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Die Heftroman-Serie »Gordon Black« schrieben die Autoren Horst W. Hübner und Wolfgang Rahn. Dabei gab es kaum abgestimmten Exposés oder Absprachen zwischen den Autoren, wodurch sich einige kleine, für den Leser aber relativ harmlose Fehler einschlichen. Das Grundgerüst stand jedenfalls.
Aus wirtschaftlichen Gründen stellte der Marken-Verlag die Serie ein.
Wie Sven Michael Schreivogel auf seiner Website www.nocturna-audio.de bekanntgab, wird als Nachfolger für die »Dämonenkiller Edition 21« 2009 die Hörspielserie »Gordon Black« auf den Markt erscheinen. Die Vorbereitungen dazu laufen schon auf Hochtouren. Die ersten Hürden wurden bereits genommen. Die Schriftsteller Horst W. Hübner, Wolfgang Rahn sowie Helmut Litke, Geschäftsführer des Marken-Verlages, stimmten dem Lizenzerwerb zu. Ein gutes Omen für das Team.
Vielleicht ist es möglich, mit dem Erscheinen »Gordon Black« als multimediale Form einen neuen jüngeren Interessentenkreis zu erreichen. Die Fans der Romanhefte werden sicherlich gespannt darauf sein, wie es dem Team um Sven Michael Schreivogel gelingen wird, die Storys als Hörspiel umzusetzen.
Wie Sven Schreivogel mitteilte, sind die Hauptrollen für »Gordon Black« besetzt. Für die Titelrolle haben Robert Missler, für die Rolle der Hanako Kamara Tanja Dohse zugesagt. Außerdem wird Rainer Schmitt (»Larry Brent«) die Rolle des Grafen Girolamo in der ersten Folge sprechen, und weitere namhafte Kollegen konnten für Episodenrollen verpflichtet werden.
Zu dem neuen Hörspielprojekt konnte
einige Fragen an den Produzenten stellen.
: Der bisherige Verlauf des Jahres 2008 brachte dem Hause Nocturna Audio viel Neues. Wie auf deiner Website zu entnehmen ist, startet 2009 das Hörspiel »Gordon Black«. Warum gerade dieses, wo es doch im Horror-Genre sehr viele und interessante Titel wie zum Beispiel »Geisterjäger Rick Masters«, »Geister-Killer« oder »Mac Kinsey« gab?
Sven Schreivogel:Du hast Recht. Es gab und gibt viele interessante Titel im Horror-Bereich. Aber »Gordon Black« hat mich von Anfang an überzeugt. Zum einen weil hier mit Horst Hübner und Wolfgang Rahn zwei erstklassige Autoren am Werk waren, und zum anderen weil die Serie nicht zyklisch aufgebaut wurde. Es sind in sich abgeschlossene Storyplots, und das widerspricht wohltuend dem heutigen Trend, in Folge zwölf immer noch nicht zu wissen, was eigentlich passiert. Du kannst einen Roman lesen bzw. ab Frühjahr 2009 ein Hörspiel hören, und am Ende jeder Folge kriegst Du die Auflösung des Falles serviert. Viele lesen und hören, um nach der Arbeit gut unterhalten zu werden, und nicht, um zur nächsten Folge zu hetzen, in der wieder kein Ergebnis zustande kommt.
: Die Heftroman-Serie »Gordon Black« erschien von 1982 - 1983 beim Wolfgang Marken-Verlag Köln. Insgesamt wurden von Horst W. Hübner und Wolfgang Rahn 20 Romane geschrieben. Wie viele Hörspielfolgen wird es geben?
Sven Schreivogel:Es ist geplant, dass alle 20 Folgen in Hörspielfassung erscheinen, und zwar in sieben Staffeln à drei Folgen. Die Folge 21 soll eine Fortsetzung des Bandes Nummer fünf (»Eine Braut für Dracula«) werden. Wir haben Horst Hübner gebeten, eigens dafür ein Exposé zu schreiben. Die Cover stammen übrigens einmal mehr von dem Münchner Graphiker Mark Freier, der die Original-Motive der Heftromanreihe zugrunde gelegt hat.
: Mit Wolf Frass hast du einen bekannten Sprecher als Erzähler in das Team geholt, der diesen Part bereits in »Die 1000 Augen des Dr. Mabuse« innehatte. Wen hast du für die Besetzung der weiteren Rollen vorgesehen?
Sven Schreivogel: Ja, über Wolfs Zusage habe ich mich sehr gefreut. Und auch ein Großteil der weiteren Sprecher, die zum Ensemble von Nocturna Audio gehören, werden mit dabei sein. Was die Besetzung der zwei Hauptrollen angeht, will ich noch nichts verraten, aber ich hoffe, dass für die Figur des Gordon Black ein »guter, alter Bekannter« zusagt ...
:Thomas Tippner schreibt die Manuskripte zum Hörspiel. Inwieweit wird der Hörer den Heftroman »Gordon Black« wiedererkennen?
Sven Schreivogel: Natürlich sind Roman und Hörspiel zwei verschiedene Medien. Außerdem ist die Serie ein Vierteljahrhundert alt und muss zuerst mal etwas entstaubt werden. Aber nicht allzu viel, was für den zeitlosen Stil Hübners und Rahns spricht. Thomas Tippner, der ja auch die grandiose Serie »Der Orden« geschrieben hat, wird hier eine adäquate Hörspielfassung abliefern. Davon bin ich überzeugt. Ich will’s mal so sagen: Wer die »Dämonenkiller Edition 21« mag, wird auch »Gordon Black« mögen.
Die Vorschau:
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Das Urteil für Graf Girolamo lautete, auf dieselbe Art zu sterben wie seine Opfer – auf einen spitzen Pfahl gespießt und angesichts eines Spiegels, der ihm sein eigenes qualvolles Sterben bis zum Ende zeigte. Aber so einfach war seine schwarze Seele nicht zu vernichten. Girolamo fand einen Weg zurückzukehren, um weiter sein Unwesen zu treiben ... Hörprobe: |
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Sie brannten ihm die Augen aus, bevor sie ihn umbrachten. Als er zurückkehrte aus dem Reich der Toten, war seine Stunde gekommen. Er rechnete ab. Angst und Entsetzen waren seine allgegenwärtigen Begleiter, und leere Augenhöhlen markierten seinen Weg ... |
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© Wolfgang Brandt