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Filmwelten - Flimmerkiste einst und heute

Robin Hood – sei er der enterbte Graf Loxley, von dem erzählt wird. Der gemeine Geächtete anderer Geschichten. Ein Verräter, wie Gelehrte denken. Der Wohltäter, den jeder liebt. Oder, nach Richard Carpenter, eine fiktive Mischung aller. Robin Hood ist weit gekommen, seit Langlands Figur Sloath in »Piers Plougham« beichtet, er kenne den Banditen besser als sein Vaterunser. Er begeisterte Regisseure und das Publikum seit Anbeginns des Films. Douglas Fairbanks verhalf ihm 1921 in seiner Produktion zum neuen Leben. Errol Flynns Auftritt von 1938 war nicht so spektakulär, setzte aber das Maß für alle, die folgten. Gene Audrey nahm Robin nach Texas mit. Frank Sinatra hatte eine bewegte Zeit mit ihm in Chicago, trotz der Prohibition. Die Geschichte seiner Jugend wurde verfilmt. Von Keith Chegwin und Freunden, eine CFF-Produktion. Ein ambitionierter Spaß, wo der junge Robin das Schulmädchen Marion rettet. Sein trauriges Altern stellten Sean Connery und Audrey Hepburn dar. Trotz eines düsteren, antiromantischen Anspruchs drückte der Streifen auf so manche Tränendrüsen.
Weniger zweifelhaften Ruhm hatte Robin von Loxley im Fernsehen. Damals rasselten die Säbel, ohne viel Schnickschnack und aufwendiger Animationen. Und natürlich aus heutiger Sicht noch schön nostalgisch in Schwarz-weiß.

Richard Carpenter, Schriftsteller und Drehbuchautor, erläuterte seine Faszination für Robin Hood in einem Interview:

»Mir erschien es immer so, als wäre jeder Teil Englands, jeder Wald, jeder Baum und jeder Fluss mit einem Aspekt der Geschichte oder der Legenden des Landes verbunden. Das hat mich stets sehr angesprochen. Wir ziehen Geschichte hinter uns her, wie ein Pfau seine Federn. Wir sind damit verbunden. Und so vielen Menschen ist nicht klar, welcher Reichtum in den Geschichten steckt, die uns zur Verfügung stehen. Die Geschichte von Robin Hood hat mich schon immer sehr interessiert. Es war eines der ersten Bücher, die ich hatte. Für viele Kinder wird es die erste Geschichte sein, die sie lesen. Was mich an Robin Hood wirklich am meisten anzog, ist seine Verbundenheit mit der Natur, mit dem Waldland, dem grünen Wald. Mit der alten Religion Englands. Der vorchristlichen Religion des Baumkultes und der Fruchtbarkeit. Der Baum wird im Frühling wiedergeboren und stirbt im Winter. Das verbinde ich mit der Geschichte von Robin Hood. Es ist sicherlich eine Vermischung aus teils wahren und teils fiktiven Geschichten. Die Idee des Rebells, des Einzelkämpfers, taucht durchgehend in den Legenden und in der Geschichtsschreibung auf. Es spricht den Anarchisten in jedem von uns an. Und es ist einer der Anziehungspunkte. Ich denke, er ist möglicherweise reine Erfindung. Darin liegt in gewisser Weise seine Stärke. Der Fiktion lassen sich Dinge hinzufügen. Es gibt ein Zitat, das ich in J.C. Holts Buch fand. Es besagt, dass das, was eine harmlose Kindergeschichte wurde, ursprünglich einer blutigeren Absicht diente. Ich habe Professor Holts Buch gelesen. Es ist ein großartiges Buch. Es ist so gewissenhaft und liest sich sehr unterhaltsam. Und ich denke, dass es sicherlich wahr ist, dass die Ursprünge der Geschichte, die Balladen, sehr grausam sind. Und blutrünstig. Ich glaube, dass sich das einfache Volk dadurch an seine Herren rächte. Dadurch, dass eine Figur entstand, an deren Existenz sie gerne glaubten. Und die es in kleinerem Rahmen sicherlich auch real gab. Der einzelne Bandit hier und der Einzelne da. Die ganze Geschichte wurde dann zunehmend romantisiert. So etwas passiert eben mit Legenden. Die Figuren wachsen und werden dadurch immer farbenfroher …«


