Unsere Mitarbeiter habe ich in Vorbereitung unseres vierjährigen Geisterspiegel-Jubiläums gefragt, was denn ihr Lieblingsfilm sei. Zugegeben: Meine Frage war nicht einfach zu beantworten, um aus den vielen Filmen, die in den Kinos und im Fernsehen liefen oder als DVD im Rack stehen, DEN Film auszuwählen. Und da gibt es ja auch noch die vielen Genres, ob Krimi/Thriller, Horror, History, Western, Anime …, genau so, wie so manche Beiträge zu diesen hier im Geisterspiegel zu finden sind.
Sehr verschieden sind die Interessen und Neigungen unserer Mitarbeiter, die sich an der Umfrage beteiligten, und so differenziert ist auch das Ergebnis.
Der Waisenjunge Krabat beginnt eine Lehre in einer Mühle. Doch schon bald kommt Krabat hinter ein Geheimnis: Die Mühle ist ein Hort der Schwarzen Magie. Anfangs ist er fasziniert von dem mächtigen Meister, der Gesellschaft der elf Müllersburschen und von der Magie. Der Meister lehrt seine Gesellen, sich durch Zeit und Raum zu bewegen. In Raben verwandelt fliegen sie nachts über Wälder und Landschaften. Als Krabat dem Bauernmädchen Kantorka begegnet, verliebt er sich in sie. Doch der unerbittliche Meister hat andere Pläne mit ihm ...
Statement von Hanno Berg
Einen richtigen Lieblingsfilm habe ich nicht. Der Film, der mir in der letzten Zeit am besten gefallen hat, ist »Krabat«. Grund dafür ist, dass er spannend, glaubwürdig und der Zeit der Geschehnisse entsprechend herüberkam, und dass außerdem die jungen deutschen Schauspieler allesamt super gespielt haben.
Angeblich soll er die Akte in einem wichtigen Fall verschlampt haben. Doch der junge Anwalt Andrew Beckett kennt den wahren Grund für seine Kündigung: Er ist homosexuell und mit dem Aids-Virus infiziert. Als die Krankheit ausbricht, lässt ihn Kanzlei-Chef Wheeler, früher sein Förderer, fallen. Andrew kann das nicht akzeptieren - er beginnt zu kämpfen. Zusammen mit dem einzigen mutigen Anwalt der Stadt verklagt er seinen Arbeitgeber. Der Prozess sorgt schnell für schockierende Schlagzeilen.
Statement von Anke Brandt
Also, das ist eine schwierige Frage. Erwartet wird von mir vielleicht »Der Herr der Ringe«, die gehören zweifellos zu meinen Lieblingsfilmen. Genauso wie »4 Fäuste gegen Rio« oder »Vom Winde verweht«.
Aber ... den größten Eindruck hinterlässt seit vielen Jahren der Film »Philadelphia«.
Warum? Ich bin jedesmal gerührt von der uneingeschränkten Offenheit und Herzlichkeit, die zwischen den Freunden und vor allem in Andrews Familie herrschen. Von der Stärke, dem Zusammenhalt und dem gemeinsamen Kampf, den sie durchstehen. Ja, diese zwischenmenschliche Wärme ist es, warum dieser Film mein absoluter Favorit ist
Es ist das Jahr 1945. Japan wird von amerikanischen Bombern heimgesucht, die das Land zur Kapitulation zwingen sollen. Bomben prasseln vom Himmel und wo sie einschlagen, brennt die Erde. Im Inferno eines solchen Angriffs verlieren der vierzehnjährige Seita und die vierjährige Setsuko ihre Mutter. Ohne den Vater, der schon lange bei der Marine ist, sind die Kinder auf sich alleine gestellt. Zuerst kommen sie bei Verwandten unter, doch die hungrigen Mäuler sind in der Not des unerbittlichen Krieges nicht willkommen. So ziehen Seita und Setsuko in einen verlassenen Bunker und versuchen, auf eigene Faust zu überleben.
