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Paul Newman
Ein Nachruf
Der amerikanische Schauspieler ist am 26. September 2008 im Alter von 83 Jahren nach langem Kampf gegen den Krebs gestorben.
Paul Newman zähle ich zu den größten Stars Hollywoods der »Zweiten Generation«. Bekannt wurde er unter anderem durch »Die Katze auf dem heißen Blechdach«, » Zwei Banditen: Butch Cassidy and the Sundance Kid«, »Der Clou!«. Zum Charakterdarsteller avancierte der Schauspieler 1966 mit der Alfred Hitchcock Verfilmung »Der zerrissene Vorhang«. 1987 wurde Paul Newman für seine Darstellung in »Die Farbe des Geldes«, an der Seite von Tom Cruise, mit dem »Oscar« für die beste Hauptrolle bedacht. Auch als Rennfahrer war Newman, der zehn Mal für den »Oscar« nominiert wurde, erfolgreich. Große Summen seiner Gagen spendete er wohltätigen Zwecken ...
Paul Newman wurde als Sohn eines jüdischen Geschäftsmannes, am 26. Januar 1925 in Cleveland, Ohio (USA) geboren.
Bereits im Kindesalter sammelt er erste schauspielerische Erfahrungen in einem Clevelander Kindertheater. Nach Beendigung der Schule ließ sich Paul Newman 1943 zum Militärdienst während der Zeit des Zweiten Weltkriegs einziehen. Nach Kriegsende musste er eine anfängliche Sportkarriere wegen einer Verletzung aufgeben. Newman entdeckte sein Interesse für die Schauspielerei wieder, nachdem er bei einer Schauspielgruppe in Wisconsin mitwirkte.
1947 zog er nach Illinois und heiratete die Schauspielerin Jacqueline Witte. Nach dem Tod seines Vaters übernahm Newman das familiäre Sport-Bekleidungsgeschäft, verkaufte es aber, um die Yale School of Drama zu besuchen. Dort qualifizierte er sich für einen Auftritt in einer New Yorker TV-Produktion; daraufhin folgten weitere Auftritte im Fernsehen. Paul Newman wirkte erstmals 1953 in der Broadway-Show »Picnic« mit.
In New York wurden auch die Warner Brothers Studios auf Newman aufmerksam und nahmen ihn unter Vertrag. Die ersten Filmarbeiten mit Newman zeigten jedoch nur wenig Erfolg, und er spielte während dieser Zeit auch wieder am Broadway. 1954 spielte er den griechischen Sklaven »Wassili« (Basil) in der Produktion »Der silberne Kelch«. Der große Durchbruch gelang Newman erst 1956 mit seinem dritten großen Film »Die Hölle ist in mir«.
1958 heiratete er Joanne Woodward, nachdem er 1956 (1958) von seiner ersten Frau Jacqueline Witte geschieden worden war. Nach der Erfolgsproduktion »Die Katze auf dem heißen Blechdach« avancierte er 1958 zum Star Hollywoods. Dadurch konnte sich Newman weitere Drehbücher aussuchen. Neue Maßstäbe setzte Newman 1966 in der Zusammenarbeit mit Alfred Hitchcock in »Der zerrissene Vorhang«. Dem Schauspieler gelang ein überaus packender Thriller, der die Kinos füllte und ihn endgültig zum Star machte.
1968 stand er erstmals in der Western-Komödie »Zwei Banditen« mit Robert Redford vor der Kamera. Newman gründete zusammen mit anderen Schauspielern sowie Barbra Streisand 1969 die »First Artists Filmgesellschaft«. Dieser Schritt war eine Reaktion auf die Benachteiligung der Schauspieler gegenüber den großen Filmproduktionsfirmen.
1973 fand ein weiteres Highlight in Newmans Karriere statt. Zusammen mit Robert Redford spielte er in der Gangster-Komödie »Der Clou« die Hautrolle. Der Streifen gewann den »Oscar« für den besten Film. Ab Mitte der 1970er Jahre konzentrierte er sich auf seine zweite Karriere als Rennfahrer. 1979 wurde er im Team mit Rolf Stommelen, im Alter von 54 Jahren, auf einem Porsche 935 Zweiter bei den »24 Stunden von Le Mans«. 1983 gründete er zusammen mit dem damaligen Lola-Generalimporteur Carl Haas das Newman/Haas IndyCar-Team.
Seinen zweiten »Oscar« konnte Newman 1986 für den Film »Die Farbe des Geldes« mit Tom Cruise entgegennehmen. Es war außerdem seine sechste Nominierung zu dieser Auszeichnung. Es folgten viele erfolgreiche Arbeiten, doch vor allem setzte sich Newman, nicht zuletzt durch den Drogentot seines Sohnes, in den letzten Jahren für soziale Einrichtungen ein. So schuf er auch die »Scott Newman Foundation« oder das »Hole-in-the-Wall Gang«-Projekt für krebskranke Kinder.