STAFFEL 1

Folge 1 – Der magische Pfeil

Wir schreiben das Jahr 1180. Robin von Loxley ist noch ein kleiner Junge, als sein Dorf von Normannen überfallen und niedergebrannt wird. Seinem Vater Ailric gelingt es, Robin rechtzeitig zu Matthew, dem Müller, in Sicherheit zu bringen. Ailric ist der Hüter des magischen Pfeils, den von Herne, der gehörnte Waldgott und Schutzpatron der Angelsachsen, bekam. Nachdem er seinen Sohn Robin in Sicherheit brachte, reitet er nach Rhiannon's Wheel, einem alten Steinkreis, um den Pfeil dort zu verstecken. Jedoch wird er dort von Robert de Rainault erwartet, der nach dem magischen Pfeil trachtet . Ailric von Loxley wird getötet. Der Pfeil gerät in die Hände von de Rainault.
15 Jahre später: Robert de Rainault ist Sheriff von Nottingham. Die Menschen haben unter dem Joch der Normannen sehr zu leiden. Als Robin und sein Stiefbruder Much im Wald von Guy of Gisburne gefangen genommen werden, weil Much Robins Bogen gestohlen und damit gewildert hat, werden sie nach Nottingham gebracht und dort in das Verlies gesperrt. Robin gibt jedoch nicht auf und kann seine Mitgefangenen - unter ihnen Will Scarlet – überreden, auszubrechen. Die Flucht gelingt und die Freunde fliehen nach Sherwood Forest.
Lady Marion von Leaford, die nach dem Tod ihres Vaters Richard von Leaford das Mündel von Abt Hugo (der Bruder von Robert de Rainault) wurde, wird vom Magier Baron de Belleme auserwählt, seine neue Frau zu werden. Um diesem Schicksal zu entgehen, beschließt sie, den Schleier in der Kirkless Abtei zu nehmen. Auf dem Weg zur Abtei werden sie von Robin und seinen Männern überfallen. Robin befreit Marion und bittet sie, bei ihm zu bleiben, doch sie entscheidet sich zunächst dagegen.

Originaltitel: Robin Hood and the Sorcerer (1)
Deutsche Erstausstrahlung: 03.10.1984, ZDF
Englische Erstausstrahlung: 28.04.1984, ITV
Amerikanische Erstausstrahlung: 15.01.1984, Showtime Cable
Gastauftritt: Anthony Valentine als Baron Simon de Belleme, Wayne Michaelis als Ailric of Loxley (Robins Vater), Paul Duggan als Tom the Fletcher, Mark Audley als Dickon von Barnesley, Geoffrey Greenhill als Matthew der Müller

Folge 2 – Der Wettkampf

Schweren Herzens bringt Robin Marion nach Kirkless und glaubt sie dort sicher verwahrt.
Der Sheriff von Nottingham plant, Robin aus dem Schutz von Sherwood zu locken. Er setzt Hernes silbernen Pfeil als Preis für den Sieg eines Bogenschützenwettbewerbs aus. Robin geht das Risiko ein und nimmt, als alter Mann verkleidet, an dem Wettkampf teil. Um den Pfeil zu gewinnen, muss er sich gegenüber einigen der besten Bogenschützen Englands behaupten. Der legendäre Walter Flambart kämpft für den Sheriff. Auch Belleme will den Pfeil und schickt einen Sarazenen ins Rennen. Doch Robin kann alle schlagen. Obwohl er erkannt wird, kann er mit dem silbernen Pfeil fliehen.
Belleme schlägt nun dem Sheriff vor, Marion als Lockvogel zu benutzen und bittet de Rainault und Abt Hugo erneut, sie ihm zu überlassen. Sie willigen ein. Tuck kann jedoch Marion warnen. Sie beschließt, zu Robin zurückzukehren. In Sherwood werden sie von Bellemes Männern gefasst. Über Tuck erfährt Robin von Marions Schicksal und er macht sich allein auf, um sie zu befreien. Es gelingt ihm, Belleme zu töten, doch draußen vor der Burg warten schon die Soldaten des Sheriffs. In der folgenden Schlacht verliert Robin einige der Freunde, unter ihnen Dickon und Tom, doch der Rest kann nach Sherwood fliehen.
Marion und Tuck beschließen, ebenfalls in Sherwood zu bleiben. Auch Nasir, der Sarazene Bellemes, schließt sich den Gesetzlosen an.

