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Filmwelten

Trailer:

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Als Markenzeichen eine rote Krawatte, umrahmt von weißem Hemd, Anzug, Handschuhen und Filzhut – und natürlich eine schwarze Maske: So tritt »The Spirit« seinen Gegnern entgegen. Will Eisners »The Spirit« gehört in den USA zu den langlebigen Comicserien, und als Beilage in den Zeitungen war es auch 1940 eine Serie, die sich explizit an ein erwachsenes Publikum und nicht an Kinder richtete. Ob es die erste oder eine der ersten Serien für Erwachsene war, mögen die Historiker unter sich entscheiden. In jedem Fall war »The Spirit« eine Alternative zu den gängigen Superheldencomics.
Will Eisners Comic-Serie brachte ihn katapultartig an die vorderste Front einer neuen Comic-Bewegung. »The Spirit« beeinflusste in starkem Maße die Weiterentwicklung herkömmlicher Comicstrips in der Tagespresse, welche nur aus maximal 4 Bildchen bestanden und in der Rubrik Humor zu finden waren, ja sie löste eine ganze Reihe formaler und erzählerischer Innovationen aus. Während Retter der Menschheit wie Batman und Superman die Leser in Atem hielten, schuf Will Eisner seinen Helden, der nicht mit übermenschlichen Kräften beseelt ist: Es ist der ehemaliger Polizist Denny Colt, der allgemein für tot gehalten wurde. »The Spirit« ist eine sehr erwachsene Figur mit trockenem Humor, einem Faible für schöne Frauen und Lokalpatriotismus für seine Heimatstadt Central City. Will Eisner erzählte die Abenteuer mit filmischen Stilmitteln, mit Illustrationen, die an Filme wie »Citizen Kane« erinnern.

In einem Interview bezeichnet Frank Miller Will Eisner als eines seiner größten und frühesten Vorbilder. »Mit 13 Jahren stieß ich zum ersten Mal auf Will Eisners Comics und hielt ihn für einen heißen Newcomer. Dabei waren seine Werke rund vierzig Jahre alt. Sie sahen aber frischer und aktueller aus als alles, was ich bis dahin gesehen hatte.«

Auf der Liste der potenziellen Anwärter für das Drehbuch zu »The Spirit« stand Frank Miller bei Odd Lot Entertainment ganz oben und galt dort als Will Eisners legitimer »Erbe«. Die Produzenten Deborah Del Prete und Gigi Pritzker wollten ihn unbedingt mit im Boot haben. Als Will Eisner im Januar 2005 mit 87 Jahren starb, baten sie Michael Uslan, der an der Trauerfeier in New York teilnahm, sich dort mit Frank Miller zu treffen, um ihm »The Spirit« als Drehbuchautor und Regisseur anzubieten. Miller reagierte zuerst skeptisch. Wie könne er es wagen, das Werk des Meisters, seines Freundes und Mentors anzutasten? Miller ging, nur um kurz darauf anzurufen und die Worte zu sprechen, die sich die Produzenten erhofften: »Ich kann nicht zulassen, das es jemand anderes antastet.« Und somit bekam Frank Miller den Zuschlag.
Frank Millers Verpflichtung war für die Comicverfilmung »The Spirit« eine echte Bereicherung, wie die Produzentin Deborah Del Prete erklärte: »Erst Will Eisner, einer der Erfinder des modernen Comics. Und dann die absolute Ikone des zeitgenössischen Comics, Frank Miller – der Wills Protegé, Freund, Streitpartner war und ihm ebenbürtig ist. Das nenne ich einen Coup.«

Inhalt:

Es ist die Geschichte eines jungen Cops, der auf mysteriöse Weise als Spirit vom Tod in das Leben zurückgekehrt ist, um aus der Schattenwelt heraus das Verbrechen von Central City zu bekämpfen. Sein Erzfeind Octopus ist auf einer ganz anderen, größenwahnsinnigen Mission: Er plant, Spirits geliebte Stadt auszulöschen, während er selbst nach seiner eigenen Unsterblichkeit strebt.
Spirit verfolgt den kaltherzigen Killer quer durch Central Citys heruntergekommene Lagerhäuser, feuchte Katakomben bis in das windgepeitschte Hafenviertel. Dabei begegnet er einem Schwarm exotischer Schönheiten, von denen der maskierte Held jedoch nie wissen kann, ob sie verführen, lieben oder töten werden: Ellen Dolan, das Mädchen von nebenan mit messerscharfem Verstand; Silken Floss, punkige Sekretärin und ein kaltes Biest; Plaster von Paris, eine mörderische französische Nachtklubtänzerin; Lorelei, eine mysteriöse Sirene; und Morgenstern, eine junge sexy Polizistin.
Und dann ist da natürlich noch Sand Saref, die Juwelendiebin mit den gefährlichen Kurven. Sie, die Liebe seines Lebens, hat sich jedoch dem Bösen verschrieben. Wird Spirit sie retten können oder wird sie ihn am Ende ins Verderben führen?