Statement von Ulrike Dansauer
Meine Lieblingsfilme sind alle Animes, die Studio Ghibli herausbringt. Das ist ein hochwertiges Anime-Studio, das u. a. Kinderbuchklassiker wie Johanna Spyris »Heidi« als Anime umsetzte. Die abendfüllenden Filme dieses Studios fallen durch sehr gute Animationsqualität und tiefsinnige Inhalte auf. Themen sind u. a. Umweltzerstörung (Prinzessin Mononoke, Pom Poko, Nausicaä), Erwachsenwerden (Kiki's Delivery Service, Chihiro im Zauberland, Im Land der Katzen, Das wandelnde Schloss, Whisper of the Heart, Laputa usw.), Alltag (Meine verrückten Nachbarn, die Yamadas), Krieg (Die letzten Glühwürmchen) und Phantastik in fast jedem dieser Filme. Der berührenste und schockiernste ist zweifelsohne »Die letzten Glühwürmchen«. Der Film fängt mit dem Tod des jugendlichen Protagonisten an. Dessen Geist begleitet den Zuschauer durch die Geschichte von zwei Geschwistern, die durch den Zweiten Weltkrieg Vater und Mutter verloren haben und letztendlich verhungern müssen. Die Glühwürmchen, die eigentlich Hoffnungsträger sind, verweisen im Anime auf das Massengrab, in dem die Mutter beerdigt wird, und auf den nahen Tod der beiden Geschwister. Ganz anders der im gleichen Jahr entstandene Film »My Neighbour Totoro«, der das Markenzeichen des Studios geworden ist: Da spürt man die Lebensfreude der Familie, obwohl die Mutter sehr krank ist. Und die Neugier auf phantastische Erlebnisse im Alltag, die durch den gutmütigen Sturmgeist Totoro und dem nur für die beiden Mädchen der Familie sichtbare grinsende Katzenbus verkörpert werden. Die Filme sind insgesamt sehr warmherzig und stimmen nicht selten nachdenklich. Ich kann sie nur empfehlen, auch wenn die Anime-Umsetzung von »Erdsee« leider nicht so gut gelungen ist.
Ein Szenario, vor dem siche jeder Fluggast füchtet: Eine kleine Privatmaschine kollidiert am Himmel mit einer Boing 747. Durch den Aufprall wird ein riesiges Loch ins Cockpit der Boeing gerissen und die Flugzeugcrew getötet. Um die führungslose Maschine voller panischer Passagiere unter Kontrolle zu bekommen, unternimmt der ehemalige Jet-Pilot Alan Murdock ein unglaubliches Wagnis: Von einem Helikopter aus will er sich in die beschädigte Maschine abseilen lassen ...
Statement von Tommy Tohang
Mein Lieblingsfilm passt sicher nicht so gut zum Geisterspiegel.
Es handelt sich um den Vater aller Flugzeugkatastrophenfilme: Airport - Giganten am Himmel von 1975. Ich sehe gern Katastrophenfilme, besonders wenn es was mit Flugzeugen zu tun hat.
»Der Herr der Ringe - Die Gefährten«: Der Zauberer Gandalf betraut den Hobbit Frodo mit der Aufgabe, einen magischen Ring in das Reich des bösen Zauberers Sauron zu bringen und im Magma des Schicksalsberges zu vernichten. »Die zwei Türme«: Frodo und sein Hobbit-Freund Sam suchen getrennt von ihren Gefährten den Weg zu Saurons Reich und treffen auf die Kreatur Gollum. »Die Rückkehr des Königs«: Während sich Frodo, Sam und Gollum dem Schicksalsberg nähern, versucht Gandalf die Menschen von Gondor zu mobilisieren. Vor den Toren von Gondors Hauptstadt kommt es zur entscheidenden Schlacht.
Statement von Wim Alerink
Mein Lieblingsfilm? Das ist keine einfache Frage, ich habe schon zuviele gesehen, die mich begeistert haben und das noch immer tun. Wenn ich diesen Film sehe, weiß ich, warum ich Kino liebe. Wass kann ich dazu sagen? Ich habe die Filme während einer Marathonvorstellung gesehen, alle 3 Filme hintereinander, und das Publikum war einfach begeistert. Ich auch. Noch immer, wenn ich die Filme sehe, bekomme ich eine Gänsehaut.
Einsam und verbittert steht der Cowboy Ethan Edwards vor den rauchenden Trümmern der Ranch seines Bruders. Die ganze Familie wurde von den Comanchen getötet, seine kleine Nichte Debbie verschleppt. Von blindem Haß getrieben, entfesselt Edwards einen gnadenlosen Rachefeldzug. John Wayne und Natalie Wood als Debbie sind die Stars in dem spannenden Westernklassiker, der für viele Kritiker als bester Film des legendären Starregisseurs John Ford gilt.
