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Filmwelten

Als Start des ersten Teils der Vampir-Trilogie »Twilight - Bis(s) zum Morgengrauen« nach der Vorlage von Stephenie Meyer kommt zwar erst am 15. Januar 2009 ins Kino, doch schon lange ist das Interesse der Fans riesig. Immer wieder schauen sich Gruselfreunde begeistert den ersten Trailer an und der noch unveröffentlichte Soundtrack hat es schon jetzt auf die Bestseller-Listen der Online-Kaufhäuser geschafft. Der Erfolg des Blutsauger-Abenteuers ist also vorprogrammiert.
Da verwundert es nicht, dass die Fortsetzung zu »Twilight« bereits in Arbeit ist. Während der erste Teil der Trilogie davon handelt, wie sich die Schülerin Bella in den geheimnisvollen Vampir Edward verliebt, setzt »New Moon - Bis(s) zur Mittagsstunde« nach dem furiosen Finale an: Als sich Bella an ihrem Geburtstag an Geschenkpapier schneidet und zu bluten beginnt, fällt Edwards Vampir-Bruder Jasper das Mädchen an. Für Edward gibt es nur eine Möglichkeit, seine große Liebe vor sich und seiner blutsaugenden Familie zu schützen - er verlässt Bella und stürzt sie damit in eine tiefe Krise.

Die Autorin Stephenie Meyer erzählt in ihrem Bestseller »Bis(s) zum Morgengrauen« die Geschichte einer verbotenen, aber faszinierenden Liebe und begeisterte damit Millionen von Lesern auf der ganzen Welt. Auch in Deutschland ist die »Bis(s)...«- Reihe - erschienen im CARLSEN Verlag - ein Verkaufsschlager. Die ersten drei Bände wurden mehr als 900.000 Mal verkauft und sind seit Monaten in der SPIEGEL-Bestsellerliste vertreten. Ihre weltweite Popularität schlägt sich auch in über 350 Internet-Fanseiten nieder, die sich mit der Thematik befassen.

Bella Swan ist 17, ein hübsches, scheues Mädchen, das gerade sein neues Leben entdeckt. Nachdem ihre Mutter, die bisher engste Vertraute, ein zweites Mal geheiratet hat, ist Bella aus Arizona an die pazifische Nordwestküste gezogen. Dort, in Forks, lebt ihr Vater Charlie, der örtliche Sheriff, seit seiner frühen Scheidung allein. In einer kleinen Gemeinde mit einem großen Geheimnis. Denn nicht alle der 3.120 Seelen in Forks sind sterblich.

Es ist März. Wie so oft ist die Luft vom Regen feucht, hängt der Nebel tief in den sattgrünen Wäldern, die von der nahen Pazifikküste aus tief ins Hinterland vorgedrungen sind. Als Bella an ihrem ersten Schultag vor der High School parkt, begegnen ihr die Blicke der Mitschüler, die die Neue mustern. Bella ist anders, als sie erwartet haben. Blassgesichtig, obwohl sie aus dem Sonnenstaat Arizona kommt, schlagfertig, smart, aber zurückhaltend. Zur eigenen Überraschung ist die Einzelgängerin schnell akzeptiert. Jungs wie Mike und Eric flirten mit ihr, Mädchen wie Jessica und Angela freunden sich mit ihr an. Und doch gibt es einen, der Bella die kalte Schulter zeigt.

Edward, Adoptivsohn des Arztes Dr. Carlisle Cullen, ist wie seine Adoptivgeschwister Alice, Rosalie, Jasper und Emmet in der Schule isoliert. Man meidet die Cullens, die nicht nur ihrer extremen Blässe, sondern auch ihrer Unnahbarkeit wegen auffallen. Auch im Biologieunterricht bleibt so der Platz neben Edward frei. Als Bella sich zu ihm setzt, schlägt ihr offene Ablehnung entgegen. Erst starrt Edward sie an, fast feindselig, mit Augen, die den Farbton zu wechseln scheinen. Dann wirkt er angewidert, als könne er Bellas Geruch nicht ertragen, verlässt schließlich impulsiv das Klassenzimmer. Verwundert und verletzt bleibt Bella zurück, entschlossen, den unsympathischen Eigenbrötler wegen seines Verhaltens zur Rede zu stellen.