Es ist eine mondhelle Nacht in Central City, als Spirit ein Anruf erreicht. Vor den Toren der Stadt soll ein zwielichtiger Deal über die Bühne gehen, in den ein gesunkenes Frachtschiff und der schrecklichste Verbrecher der Stadt verwickelt ist: Octopus. Spirit greift sofort ein, doch Octopus nimmt den Kampf mit großer Freude auf, bis beide sich fast bewusstlos geprügelt haben. Währenddessen gelingt es Octopus’ eiskalter Komplizin Silken Floss, ungesehen in ihr unterirdisches Hauptquartier zu gelangen. Im Gepäck hat sie einen von zwei mysteriösen Schätzen, die vom Meeresgrund stammen.
Als sich der Nebel verzieht, liegt ein Cop tot auf dem Boden und ein anderer ist schwer verletzt. Spirit müsste eigentlich auch tot sein: Er wurde angeschossen, niedergestochen und hat eine ganze Menge eingesteckt. Doch während die erstklassige Chirurgin Ellen Dolan ihn wieder zusammenflickt, weiß er längst, dass seine Wunden in kürzester Zeit vollständig verheilt sein werden. Nur warum weiß er nicht.
Doch es bleibt keine Zeit, über dieses Rätsel nachzudenken. Solange Octopus in Central City sein Unwesen treibt, ist niemand sicher. Dazu kommt, dass Octopus nicht allein im Watt war. Es gab dort noch eine Frau und sämtliche Hinweise deuten auf eine unwahrscheinliche Kandidatin: die verführerische, internationale Juwelendiebin Sand Saref.

Sand Saref. Der Klang dieses Namens allein lässt das Herz von Spirit fast aussetzen, wie es nur die erste Liebe eines Mannes zu tun vermag. Doch diese Liebe liegt lange zurück, als Sand Saref und Denny Colt noch Nachbarskinder waren, bevor eine unermessliche Tragödie ihre Lebenswege in radikal entgegen gesetzte Richtungen treiben ließ. Sand hat geschworen, niemals nach Central City zurückzukehren. Kann sie es also wirklich gewesen sein? Und sollte sich das »nette Mädchen von nebenan« aus Dennys Kindheit tatsächlich in eine Frau verwandelt haben, die zu Mord fähig ist?
Als ein weiterer Toter auftaucht, sucht Spirit umso stärker nach seiner verlorenen Liebe. Währenddessen sind auch Octopus, Silken und ihre unerschöpfliche, geklonte Bande von Handlangern auf der Jagd nach der Juwelendiebin, um ihr die Schätze abzujagen, die sie überhaupt erst in das glitschige Watt getrieben haben.
Sobald Octopus im Besitz des Schatzes ist, wäre er in der Lage, seinen Masterplan auszuführen, nämlich ganz Central City zu kontrollieren. Nur ein Mann ist in der Lage, ihn aufzuhalten: Spirit. Aber Octopus weiß mehr über unseren Helden als dieser selbst. Er kennt nicht nur den Grund für Spirits Unsterblichkeit, er weiß auch, wie man sie wieder umkehrt …

Sand Saref

Lorelei

Ellen Dolan

Silken Floss

 

Die Schauspieler

Der Drehstab

Spirit:

Gabriel Macht

Regie und Drehbuch:

Frank Miller

Sand Saref:

Eva Mendes

Produktion:

Deborah Del Prete

Ellen Dolan:

Sarah Paulson

 

Gigi Pritzker

Commissioner Dolan:

Dan Lauria

 

Michael Uslan

Plaster von Paris:

Paz Vega

Kamera:

Bill Pope, ASC

Morgenstern:

Stana Katic

Art Director:

Rosario Provenza

Silken Floss:

Scarlett Johansson

Schnitt:

Gregory Nussbaum

Octopus:

Samuel L. Jackson

Musik:

David Newman

Phobos:

Louis Lombardi

Kostümdesign:

Michael Dennison

Lorelei:

Jaime King

Line Producer:

Alton Walpone

»The Spirit« ist eine Würdigung des Werkes von Will Eisner, eine tiefe Verbeugung Frank Millers gegenüber seinem Idol. Will Eisner war der Erste der Comiczunft, der sich am Film und an Erzählstrukturen des Romans orientierte, um Comics zu erstellen. Ohne ihn würde es die heutigen »Graphic Novels« und die zahlreichen Filme, die sich an Comics orientieren, vielleicht nicht geben, denn er bereitete den Weg für diese Erzählformen.

Webseite: http://www.thespirit-derfilm.de/

Text- und Bildquellen:

  • Pressemitteilung der SONY PICTURES RELEASING GmbH Berlin

© Wolfgang Brandt

 

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