Statement von Slaterman
Ich habe lange überlegt: »Spiel mir das Lied vom Tod«, »Der dritte Mann« sowie »Psycho« waren ebenso in der engeren Auswahl wie der »Pate« oder »Star Wars«. Letztendlich gewonnen hat meine Hitliste der besten Filme aller Zeiten »The Searchers", hierzulande wohl besser bekannt als »Der schwarze Falke« mit John Wayne und Natalie Wood in den Hauptrollen. Dieser beinahe schon legendäre Klassiker von Meisterregisseur John Ford hat meiner Meinung nach alles, was ein guter Film braucht. Grandiose Landschaftsaufnahmen, eine Rahmenhandlung die einen auch heute noch in den Bann zieht und Schauspieler, die ihr Handwerk beherrschen. Ein einfacher, harter Film über ein hartes Land und über die Menschen, die darin lebten. Grandioses Kino mit einfachsten Mitteln, da kann selbst ein Avatar nicht dagegen anstinken.
Der abgebrannte Privatdetektiv Harry Angel hat einen Auftrag: Für den mysteriösen Louis Cyphre soll er den Sänger Johnny Favorite finden. Ein teuflischer Auftrag, denn bei seinen Ermittlungen in Voodoo-Kreisen sterben alle, mit denen er in Kontakt tritt. Angel selbst gerät unter Mordverdacht. Als er versucht, den Job wieder loszuwerden, erhöht sein Auftraggeber zynisch sein Honorar. Die Spur zu Johnny Favorite wird immer blutiger und der Routinefall zum Horrortrip.
Statement von Stef Kessler
Auch wenn's nicht einfach war, da es doch ne Menge Filme gibt, die mir gut gefallen, ist besonders einer herausragend, und zwar: Angel Heart.
Warum: Alan Parker vermischt hier auf geniale Weise Film noir und Horror Thriller. So ist bereits die eröffnende Sequenz schön düster und atmosphärisch. Und was für den Privatdetektiv Harry Angel wie ein gewöhnlicher Kriminalfall beginnt, wird ihm schlussendlich zum Verhängnis: Langsam aber stetig verstrickt er sich immer mehr in einem Netz aus Okkultismus und Voodoo, während seine Suche immer mehr und grausamere Todesfälle mit sich zieht. Eine Suche, an deren Ende er seinem schlimmsten Gegner gegenübersteht: sich selbst.
Alan Parker baut in dem Film gekonnt die Spannung auf, die langsam ihrem Höhepunkt am Ende des Streifens zustrebt - auch sehr gekonnt von Mickey Rourke in der Rolle des Harry Angel umgesetzt, der sich immer verzweifelter gegen die widrigen Umstände zur Wehr zu setzen versucht. Und ebenfalls in einer Glanzrolle: Robert de Niro als der Leibhaftige, der zwar immer wieder Andeutungen auf seine Identität gibt, aber erst am Schluss alle Hüllen fallen lässt.
London um 1900: George erfindet eine Zeitmaschine. Er macht sich auf die Reise in die Zukunft. Dabei erlebt er sämtliche Schreckensjahre des 20. Jahrhunderts. Er stoppt im Jahre 802.701. Die Erde ist wieder in ihren paradiesischen Urzustand zurückgekehrt. Bald stellt der Zeitreisende fest, daß die phlegmatischen Elois ein grausames Schicksal erwartet. Sie »müssen« sich den Morlocks opfern, grünhäutigen Menschenfressern, die unter der Erde leben und arbeiten.
Statement von Max Pechmann
Mein Lieblingsfilm ist »Die Zeitmaschine« von 1960. Der Film steht für den Beginn meiner Phantastik-Begeisterung. Er lief Anfang bis Mitte der 80er regelmäßig im Fernsehen, und ich habe ihn während meiner Kindheit so gut wie nie verpasst. Heute besitze ich natürlich die DVD. Noch immer sehe ich mir den Film zwei- bis dreimal im Jahr an. Für mich ist er so etwas wie der perfekte Genrefilm. Hier findet man Abenteuer, SF und Unheimliches. Er ist schnell, spannend und witzig - und wird einfach nie langweilig. Höhepunkt sind natürlich die Morlocks. Ich liebe diese blauen Monster. Ihr Design ist einfach unschlagbar. Am liebsten hätte ich einen von denen bei mir zu Hause. Aber ich glaube, meine Frau hätte was dagegen.