Einige Tage bleibt Edward der Schule fern. Tage, in denen ein Wachmann auf einem Fabrikgelände attackiert wird und ein blutiges Ende findet. Von wilden Tieren gerissen, vermutet Sheriff Swan, doch Edward weiß es besser, behält aber die Wahrheit für sich. Als er wieder auf die Schulbank zurückkehrt, ist er wie verwandelt. Freundlich stellt er sich Bella vor, entschuldigt sich, fragt sie nach ihrer Familie und dem Grund, der sie nach Forks führte. Ein Gentleman, aber auch ein großes Rätsel, wie sich nach der Schule noch deutlicher zeigt. Als ein schlitterndes Auto auf dem Parkplatz auf Bella zurast, stellt er sich blitzschnell schützend vor sie und bringt den Wagen zum Stehen. Wie, das konnte in Sekundenbruchteilen niemand sehen. Doch Bella ist sicher, dass er nur die Kraft seines Arms einsetzte, eine Kraft, die ein Mensch nicht besitzen kann. Verwirrt und gleichzeitig fasziniert fragt sie im Krankenhaus nach. Edward spricht vom Adrenalinrausch, der ihm diese Kräfte gab. Bella hat andere Vermutungen, doch ihr Retter bleibt gefasst: »Niemand wird dir glauben.«

»Lass uns Freunde sein«, sagt er schließlich zu ihr, obwohl beide spüren, dass es längst mehr ist. Nachts scheint Bella von Edward zu träumen und er in ihrem Zimmer zu stehen. Tagsüber fixieren sie sich im Blick, als wäre alles andere ausgeblendet und unbedeutend. Als sie ihn zum Strand einlädt, reagiert er wieder abweisend und launisch: »Wenn du klug bist, hältst du dich fern von mir.« Er selbst tut das Seine dafür, taucht nicht am Meer auf.

»Kalte Wesen« seien die Cullens, erklärt Jacob, Sohn eines Indianers. Weit zurück führe ihre Geschichte, in die Zeit seiner Vorfahren, die in den Wäldern auf die fremden Jäger stießen, und mit ihnen eine Vereinbarung trafen, gegenseitig ihre Reviere zu wahren. Das alles aber sei nur mythische Überlieferung, schränkt Jacob ein. Doch irgendwo in der einsamen Umgebung von Forks kommt Leben in die Legende - und damit der Tod. An einem Bootssteg tauchen James, Laurent und Victoria wie aus dem Nichts auf. »Lass uns nicht mit unserem Essen spielen«, mahnt Laurent. So kommt das Ende schnell für einen überraschten Mann, der dem Blutrausch der kalten Jäger nicht mehr entkommen kann.

Bella recherchiert derweil im Internet und stößt auf ein Buch über die Mythen, von denen Jacob ihr erzählt hat. Spontan nimmt sie die Einladung von Jessica und Angela an, sie nach Port Angeles zu einem Shopping-Trip zu begleiten, um sich das Buch zu besorgen. Als sie zum Auto zurück will, stellen sich ihr junge, betrunkene Männer in den Weg und werden zudringlich. So plötzlich, wie sie auftauchten, kommt Edward zur Hilfe, vertreibt die Gefahr nur mit Blicken, die echte Bedrohung versprechen. Woher wusste er, wo er Bella finden konnte? Ein einziges Mal ist Edward unvorsichtig: »Ich hörte, was sie dachten!« Sofort hakt das Mädchen nach, bis er zugeben muss, dass er die Gedanken anderer lesen könne, nur jene Bellas nicht. Stunden später, zurück in ihrem Zimmer, findet Bella keinen Schlaf, blättert in ihrem neuen Buch und setzt alles Auffällige zusammen: die blasse Haut, die eiskalten Hände, die wechselnde Augenfarbe, die Kraft, Geschwindigkeit und Wahrnehmung. Alles übernatürlich. Bellas Fazit ist erschreckend und doch so verführerisch: Edward ist ein Vampir.

