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Spielewelten

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Dracula.jpg Am 06.06.2008 bringt das Gamestudio Frogware sein neuestes Abenteuerspiel heraus: Dracula Origin.
Frogware, die sich bisher besonders durch die Entwicklung der Spiele-Reihe »Sherlock Holmes« einen Namen gemacht hat, betritt mit der Entwicklung dieses Spiels zwar kein computertechnisches oder gar spieleentwicklungstechnisches Neuland, aber zumindest wandte man sich einem neuen Genre zu, weg von der Figur des klassischen Detektivs, hinab in das Reich der Dämonen und Ausgeburten der Hölle.
Das fünfundvierzig Mann starke Entwicklungsteam der Firma Frogware legt mit seiner draculischen Neuentwicklung ein Abenteuerspiel vor, welches dank des Rufes, der der Firma vorauseilt, verspricht graphisch, technisch - und was seine Bedienungsfreundlichkeit sowie anhaltende Spielspannung betrifft - hochklassig zu sein. Allein die Screenshots, welche der interessierte Abenteuerspielefan auf der offiziellen Webpage zum Spiel betrachten kann, verheißen nur Gutes.
Dracula Origin konzentriert sich, wie bereits der Name andeutet, auf die Vorgeschichte, die den Fluch des Grafen Dracula begründet.
Nach der Vermählung mit seiner wahren Liebe, muss Dracula den schweren Schicksalsschlag hinnehmen, dass sich seine Frau in den Tod stürzt. Getrieben von der inneren Qual der Ungewissheit ob ihrer Tat und erschüttert in seinem bis dato inbrünstig verfochtenen Glaubens an die christlichen Wertevorstellungen und den Glauben an die göttliche Macht, geht Dracula einen Pakt mit dem Teufel ein, der ihn zu einem Geschöpf der Nacht werden lässt, welches zwar ewig lebt, jedoch zu dem Preis ein Menschenblut trinkender Vampir zu werden.

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Gefangen in der Ewigkeit seines Paktes erhält Dracula eines Tages die Information, dass es ein Ritual geben soll, welches verdammte Seelen aus dem Jenseits wieder in das Diesseits zu bringen vermag. So macht er sich auf die Suche nach einem perfekten Körper für die Reinkarnation seiner geliebten Frau, sowie nach jenem Manuskript, in dem das Ritual detailliert beschrieben wird. In Mina, einer hübschen jungen Dame, die seiner Frau wie aus dem Gesicht geschnitten zu sein scheint, findet er das perfekte Opfer.
Der Spieler schlüpft in die Rolle des berühmt berüchtigten Professors Van Helsing. Ziel des Spiels ist es, in der Rolle des Professors, den Grafen Dracula daran zu hindern, das Manuskript, in dem das Ritual zur Seelenbeschwörung niedergelegt ist, an sich zu bringen. Die Reise, auf die der Spieler seinen Charakter begleitet, führt durch das virtuelle Ägypten, Österreich und auch in die Karpaten, der Brutstätte vampirischer Grausamkeit.
Die Spielemacher haben sich bei der Umsetzung sehr genau an der literarischen Vorlage, die ihnen Bram Stokers Horrorklassiker lieferte, orientiert. Die 2D-Welt, die sie liebevoll in beängstigender Art und Weise realitätsnah kreiert haben, soll den Spieler dazu einladen, seinen ebenso detailgetreuen 3D-Charakter in derselbigen herumstreifen zu lassen sowie die diversen Rätsel und Aufgaben, die sich dem Spieler bei der Erfüllung seiner Zielaufgabe in den Weg stellen, entsprechend begeistert zu lösen.