Originaltitel: Robin Hood and the Sorcerer (2)
Deutsche Erstausstrahlung: 10.10.1984, ZDF
Englische Erstausstrahlung: 28.04.1984, ITV
Amerikanische Erstausstrahlung: 15.01.1984, Showtime Cable
Gastauftritt: Anthony Valentine als Simon de Belleme, Paul Duggan als Tom the Fletcher, Mark Audley als Dickon von Barnesley, Thomas Henty als Flambart

Folge 3 – Die Hexe von Elsdon

Gisburne hat ein Auge auf die hübsche, aber verheiratete Jennet von Elsdon geworfen. Als sie ihn zurückweist, rächt er sich, indem er sie der Hexerei anklagt. Jennet ist bekannt dafür, sich mit Kräutern auszukennen. Somit fallen Gisburnes Anschuldigungen, sie sei eine Hexe, auf fruchtbaren Boden. Jennet und ihr Ehemann Thomas werden zum Tode verurteilt. Allerdings durchschaut der Sheriff Gisburnes Spiel und schlägt Jennet einen Deal vor. Sie soll sich in Robin Hoods Bande einschleichen und ihn mithilfe ihres Kräuterwissens wehrlos machen. Tut sie dies nicht, werden sie und ihr Mann zu Tode gefoltert werden. Jennet nimmt schweren Herzens das Angebot an.
Will rettet Jennet vor einer vorgetäuschten Verfolgung. Sie wird in die Bande aufgenommen. Nach einer Weile mischt sie einen Schlaftrunk in das Gefäß, welches Robin in einem Ritual verwendet, um Herne zu ehren. Nur Marion wohnt diesmal der Zeremonie nicht bei und kann so den anderen helfen. Als Gisburne das Lager im Sgerwood Forest erreicht, sind Robin und seine Freunde alles andere als wehrlos.
Trotz ihres Verrates ist Robin bereit, Jennet zu helfen. Er reitet in Gisburnes Rüstung unbehelligt nach Nottingham und erzwingt einen Freispruch für Jennet und ihren Ehemann.

Originaltitel: The Witch of Elsdon
Deutsche Erstausstrahlung: 17.10.1984, ZDF
Englische Erstausstrahlung: 05.05.1984, ITV
Amerikanische Erstausstrahlung: 22.03.1984, Showtime Cable
Gastauftritt: Angharad Rees als Jennet von Elsdon, Cornelius Garrett als Thomas von Elsdon, David Goodland als Gregory, Martin West als Martin, Stephen Osborne als James