Immobilienmakler Jonathan Harker, geschäftlich unterwegs in Transsylvanien, folgt der Einladung eines alten Grafen. Bereits kurz nach der Ankunft auf dem Schloss entdeckt er, wer sein Gastgeber wirklich ist: Dracula, der Fürst der Vampire. Als Dracula ein Foto von Jonathans Verlobter Mina sieht, ist es um den Meister der Dunkelheit geschehen: Mina gleicht Draculas verstorbener Braut Elisabeta aufs Haar! Dracula überlistet Jonathan und reist blutdürstend zu Mina nach London.
Statement von Rebecca Hagelmoser
Oha, nur EINEN Lieblingsfilm aussuchen von so vielen??? Ok, dann wäre das bei mir: Bram Stoker's Dracula, der von Francis Ford Coppola.
Klassentreffen mit Hindernissen. Martin Blank (John Cusack) erscheint zum ersten Mal seit zehn Jahren wieder einmal in seiner Heimatstadt Grosse Pointe in Michigan. Hier hatte er seine damalige Geliebte Debi Newberry (Minnie Driver), die mittlerweile eine prominente Radiomoderatorin geworden ist, just am Abend ihres Abschlußballes in ihrem mehrere Hundert Dollar teuren Ballkleid sitzen lassen und die Stadt verlassen - bis heute. Eigentlich wollte Martin gar nicht zum zehnten Jahrestag seines Highschool-Abschlusses kommen, aber es gab zwei gute Gründe, die doch dafür sprechen: erstens hat der Profikiller, der den Präsidenten von Paraguay mit einer Gabel erledigt hat, einen »Kunden« in Grosse Pointe, der gerade am Wochenende des Jubiläums aufgesucht werden soll; zum zweiten hat sein Seelenklemptner ihn zurück in seine Heimat beordert, damit er seine Idenditätskrise bewältigen kann ...
Statement von Sascha Vennemann
Aus den zahlreichen tollen Filmen, die ich bisher in meinem Leben sah, einen auszuwählen, um ihn als »Lieblingsfilm« zu bezeichnen, ist für mich unmöglich. Sollte ich aber einmal wirklich dazu gezwungen sein, dann würde es wahrscheinlich die romantische Action-Komödie »Grosse Pointe Blank« werden.
Dieser US-amerikanische Spielfilm aus dem Jahre 1998 vereint auf 107 Minuten ziemlich viel dessen, was mir gut gefällt. Es geht um Martin Blank, einen neurotischen Auftragskiller, der an seinem Job keinen rechten Spaß mehr findet und dessen Psychiater in ständiger Angst lebt, von seinem Patienten um die Ecke gebracht zu werden. Seine Sekretärin rät ihm, eine Auszeit zu nehmen und zu seinem 10jährigen Highschool-Abschluss-Jubiläumstreffen in seinen Heimatort Grosse Pointe zu fahren. Martin folgt dem Rat nur widerwillig, wartet dort doch seine Jugendliebe Debi auf ihn, die er am Abend des Abschlussballs sitzen ließ, um zur Army zu gehen. Einmal zurück in Grosse Pointe muss sich Martin aber nicht nur mit seinen Erinnerungen an Debi, die heute Radiomoderatorin ist, herumschlagen, sondern auch mit seinen alten Schulkameraden, die als Autoverkäufer, Sicherheitsmann oder Immobilienmakler nie wirklich aus der Stadt herausgekommen sind. Als Martin sie vollkommen ehrlich mit seinem Job konfrontiert, denken diese, er würde sie nur veralbern und spielen das Spiel mit. Doch als dann noch weitere Killer in der Stadt auftauchen, die es auf Martin abgesehen haben, weil dieser nicht in der vom Killer-Boss Grocer neu gegründeten Hitmen-Gewerkschaft mitmachen will, wendet sich das Blatt. Welche früheren Freunde stehen noch zu Martin? Und was sagt Debi dazu, die gerade ihre Gefühle für den mysteriösen Mann aus ihrer Vergangenheit wiederentdeckt, dass dieser den Auftrag bekommen hat, ihren Vater umzubringen?