In der Einsamkeit der Wälder kommt es zur Aussprache. Sie spricht ihre Vermutung offen aus, nennt ihn einen Vampir, furchtlos, weil sie wisse, dass er sie nie verletzen würde. Schließlich lässt Edward, der »schon eine ganze Weile 17 ist«, alle Barrieren fallen. Sprintet mit Bella durch das Labyrinth der Bäume, demonstriert seine gewaltigen Kräfte. Gesteht, dass ihn ihr Geruch wie eine Droge anziehe, so stark, dass er sie töten wolle - und zeigt ihr beim einfallenden Sonnenlicht, wie sich Gesicht und Körper verändern, zu glitzern beginnen. »Es ist die Haut eines Killers«, warnt er sie, doch Bella bleibt gelassen: »Ich vertraue dir!« Seite an Seite liegen sie schließlich im Gras. »So verliebte sich der Löwe in das Lamm«, sagt er die magischen Worte, die ihr alles bedeuten.

In den nächsten Tagen scheint die Welt verändert. Edward ist offen wie nie, erzählt ihr alles. Dass Dr. Carlisle ihm, der 1918 an einer Seuche zu sterben drohte, mit einem Biss ewiges Leben, ewige Jugend schenkte. Dass seine Familie sich nur von Tierblut ernährt und keine Menschen tötet. Dass es aber andere Vampire gibt, die dem Codex der Cullens nicht folgen und Menschen unerbittlich jagen. Wie diese durchs Land ziehenden Vampire, denen bereits zwei Männer aus Forks zum Opfer fielen. Sogar seiner Familie, die in einem lichterfüllten Haus mitten im Wald Zuflucht gefunden hat, stellt er Bella vor. Durch die Versuchung, die mit der Nähe wächst, ist es für Bella eine gefährliche Begegnung. Doch die Cullens empfangen sie freundlich, mit Ausnahme von Rosalie, die Bella misstraut, sie insgeheim um ihre Menschlichkeit beneidet.

Es sind Tage des Glücks, voller aufregender neuer Erfahrungen. Bella stellt ihre große Liebe ihrem Vater vor, küsst Edward schließlich in der Zurückgezogenheit ihres Zimmers. Für beide ist es das erste – und für Bella fast auch das letzte Mal, als Edward für einen Moment die Kontrolle verliert. Dennoch verliert sie ihr Vertrauen nicht – wie auch Edward, der sie seiner Familie so nahe kommen lässt wie noch kein Mensch zuvor. Ausgelassen und akrobatisch erlebt Bella die Cullens beim Baseball, das sie nur in der Einsamkeit, im Schutz eines Gewitters spielen können, das neugierige Beobachter üblicherweise fernhält. Doch nicht diese drei, die aus dem Nebel heraus auf die Lichtung treten und sich ihren Artgenossen nähern.

Für Bella bedeutet das Lebensgefahr. Wird sie als Mensch erkannt, werden sie attackieren. Kurz beschnuppern sich die Unsterblichen, scheinbar friedlich, aber vorsichtig. Dann nimmt James, der unerbittlichste unter den Jägern, Witterung auf und faucht das Mädchen an, das in seinen Augen nur Nahrung bedeuten kann. Schützend stellen sich die Cullens vor Bella, die Edward sofort nach Hause fährt. In Panik packt sie, lügt ihren Vater an, dass sie nicht in Forks versauern und deshalb nach Phoenix zurückfahren wolle. Für Charlie Swan ist diese Reaktion ein Schock, für seine Tochter aber eine Notwendigkeit, um den Vater und sich selbst zu schützen.