Folge 4 – Die Kreuzritter

Sieben Tempelritter kommen aus dem Heiligen Land zurück und sind auf dem Weg zu ihrem Hauptquartier in Lincoln. Auf ihrer Reise durch Sherwood Forest wird ihnen ihr goldenes Symbol von einem Dieb aus Nottingham gestohlen. Dieses Symbol stellt zwei arme Ritter auf einem Pferd dar und es bedeutet ihnen alles: Es ist ihre Legitimation und ohne es sind sie keine Tempelritter mehr. Siward, der Dieb, kann fliehen und nun glauben die Templer, Robin und seine Freunde haben das Symbol entwendet. Bei einem Angriff auf die völlig ahnungslosen Freunde gelingt es den Tempelrittern, Much gefangen zu nehmen. James wird getötet.
Der erste Befreiungsversuch misslingt und Robin wird ebenfalls gefangen genommen. Doch der Anführer der Templer, Reynaud de Villaret, gibt ihm die Chance, sich freizukämpfen. Er muss einen der Templer mit dem Morgenstern und Schild bekämpfen. Robin siegt in dem Kampf und kann zunächst wieder entkommen, doch der Anführer behält sein Schwert Albion.
Daraufhin schlagen die Templer einen Handel vor: Sie wollen Much gegen das gestohlene Symbol, das Robin gar nicht hat, eintauschen. Sollte es Robin nicht gelingen, das Symbol zurückzugeben, muss Much dafür mit seinem Leben bezahlen und wird am nächsten Morgen gehängt.
In Nottingham erfahren sie, dass Siward vom Sheriff gefangen und nach Leaford gebracht wurde. Dort können sie dem Sheriff das Symbol abjagen und gegen Much eintauschen. Doch der Anführer hält sein Versprechen nicht und greift an, doch diesmal sind die Gesetzlosen vorbereitet und können die Templer besiegen.

Originaltitel: Seven Poor Knights from Acre
Deutsche Erstausstrahlung: 14.10.1984, ZDF
Englische Erstausstrahlung: 12.05.1984, ITV
Amerikanische Erstausstrahlung: 05.04.1984, Showtime Cable
Gastauftritt: Simon Rouse als Siward, Yves Beneyton als Reynald de Villaret, Duncan Preston als Heinrich von Erlichshausen

Folge 5 – Der Minnesänger

Robin und seine Freunde müssen dem verzweifelten Minnesänger Alan-a-Dale helfen. Dessen große Liebe Mildred, die Tochter eines Barons, soll die Frau des Sheriffs von Nottingham werden. Dieser hat natürlich wieder einmal nur das liebe Geld im Sinn und heiratet die 16-Jährige nur wegen der stattlichen Mitgift. Deshalb plant Alan in seinem jugendlichen Leichtsinn, den Sheriff zu töten. Das können Robin und seine Freunde natürlich nicht zulassen und beschließen, Gisburne und seine Truppe abzufangen, bevor sie Mildred nach Nottingham bringen können.
Allerdings haben die Freunde auch anderen Ärger: Little John hat in Wickham eine junge Frau kennengelernt und stiehlt sich jede Nacht zu ihr. Eines morgens wird er jedoch dort von Gisburne und seinen Leuten gesehen und die Dorfbewohner bekommen dies nun zu spüren. Der Sheriff verlangt von jedem einzelnen Mitbewohner 100 Pence als Strafe, das ist der Gegenwert von 6 Monaten harter Arbeit.
Der Angriff auf Gisburne misslingt und nach einer Schlammschlacht von Robin und Gisburne müssen die Gesetzlosen sich etwas anderes einfallen lassen. Sie schmuggeln sich in die Burg ein und können die Hochzeit gerade noch verhindern. Allerdings schaffen sie es nicht, dem Sheriff die Mitgift wieder abzujagen. Doch eine wertvolle Halskette von Mildred wiegt die Strafe von Wickham auf und vor allen Dingen sind die beiden Liebenden wieder vereint und werden von Tuck in Sherwood vermählt.

Originaltitel: Alan-a-Dale
Deutsche Erstausstrahlung: 07.11.1984, ZDF
Englische Erstausstrahlung: 19.05.1984, ITV
Amerikanische Erstausstrahlung: 12.04.1984, Showtime Cable
Gastauftritt: Peter Hutchinson als Alan-a-Dale

