Sie sind hier: Startseite - Audiovisuelles - Filmwelten - Robin Hood


Filmwelten

Robin Hood

Als 2009 bekannt wurde, dass Ridley Scott eine Neuversion über die Geschichte von Robin Hood drehen wollte, hat mann gedacht … mmmm … schon wieder Robin Hood. Aber der Altmeister selbst hat gleich dazu gesagt: »Diese Version wird ganz anders.« Und zuerst hat er das auch gewollt. Wenn man über die Entstehungsgeschichte des Films nachliest (z.Bsp. bei Cinema), dann gab es eine Version, in welcher der Sheriff von Nottingham den Helden und Robin Hood einen ziemlich miesen Typen, einen richtigen Gauner spielen sollte.

Die Geschichte von Robin Hood wurde schon mehrmals verfilmt. Die bekanntesten Versionen sind die von Errol Flynn aus dem Jahre 1938, The Adventures of Robin Hood, und die Version von Kevin Costner, Robin Hood -Prince of Thieves.
Die Version von Erroll Flynn ist, obwohl alt, auch vielleicht einer der besten. Robin Hood ist ein echter Schurke, der vom Sheriff klaut, was er kann und es den Armen gibt. Und zwischendurch liebt er die Maid Marian und gewinnt das große Turnier der Bogenschützen. Regie führte Michael Curtiz und William Keighley. Mit Curtiz hatte Flynn mehrfach zusammengearbeitet. Weiter auffallend sind Olivia de Havilland als Maid Marian und Sir Basil Rathbone als ein sehr fieser Sheriff.

Kevin Coster drehte Robin Hood - Prince of Thieves 1991. Dies war ein Riesenerfolg in den Kinos. Es ist ein richtiger Abenteuerfilm geworden mit einem sehr starken Cast. Zum Beispiel spielt Morgan Freeman seinen bester Freund und Alan Rickman den Sheriff. Nur wen man den Film mit Originalton sieht, fällt allerdings etwas anderes auf. Kevin Costner versucht einen englisches Akzent und … ähm … das geht nicht ganz gut. Aber den Film sollte man ruhig genießen. Bekannt wurde durch den Film auch der Titelsong von Bryan Adams, der lange in den Charts vertreten war. Regie führte Kevin Reynolds, aber Costner stellte den Film fertig, weil es mal wieder Krach gab zwischen den Freunden.

Die neue Version von Robin Hood erzählt die Geschichte vor den bisher bekannten Versionen des Robin Hood. Er kämpft in der Armee von König Löwenherz. Robin Hood heißt zu dieser Zeit noch Robin Longstride. Robin Hood wird er erst am Ende des Films. Die Rolle wird gespielt von Russell Crowe, der schon mehrfach mit Ridley Scott zusammengearbeitet hat. Am bekanntesten von ihm ist wohl Gladiator. Die Maid Marian heisßt im Film übrigens Marion. Gespielt wird sie von Cate Blanchett, die man aus den Herr der Ringe-Filmen kennt.

Eine Frage, die Ridley Scott von Anfang an gestellt wurde, war, dass diese Geschichte schon so oft verfilmt wurde. Doch Scott sagte, dass er diese Versionen nicht sonderlich liebe. Und ob es nicht ein bisschen altmodisch war, um wieder Robin Hood zu drehen. Darauf hat er grinsend geantwortet: »Man hielt mich für verrückt, als ich Gladiator drehte, und siehe mal, was passierte.«

Robin Hood ist ein Film, den man sich unbedingt im Kino ansehen sollte, wie die meisten großen Filme. Fernsehen ist ja schön bequem, aber nirgendwo gibt es ein Fernsehen mit ein Bild von 7 Metern Breite. Robin Hood ist großes Kino. Vielleicht hatte Scott die Geschichte etwas kürzen sollen, aber die Kämpfe und die Schauspielerleistungen sind voll in Ordnung. Achtet mal, wenn ihr euch den Film im Kino anseht, auf die Kameraführung. Wie die meisten Scott-Filme sieht auch dieser Film aus wie ein Gemälde. Als ein englischer Journalist Scott danach fragte, hat er grinsend geantwortet: »That is why we call them Moving Images.«

Und Ridley Scott hat schon zugesagt, Teil 2 zu drehen, wenn der Film ein Erfolg wird.

Bildquelle: www.cinema.de

Copyright © 2010 by Wim Aalderink

 

© by 2010
nach oben Zurück Optimiert für 1024x768 Pixel
im IE & Mozilla Firefox