»Grosse Pointe Blank« ist in mehrerlei Hinsicht absolut bemerkenswert: Der Humor ist tiefgründig und sarkastisch und nimmt die Einstellung des »American Dream« auf die Schippe. Nicht nur Martin, auch seine Schulkollegen, die vielleicht mal viel aus ihrem Leben machen wollten, versauern in der Mittelmäßigkeit und wollen daran glauben, dass ihnen dieses Leben gefällt. Martin Blank wird genial von meinem Lieblingsschauspieler John Cusack in Szene gesetzt, als seine Sekretärin ist Joan Cusack, seine Schwester, zu sehen. Die Szenen des Geschwisterpaars gehören mit zu den amüsantesten, die ich je sah. In den weiteren Rollen genial besetzt sind Alan Arkin als Psychiater und Dan Aykroyd als Killer-Boss Grocer, dessen albernes und hypochondrisches Gequatsche sowohl im englischen Original als auch in der Übersetzung seinesgleichen in der Filmgeschichte sucht. Dazu kommt der tolle 80er-Jahre-Soundtrack mit Stücken von David Bowie, Queen, Violent Femmes, Clash, Guns’n Roses und Nena (!), der Rest der Musik stammt von Joe Strummer (verstorben 2002), Sänger und Gitarrist von »The Clash«. Was diesen Film vielleicht noch zu meinem Lieblingsfilm macht: Ich besitze ihn als englische VHS, deutsche VHS und auf DVD. So viele Versionen ein und desselben Films habe ich für gewöhnlich nicht.
»Zurück In Die Zukunft« ist eine richtig erfrischende Teenager-Zeitreise-Komödie. Mit diesem Film hat Michael J. Fox wohl seinen endgültigen Durchbruch geschafft. Vorstadtteenager Marty McFly hat es nicht leicht: Die Schule stinkt ihm, seine Rockband verliert einen Wettbewerb und er hat Angst als Loser wie sein Vater zu enden. Sein einziger Trost ist der exzentrische Wissenschaftler Doc Brown, der einen Sportwagen zu einer Zeitmaschine umgebaut hat. Ehe sich Marty versieht, rast er in die 50er Jahre zurück und stellt damit das komplette Zeitkontinuum seines Lebens auf den Kopf. Er trifft seine attraktive Mutter, die sich Hals über Kopf in ihn anstatt in den höchst tölpelhaft agierenden Vater verliebt. Um seine eigene Existenz zu retten, muss Marty nicht nur die Mutter mit dem Vater verkuppeln, sondern auch den penetranten Störversuchen von Daddys Erzrivalen Biff Tannen Einhalt gebieten, der ebenfalls ein Auge auf Mutter geworfen hat. Marty gelingt mit Hilfe von Doc Brown das Unmögliche: Die alte Zeit wird wieder hergestellt - zumindest fast. Als Marty in die Gegenwart zurückkehrt, ist alles besser, denn sein Vater hat durch ihn gelernt, sich gegen das Scheusal Biff durchzusetzen. Dadurch haben sich die Sonnenseiten des Lebens vertauscht.
Statement von Nino Coviello
Ich habe mir lange Zeit gelassen, darüber nachzudenken. Als Ergebnis habe ich mir nun »Back to the Future Part 1« ausgesucht.
Warum ausgerechnet den? Das ist irgendwie einfach und doch schwer zu beschreiben. Primär spielt das Thema Zeitreise natürlich eine Rolle, wobei wohl noch nie ein so außergewöhnliches Gefährt wie der De Lorean zum Einsatz kam. Als Jugendlicher der 80er Jahre wird man bei der Filmmusik geradezu sentimental (Power of love, Huey Lewis & The News, Frankie Goes To Hollywood). Und dann natürlich in 1955: Chuck Berry mit Johnny B. Goode, hier von Michael J. Fox dargeboten. Die Darstellung der 50er Jahre in den grellbunten Farben und die edlen Autos sind einfach umwerfend. Der erste Teil ist seinen zwei Nachfolgern um ein Vielfaches voraus.
Juliet Forrest (Rachel Ward) ist fest davon überzeugt, dass der angebliche Unfall ihres Vaters tatsächlich keiner war. Ihr alter Herr war ein Käse-Wissenschaftler und hatte an einem neuartigen Rezept gearbeitet. Um beweisen zu können, dass es sich um einen Mord handelte, engagiert sie den Privatdetektiv Rigby Reardon (Steve Martin).