Folge 6 – Richard Löwenherz

Robin rettet einem Edelmann, der allein durch Sherwood reitet, das Leben, als dieser von einer Bande von Banditen im Sherwood Forest angegriffen wird. Der Unbekannte entpuppt sich als Richard Löwenherz persönlich. Er ist aus der Gefangenschaft zurückgekehrt. Richard Löwenherz gesteht Robin, auf der Jagd nach ihm gewesen zu sein, doch da er ihm das Leben gerettet hat, begnadigt er ihn und seine Freunde und lädt sie sogar nach Nottingham ein. Alle folgen der Einladung außer Scarlet, der dieser Sache nicht recht trauen will. Er beschließt, in Sherwood zu bleiben.
Die Dankbarkeit des Königs scheint grenzenlos und endlich scheint der Kampf für Robin und seine Gefährten ein Ende zu haben. Sie bemerken zunächst die Hinterlist Richards nicht, der sie lediglich zu seinen Zwecken ausnutzen will. Richard führt Robin und seine Künste regelrecht vor. Ohne dass der junge Anführer Verdacht schöpft, wird er fast zu einem zahmen Schoßhündchen des Königs.
Als Richard sie dann auch noch in die Normandie schicken will, wird es den anderen Gefährten zu bunt: Zuerst verlässt Nasir die Gruppe und dann geht auch John, doch nicht ohne vorher zu versuchen, Robin die Augen zu öffnen.
Doch nicht Johns Vorwürfe, sondern eine Nachricht von Herne bewirkt, dass Robin aufwacht. Er versucht noch einmal, vor Richard zu sprechen und seine Meinung zu äußern, doch dieser lässt ihn eiskalt abblitzen. Er befiehlt anschließend sogar, Robin und seine Freunde gefangen zu nehmen. Es gelingt ihnen aber zu entkommen und von nun an sind sie wieder Gesetzlose.

Originaltitel: Richard the Lionhearted / The King’s Fool
Deutsche Erstausstrahlung: 28.11.1984, ZDF
Englische Erstausstrahlung: 26.05.1984, ITV
Amerikanische Erstausstrahlung: 29.03.1984, Showtime Cable
Gastauftritt: John Rhys-Davies als König Richard Löwenherz

Robin of Loxley (Michael Praed)

Ailric of Loxley, der Hüter von Hernes Silbernem Pfeil, dem Symbol des vorchristlichen England, führte eine Rebellion gegen die normannischen Herren. Als Ailric von Robert de Rainault und seinen Männern getötet wird, wird sein Sohn Robin vom ortsansässigen Müller großgezogen. Er wächst zusammen mit dem Müllerssohn Much auf. Mit 20 Jahren wird er zusammen mit Much wegen Wilderei von Sir Guy of Gisburne aufgegriffen und in den Kerker von Nottingham geworfen. Nicht bereit, sich mit seinem Schicksal abzufinden, beschließt er zusammen mit seinen Mitgefangenen zu fliehen. Die Flucht gelingt und von nun an müssen sie als Gesetzlose in Sherwood Forest leben. Dann wird Robin aber von Herne dem Jäger dazu auserwählt, für das Recht der einfachen Leute einzutreten. Robin nimmt diese Rolle an und kämpft zusammen mit seinen Leuten für das Gute.

Lady Marion of Leaford (Judi Trott)

Marion ist die Tochter des Sir Richard of Leaford, von dem geglaubt wird, er sei auf dem Kreuzzug in Palästina getötet worden. Deshalb wurde sie zum Mündel von Abt Hugo, dem habgierigen Bruder des Sheriffs von Nottingham. Eigentlich sollte sie Nonne in der Abtei von Kirkless werden - doch der Baron de Belleme wünschte sie zur Frau zu nehmen. Der ist für seinen »Verschleiß« an Ehefrauen berüchtigt, denn er opfert diese seinem Dämon Azael. Belleme schreckt nicht davor zurück, Marion zu entführen. Robin von Loxley rettet sie vor dem Opfertod und die beiden verlieben sich ineinander. Zusammen mit Tuck schließt sie sich den Gesetzlosen in Sherwood an und wird Robins Frau. Mit ihm zusammen erlebt sie viele Abenteuer. Doch eines Tages wird Robin getötet. Marion wird vom König begnadigt und kehrt nach Leaford zurück, denn inzwischen hat sich herausgestellt, dass ihr Vater noch lebt und nach England zurückgekehrt ist. Dann lernt sie Robert of Huntingdon kennen, der sich sogleich in sie verliebt. Als Owen of Clun sie entführt, befreit Robert sie, doch sie kehrt erneut zu ihrem Vater zurück. Als Robert verletzt wird, hilft sie ihm - und wird dabei vom Sheriff und Gisburne mehr oder weniger ertappt. Sie weiß, dass sie vor ihnen nie sicher sein wird, deshalb schließt sie sich den Gesetzlosen erneut an und lässt auch schließlich zu, dass Roberts Liebe ihr gebrochenes Herz heilt.