Noch in der gleichen Nacht fahren Alice und Jasper ihr neues Familienmitglied nach Phoenix, während der Rest des Cullen-Clans den Spuren ihrer gefährlichen Artgenossen folgt. Ein Rennen gegen die Zeit, denn James ist seiner Beute schon näher, als alle glauben. Am nächsten Abend erhält Bella einen Anruf. Es ist die Nummer ihrer Mutter, doch das Wort ergreift James, der sie in seiner Gewalt hat. Kommt Bella nicht sofort zu ihm, wird ihre Mutter sein erstes Opfer werden. Verzweifelt, mit dem Leben abschließend, fährt Bella zum Treffpunkt, ihrem alten Ballettstudio. Ein Ort, der zu dieser Stunde wie ausgestorben wirkt, aber nur von Menschen verlassen ist …

Besetzung

Drehstab

Bella Swan:

Kristen Stewart

Regie:

Catherine Hardwicke

Edward Cullen:

Robert Pattinson

Drehbuch:

Melissa Rosenberg

Charlie Swan:

Billy Burke

Romanvorlage:

Stephenie Meyer

Alice Cullen:

Ashley Greene

Produzenten:

Wyck Godfrey

Rosalie Cullen:

Nikki Reed

 

Mark Morgan

Jasper Cullen:

Jackson Rathbone

 

Greg Mooradian

Emmett Cullen:

Kellan Lutz

Ausführende Produzenten:

Karen Rosenfelt

Dr. Carlisle Cullen:

Peter Facinelli

 

Michele Imperato Stabile

James:

Cam Gigandet

Kamera:

Elliot Davis

Jacob:

Taylor Lautner

Schnitt:

Nancy Richardson

Jessica:

Anna Kendrick

Musik:

Carter Burwell

Mike Newton:

Michael Welch

Kostüme:

Wendy Chuck

Eric:

Justin Chon

Stuntkoordinator:

Andy Cheng

Angela:

Christian Serratos

 

 

Billy Black:

Gil Birmingham

 

 

Esme Cullen:

Elizabeth Reaser

 

 

Laurent:

Edi Gathegi

 

 

Victoria:

Rachelle Lefevre

 

 

Rene, Bellas Mutter:

Sarah Clarke

 

 

Tyler:

Gregory Tyree Boyce

 

 

Waylon Forge:

Ned Bellamy

 

 

Phil:

Matt Bushell

 

 

Mr. Molina, Bellas Lehrer:

Jose Zuniga

 

 

Wie jeder Autor, dessen Story verfilmt wurde, ist auch die Schriftstellerin Stephenie Meyer sehr davon begeistert, ihre Geschichte im Kino sehen zu können. Bedingung dabei war jedoch, dass sich das Filmteam unbedingt an ihre Vorlage halten mussten. »Wir haben alle schon erlebt, wie Bücher in ihrer Verfilmung ruiniert wurden. Es gab eine Menge Dinge, die ich unbedingt schützen wollte, und Bedingungen, die ganz grundsätzlich waren: Niemand durfte sterben, wenn er es nicht auch im Buch tat. Die Namen und Persönlichkeiten des Cullen-Clans mussten beibehalten werden. Solch elementare Dinge eben. Mir ging es um die Bewahrung der Grundlagen.« So die Autorin.

Catherine Hardwicke charakterisiert die Story »Twilight - Bis(s) zum Morgengrauen«, dass sie das Potenzial hat, »visuell und filmisch zu sein und die Empfindungen einzufangen, wie es sich anfühlt, wenn man sich erstmals verliebt, wie man jemanden so lieben kann, dass man sich für ihn in einen Vampir verwandeln will.«

In »Twilight - Bis(s) zum Morgengrauen« haben die Vampire Spiegelbilder, können mit Sonnenlicht zurechtkommen. Es hat zwar eine Wirkung auf sie, lässt sie aber nicht zu Asche verbrennen. Ein Pflock ins Herz führt auch nicht zu ihrer Zerstörung. Stephenie Meyer hat mit verschiedenen Ideen wie eben diesen gespielt, hielt sich aber grundsätzlich an die überlieferte Mythologie, was wir unter Vampiren verstehen.

Text- und Bildquellen:

Pressemitteilung der JUST PUBLICITY GmbH München
www.twilight-derfilm.de

© Wolfgang Brandt

 

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