Im Alter von fast 70 Jahren war er 1995 Mitglied im Siegerteam des 24-Stunden-Rennens von Daytona. Auch in den Folgejahren war er mit fast 80 Jahren noch mehrfach bei Rennen am Start. Zu seinen späten Arbeiten zählen Filme wie »Message in a Bottle« (1999) und »Road to Perdition« (2002), in dem er einen Killerboss mimte. Bei den "Golden Globe Awards" im Jahr 2006 wurde Paul Newman für die »Beste Nebenrolle« in dem Film »Empire Falls« ausgezeichnet.
Filmografie:
1951 - Tales Of Tomorrow (Fernsehserie)
1952 - The Aldrich Family (Fernsehserie)
1953 - The Web (Fernsehserie; Episode)
1953 - You Are There (Fernsehserie)
1954 - Armstrong Circle Theatre (Fernsehserie)
1954 - Danger (Fernsehserie; Episode 5.14)
1954 - Der silberne Kelch
1954 - Goodyear Television Playhouse (Fernsehserie)
1954 - The Mask (Fernsehserie)
1955 - Appointment With Adventure (Fernsehserie)
1955 - Playwrights '56 (Fernsehserie; Episode 1.2)
1955 - Producer's Showcase (Fernsehserie)
1955 - The Philco Television Playhouse (Fernsehserie)
1956 - Anklage: Hochverrat
1956 - Die Hölle ist in mir
1956 - The Kaiser Aluminium Hour (Fernsehserie)
1956 - The United States Steel Hour (Fernsehserie)
1957 - Ein Leben im Rausch
1957 - Land ohne Männer
1958 - Die Katze auf dem heißen Blechdach
1958 - Der lange heiße Sommer
1958 - Einer muß dran glauben
1958 - Keine Angst vor scharfen Sachen
1958 - Playhouse 90 (Fernsehserie; Episode 2.19)
1959 - Der Mann aus Philadelphia
1960 - Exodus
1960 - Von der Terrasse
1961 - Haie der Großstadt
1961 - Paris Blues
1962 - Hemingways Abenteuer eines jungen Mannes
1962 - Süßer Vogel Jugend
1963 - Der Preis
1963 - Der Wildeste unter Tausend
1963 - Eine neue Art von Liebe
1964 - Immer mit einem anderen
1964 - Carrasco, der Schänder
1965 - Lady L.
1966 - Der zerrissene Vorhang
1966 - A Year Toward Tomorrow
1966 - Ein Fall für Harper
1967 - Der Unbeugsame
1967 - Man nannte ihn Hombre
1968 - Der Etappenheld
1969 - Indianapolis - Wagnis auf Leben und Tod
1969 - Zwei Banditen
1970 - ...dann war mein Leben nicht umsonst - Martin Luther King
1970 - America Is Hard To See
1970 - Machenschaften
1971 - Sie möchten Giganten sein
1972 - Das war Roy Bean
1972 - Zwei glücklose Cowboys
1973 - Der Clou
1973 - Der Mackintosh-Mann
1974 - Flammendes Inferno
1975 - McCarthy: Death Of A Witch Hunter
1975 - Unter Wasser stirbt man nicht
1976 - Silent Movie
1976 - Buffalo Bill und die Indianer
1976 - Dance In America (Fernsehserie; Episode 2.1)
1977 - Schlappschuss
1977 - An All-Star Tribute To Elizabeth Taylor (TV-Special)
1978 - A Salute To American Imagination (TV-Special)
1979 - Quintett
1980 - Der Tag, an dem die Welt unterging
1980 - The Barbara Walters Special (Fernsehserie; Episode 5.1)
1981 - The Bronx
1981 - Die Sensationsreporterin
1982 - Come Along With Me (TV-Film)
1982 - The Verdict - Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit
1984 - Harry und Sohn
1986 - Die Farbe des Geldes
1987 - Hello Actors Studio (TV-Special)
1988 - John Huston: The Man, The Movies, The Maverick
1988 - The Racing Experience (Video)
1989 - Blaze - Eine gefährliche Liebe
1989 - Die Schattenmacher
1990 - Mr. & Mrs. Bridge
1991 - Miracle On 44th Street: A Portrait Of The Actors Studio
1992 - The Kennedy Center Honors (TV-Special)
1994 - Nobody's Fool
1994 - Baseball (Fernsehserie; nur Stimme)
1994 - Hudsucker – Der große Sprung
1994 - Inside The Actors Studio (Fernsehserie)
1995 - The Kennedy Center Honors (TV-Special)
1996 - Aus nächster Nähe (Up Close and Personal)
1997 - Super Speedway (nur Stimme)
1998 - Im Zwielicht
1998 - Magic Time For Piotr (TV-Special)
1999 - Message In A Bottle
2002 - Road to Perdition
2005 - Empire Falls (Fernsehserie)
2006 – Cars (nur Stimme)
© Wolfgang Brandt
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