Statement von Stefan Bellack
Zu meinen absoluten Lieblingsfilmen gehört definitiv »Dead Men Don`t Wear Plaid« (»Tote tragen keine Karos«)aus dem Jahre 1982 von Regisseur Carl Reiner! Dieser Film mit Steve Martin und Rachel Ward in den Hauptrollen ist eine wunderbare Krimikomödie und Parodie auf die Filme der Schwarzen Serie der 40er Jahre. Konsequent vollständig in Schwarz/Weiß gedreht, verbindet »Dead Men Don`t Wear Plaid« neu gedrehtes Material mit Original-Filmausschnitten des damaligen Detektivfilms zu einer perfekten Einheit. Steve Martin als Privatdetektiv Rigby Reardon übernimmt von der attraktiven Rachel Ward alias Juliet Forrest einen Auftrag, dessen Aufklärung darin gipfelt, dass verbliebene Nazis mithilfe eines entführten Wissenschaftlers die Welt erobern wollen, indem sie als Waffe überreifen Schimmelkäse einsetzen.
Der ganze Film ist ein großer, intelligenter Spaß, bei dem es sehr auf die Details ankommt. Sieht man den Film zum ersten Mal, besteht einer seiner Reize z. B. auch darin, die Original-Filmzitate zu erkennen, zu erraten und gleichsam die mitwirkenden Schauspieler/innen, allesamt Legenden Hollywoods wie Humphrey Bogart, James Cagney, Burt Lancaster, Bette Davis, Kirk Douglas, Ava Gardner, Ingrid Bergman, Vincent Price u. v. a.
Unzählige Male habe ich »Dead Men Don`t Wear Plaid" als Student in den Frankfurter Programmkinos gesehen, später dann im TV und nun natürlich auch auf DVD.
Es ist nach wie vor ein Genuß, sich auf Steve Martin`s absurde Schnitzeljagd einzulassen, die auch nach all den Jahren nie langweilig wird. Wer der englischen Sprache einigermaßen mächtig ist, sollte sich den Film unbedingt im Original anschauen, ggf. mit Untertiteln. Ein Film, der die Bezeichnung »Kult« wirklich verdient hat.
Leutnant John Dunbar wird in einen heruntergekommenen Außenposten in South Dakota versetzt. Seine Anwesenheit bleibt nicht unbeobachtet. Die ersten Kontakte zu Indianern sind eher feindselig, doch als er einer dort lebenden weißen Frau das Leben rettet, gewinnt er allmählich ihr Vertrauen. Er erlernt die Lakota-Sprache, akzeptiert ihre Sitten und Gebräuche und wird schließlich in ihre Gemeinschaft aufgenommen. Er verliebt sich in die Frau, die er gerettet hat, heiratet sie und wird immer mehr zum Indianer. Die Idylle endet jäh, als Soldaten den vermeintlichen Verräter gefangen nehmen …
Statement von Andrea Hoch
Der Film ist bis auf wenige Ausnahmen fern aller Klischees der Western.
Kevin Kostner hat sich im Bemühen um historische Wahrheit mit diesem Epos als Regisseur und Hauptdarsteller selbst übertroffen. Allen Unkenrufen zum Trotz hat er ein Meisterwerk der Filmgeschichte geschaffen. Trotz einer Länge von 3 – 4 Stunden (verschiedene Fassungen) und langen Zeiträumen ohne Actionszenen wird dem Zuseher nicht langweilig. Hervorragende Kameraarbeit, exzellente Schauspieler, atemberaubende Naturkulissen, untertitelte Dialoge in Lakota und einfühlsame Musik (John Barry) machen den Film zu etwas Besonderem. Ein MUSS für Freunde dieses Genres.