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Neben den episch bekannten Hauptcharakteren (Dracula, Van Helsing, Mina) begegnet der Spieler noch weiteren vierzig böswilligen und auch gutherzigen Charakteren, mit denen zu interagieren, ob ihrer Dreidimensionalität, eine Freude sein soll; so die Macher. Um nicht nur personell stimuliert zu werden, sondern auch den Vorzug virtueller Spielewelten in Gänze genießen zu können, haben die Macher von Frogware ein Arsenal von 150 Spielobjekten kreiert, die allesamt im Verlaufe des Spiels vielerorts eingesetzt werden können.
Gerade für alle diejenigen, die bisher noch nicht mit den sogenannten Adventuregames in Berührung gekommen sind, verspricht Frogware ein »innovatives Hilfesystem«, dass peu à peu an die besonderen Funktionen eines Spiels dieses Genres heranführt.
Um die Spielatmosphäre für alle Interessierten abzurunden, hat man offenbar weder Kosten noch Mühen gescheut und die gothic-schwangere Szenerie und den Detailreichtum der Örtlichkeiten mit einem entsprechend aufwendig gestalteten Soundtrack untermalt, sodass vor allem wegen der bewährten und einfach zu handhabenden Point und Click Technik kein Spielverdruss aufkommt, sondern die Spielfreude in den Vordergrund treten kann.

Die wesentlichen Charaktere des Spiels

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Dracula

Der junge Graf, der ob eines grausamen Schicksalsschlages seine Seele dem Fürsten der Finsternis überschreibt, ist jener Charakter, den es gilt, als Spieler zu besiegen. So schrecklich die Blutrünstigkeit seiner Person auch ist, so sehr weckt das Schicksal dieser verlorenen Seele aber auch das Mitleid der Außenstehenden, wie auch jener, die sich mit seinem Schicksal auseinanderzusetzen haben.

 

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Professor Van Helsing

Professor Van Helsing ist der berühmte Medizindozent niederländischer Herkunft, der nicht nur Studenten der Universität von London in den Geheimnissen der menschlichen Anatomie unterweist, sondern auch »mutig, dynamisch, leidenschaftlich [aber auch] respektvoll« seinen Kampf gegen das personifizierte Böse aufnimmt. Sein Ansinnen ist es, Dracula daran zu hindern das Manuskript zu erlangen, welches diesen in die Lage versetzen würde, die verdammte Seele seiner Frau zurückkehren zu lassen.

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Mina

Die Verlobte von Van Helsings Schüler, Jonathan Harker, gleicht Draculas Frau in erschreckender Art und Weise. Sie ist der Inbegriff einer Frau reinen Herzens und jugendlich übermütigen und hingebungsvollen Mutes. Sie verfällt dem Charme des Blutsaugers Dracula und läuft damit Gefahr, ihm als Reinkarnationsstätte für dessen verlorene Frau zu dienen.

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Dr. Seward

Ein Schüler Van Helsings, der sich als Exorzist an Mina versuchen soll.

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Herodote

 Herodote ist ein in Kairo lebender Weiser, der sich darauf versteht, Menschen, die dem Bösen verfallen sind, aus dessen Klauen zu befreien. Allerdings kann er dieses Wissen ob seines fortgeschrittenen Alters nicht mehr selbst anwenden, weshalb er alle jene unterstützt, deren jungendlicher Elan seine Altersgebrechen aufzuwiegen imstande sind.

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Jada

Ist die persönliche Leibgarde des Fürsten, eine Vampirin, die ihrem Herrn hündisch ergeben ist.

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Igor

Zu guter Letzt der Kutscher und treueste Diener Draculas, dessen Misanthropie ihn zu einem willfährigen Werkzeug des blutsaugenden transilvanischen Adeligen macht.

Mit 39,99 Euro Verkaufspreis zählt Dracula Origin nicht unbedingt zu den Schnäppchen auf dem Spielemarkt, kann aber auch nicht als zu kostspielig bezeichnet werden. Sollte das Spiel, was seiner Macher, die offiziellen Webpage sowie die diversen Screenshots auf den selbigen Seiten versprechen, auch halten, dann ist die Investition mehr als gerechtfertigt.
So bleibt nur noch abzuwarten, dass sich allmählich die Nacht herniedersenkt und seine diabolischen Gestalten hervorspeit, auf dass wir uns freuen können, in die Haut des niederländischen Professors zu schlüpfen und die Sommernächte damit zu verbringen, dem tückischsten Blutsauger der »Geschichte« nachzujagen.

Quellen:

http://ger.dracula-origin.com/
Offizielle deutschsprachige Seite

http://www.dracula-origin.com/en/
Offizielle englischsprachige Seite (etwas ausführlicher als ihr deutsches Pendant)

© Florian Kayser

 

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