Neben dem Schreiben interessiert er sich für Filme und Comics, hauptsächlich aus dem phantastischen Genre, sowie für Geschichte, Politik und Musik. Außerdem liest er sehr viel und quer durch alle Genres. Christoph Lode ist Mitglied bei QUO VADIS AUTORENKREIS HISTORISCHER ROMAN.

Mehr über den Autor: http://www.christoph-lode.de/

 

. Frage . Antwort
Mit welchen drei Adjektiven würdest du deinen Beruf beschreiben?
 
Der Beruf des Schriftstellers ist glücklicherweise so vielschichtig, dass man ihn nicht mit drei Adjektiven beschreiben kann.
Welchen Roman eines anderen Autors hättest du gerne geschrieben?
 
Am ehesten vielleicht Matt Ruffs Fool on the Hill. Zwar kommt dieser Wunsch bei jedem tollen Buch mal auf, aber ich versuche, mich nicht zu sehr damit zu beschäftigen. Es ist nicht gut, immerzu nach den anderen zu schielen und darüber nachzugrübeln, was sie können und ich nicht. Dieses ständige Vergleichen ist destruktiv; es bringt mehr, sich auf die eigene Arbeit zu konzentrieren und einen eigenen Stil zu entwickeln, damit irgendwann einmal andere sagen: Ich wünschte, ich hätte das geschrieben.
Was war der bisher größte Fehler deiner Karriere?
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Meine Autorenkarriere hat gerade erst angefangen, und größere Fehler sind zum Glück bisher ausgeblieben.
Welche drei deiner Werke sollte ich unbedingt auf eine einsame Insel mitnehmen?
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Tja, bisher gibt es nur eins. Warte mit der Insel noch ein bisschen, dann kannst du noch zwei weitere mitnehmen.
Wo siehst du dich beruflich in zehn Jahren?
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Zehn Jahre sind eine lange Zeit, und es fällt mir schwer, so weit vorauszublicken. Hätte mir vor zehn Jahren jemand gesagt, wie mein Leben 2008 aussieht, hätte ich ihm nicht geglaubt; und wer weiß, wie es 2018 aussieht. Deshalb kann ich diese Frage nicht beantworten.
Welches Buch hast du zuletzt privat gelesen? Wie hat es dir gefallen?
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Gerade lese ich wieder 08/15 von Hans Hellmut Kirst, inzwischen zum dritten oder vierten Mal, so gut gefällt es mir. Kirst ist ein großer Erzähler, dem man sich einiges punkto Figurenzeichnung abschauen kann.
Welche CD hast du zuletzt gekauft? Wie gefällt sie dir?
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Snow Patrol, Eyes Open, die mir sehr gut gefällt. Ich fürchte, ich bin musikalisch einfach hoffnungslos dem Mainstream verfallen.
Du gewinnst 20 Millionen Euro im Lotto. Würdest du weiterschreiben? Warum bzw. warum nicht?
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Natürlich würde ich weiterschreiben. Warum sollte ich aufhören? Als ich mit dem Schreiben anfing, dachte ich nicht im Traum daran, jemals damit Geld zu verdienen. Inzwischen spielt Geld natürlich eine größere Rolle, aber diese grundsätzliche Motivation – Schreiben als Selbstzweck – ist geblieben.
Welches sind deiner Meinung nach die drei schlimmsten Fehler, die ein Anfänger beim Schreiben macht?
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Sich nicht von seinen Vorbildern zu lösen. Nur in einem Genre zu lesen. Eine Geschichte zu erzählen, die schon tausendmal erzählt wurde.
Welches sind deiner Meinung nach die drei schlimmsten Fehler, die ein Anfänger im Umgang mit Verlagen macht?
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Steif und fest zu erwarten, dass der erste Roman, den man geschrieben hat, veröffentlicht wird. Die eigene Wichtigkeit zu überschätzen. Sein Manuskript nach dem Gießkannenprinzip an alle möglichen Verlage zu schicken, ohne Rücksicht auf Verlagsprogramme und –profile.
Mit welcher literarischen Figur würdest du dich gerne mal unterhalten?
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Mit Tyrion Lannister aus Das Lied von Eis und Feuer von George R.R. Martin, den ich für einen der interessantesten Charaktere der letzten fünfzehn Jahre halte.
Welchem Autor (außer dir selbst) würdest du es wünschen, in Deutschland bekannter zu sein, als er es bisher ist?
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Hans Hellmut Kirst (siehe oben), der in den 50ern sehr bekannt war, aber leider in Vergessenheit geraten ist – obwohl er erzählerisch auf einem Niveau war, das nur wenige Autoren erreichen.
Dir erscheint eine Fee und sagt: „Setz dich hin und schreib ein Buch. Ich verspreche dir, dass es ein Weltbestseller wird.“ Welches Genre würdest du wählen?
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Die Phantastik, in der ich (im weitesten Sinn) jetzt schon schreibe.
Was würdest du deinem Kind sagen, wenn es dir mitteilt, dass es beruflich in deine Fußstapfen treten will?
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Fragt mich das nochmal, wenn ich ein Kind habe. Es ist immer leicht, sich als Kinderloser zu Erziehungsfragen zu äußern. Wenn man dann Kinder hat, sieht es vermutlich komplizierter aus. Aus dem Bauch heraus würde ich darauf wohl antworten: „Nur zu. Es ist ein langer Weg, aber wenn du dich anstrengst, schaffst du es schon.“ Aber in der konkreten Situation? Vielleicht wäre ich entsetzt und würde ihm raten, besser was Vernünftiges zu lernen ...
Welche drei Romane sollte man in seinem Leben gelesen haben?
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Erich Maria Remarque, Im Westen nichts Neues; Ken Kesey, Einer flog über das Kuckucksnest; Chuck Palahniuk, Fight Club. Das wäre meine streng subjektive Auswahl, denn ich habe Schwierigkeiten damit, den Leuten vorzuschreiben, was sie lesen sollen. Außerdem hoffe ich, dass sie in ihrem Leben mehr als nur drei Romane lesen.

 

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