Der erste Bond in der Nach-Brosan-Ära mit dem neuen Darsteller Daniel Craig - Der Film basiert auf dem Buch »Casino Royale« von 007-Erfinder Ian Fleming, das bereits 1967 als Satire verfilmt wurde. Der Film zeigt James Bond, bevor er seine Lizenz zum Töten erhält. Doch auch ohne diesen Status ist Bond nicht weniger gefährlich, und nach zwei kurz aufeinanderfolgenden, erfolgreich ausgeführten Eliminierungen wird er zum Doppelnull-Agenten befördert. Bonds erste 007-Mission führt ihn nach Madagaskar, wo er den Terroristen Mollaka ausspionieren soll. Doch nicht alles verläuft nach Plan und Bond beschließt, auf eigene Faust und ohne den MI6 zu ermitteln, um auch den Rest der Terrorzelle ausfindig zu machen. Bond folgt einer Spur, die ihn auf die Bahamas führt, wo er auf Dimitrios und dessen Freundin Solange trifft. Bond findet heraus, dass Dimitrios mit Le Chiffre, dem Bankier einer weltweit operierenden Terrororganisation, unter einer Decke steckt. Der Geheimdienst findet heraus, dass Le Chiffre im Casino Royale von Montenegro beim Pokern einen hohen Geldbetrag für seine Organisation erspielen will. Doch um an das dringend benötigte Geld zu kommen, muss Le Chiffre einen hohen Einsatz riskieren. Der MI6 beauftragt 007, bei dem Pokerspiel gegen ihn anzutreten - denn wenn Le Chiffre verliert, würde das seine gesamte Organisation zerstören. »M« weist Bond die verführerische Vesper Lynd als Partnerin zu, damit sie ein wachsames Auge auf ihn hat. Nachdem Bond zunächst mehr als skeptisch ist, ob Vesper ihm bei seinem Auftrag von Nutzen sein kann, vertieft sich seine Beziehung zu ihr, nachdem sie beide Le Chiffre in die Hände fallen und gemeinsam große Gefahr und am Ende sogar Folter überstehen müssen. In Montenegro verbündet sich Bond mit Mathis, dem örtlichen MI6-Agenten, und Felix Leiter, der die Interessen des CIA vertritt. Das Marathon-Pokerspiel nimmt mit schmutzigen Tricks und Gewalt seinen Lauf. Dabei werden die Einsätze in schwindelerregende Höhen getrieben, bis es am Ende um weit mehr als Blut-Geld geht.
Statement von Bernd Tezeden
Das ist schwer. Aber der Film, den ich mir am meisten angeschaut habe, ist der Bondfilm »Casino Royale«. Einmal, weil ich Daniel Craig entgegen meiner anfänglichen Meinung eine Chance geben wollte - und ich angenehm überrascht wurde. Zweitens, weil ich endlich mal wieder Action pur sehen wollte ohne den üblichen digitalen Schnickschnack mit CGI. Der Film ist glaubwürdig, spannend und von der Stuntchoreografie sensationell! Craig überzeugt als eiskalter Bond, zeigt aber auch seine menschlich-emotionale Seite. Die Story ist bodenständig, und endlich gibt es mal einen Gegner, der nicht gleich die Welt erobern oder zerstören will.
Sie sind gute Freunde und schlimmere Feinde: Der eine, Billy the Kid, macht seine eigenen Gesetze. Der andere ist der Gesetzeshüter: Sheriff Pat Garrett, der einst mit Billy geritten ist. Bob Dylan hat zu Sam Peckinpahs Saga einen zornigen Soundtrack geschrieben, und vor der Kamera versammelt sich ein Who is Who berühmter Westerndarsteller.
Statement von Wolfgang Brandt
Kein anderen Film als »Pat Garrett jagt Billy the Kid« vermag es, den Abgesang des Western so deutlich in Szene zu setzen, brutal, melancholisch und kritisch zugleich. Auf der einen Seite steht der Bandit »Billy the Kid«, der seinen Prinzipien und Idealen treu geblieben ist. Er verkörpert noch wahre Wild-West-Romantik, die man aus vielen Western kennt. Auf der anderen Seite steht sein ehemaliger Kumpan Pat Garrett, der die alten Ideale verraten hat, als Gesetzteshüter im Auftrag der Viehbarone Jagd auf Billy macht. Er glaubt, sich somit an die neue Welt anpassen zu können, in der das Geld regiert und für Outlaws kein Platz mehr ist. Der neue Pat erschießt nach dem Shwodown sein eigenes Spiegelbild und somit den alten aufrichtigen Cowboy, den viele bewunderten.
Peckinpah verstand es hervorragend, selbst kleine, unwichtig erscheinene Nebenfiguren in Szene zu setzen. Auch Bob Dylan, der vor der Kamera als Alias etwas gelangweilt erscheint und nicht so richtig weiß, was er eigentlich tun soll. Eins konnte Bob perfekt: In Drehpausen fing er damit an, Songs über Billy und Pat zu schreiben. Und solche Titel wie »Billy« und »Knockin' On Heaven's Door« fügen sich in den Film brillant ein.
»Pat Garrett jagt Billy the Kid« ist ein kritischer Film über eine neue anbrechende Welt, in der Geld und Verrat mehr zählen als Freundschaft und Treue.