Will Scarlet (Ray Winstone)

Im Kerker von Nottingham Castle begegnen sich William Scathlocke, der sich in Will Scarlet umbenannt hat, und Robin zum ersten Mal. Will wurde eingesperrt, weil er zwei bezahlte Söldner umgebracht hat, die seine Frau Elena brutal vergewaltigt und umgebracht haben. Dafür soll er gehängt werden. Deshalb hat er nichts mehr zu verlieren und flieht mit Robin und den anderen aus dem Kerker. Will hat ein aufbrausendes Temperament, ist manchmal etwas rebellisch und gerät mit Robin bzw. später auch Robert öfters mal aneinander. Dennoch würde er für alle seine Freunde sein Leben geben und hat im Innern doch einen weichen Kern.

Nasir (Mark Ryan)

Nasir war ursprünglich ein Diener des Baron de Belleme. Er ist Sarazene und gehörte früher einer Killertruppe, den Assassinen, an. Belleme brachte ihn als seinen Diener aus Palästina mit, wo er seine schwarzmagische Kunst von dem Dämon Azael lernte. Nachdem Robin den Baron getötet hat, ist Nasir frei. Er überrascht die anderen Gesetzlosen damit, dass er sich ihnen anschließt. Nasir ist sehr still, redet kaum ein Wort. Er beherrscht verschiedene Waffen bis zur Perfektion und kämpft in der Regel mit zwei Schwertern.

Little John (Clive Mantle)

John Little aus Hathersage wurde von dem Baron de Belleme gefangen genommen und verzaubert. Durch den Zauber willenlos wird er von dem Baron ausgeschickt, um Robin zu töten. Nach einem grimmigen Kampf kann Robin John von dem Zauberbann befreien. Die beiden werden Freunde und Robin »tauft« ihn kurzerhand auf den Namen »Little John«. Dankbar über seine Rettung vor dem Baron, und von dem Enthusiasmus des jungen Mannes angesteckt, schließt John sich der Bande an. Als Robin von den Leuten des Sheriffs getötet wird, versucht er zu seinem alten Leben als Schäfer zurückzukehren und nimmt sich Robins Stiefbruder Much an. Dem neuen Anführer Robert verhält er sich, genau wie die anderen, zunächst sehr skeptisch. Doch schon bald lernt er den jungen Robert zu schätzen und schließt sich den Gesetzlosen wieder an.

Much, der Sohn des Müllers (Peter Llewellyn-Williams)

Much ist der Stiefbruder von Robin of Loxley. Muchs Vater hatte Robin adoptiert, nachdem das Dorf Loxley vernichtet und sein Vater Ailric getötet worden war. Much entwickelt sich vom ängstlichen Jungen, der sich vor seinem eigenen Schatten fürchtet zu einem stattlichen jungen Mann und zu einem guten Kämpfer. Sein Hass auf Gisburne, der seinen Vater getötet hat, gibt ihm neuen Mut.

Bruder Tuck (Phil Rose)

Bruder Tuck hielt sich für 11 Jahre in Thornton Abbey auf, bevor er des Sheriffs Kaplan wurde. Dort wurde er der Vertraute von Lady Marion. Als solcher kann er natürlich nicht mit ansehen, wie Marion dem Baron de Belleme übergeben werden soll. Er hilft ihr deshalb zu entkommen. Tuck ist ein freundlicher, sanfter Mönch und weicht nicht von der Seite seiner anvertrauten Lady, deshalb schließt er sich zusammen mit Marion Robin und seinen Freunden an. Er ist mehr der Philosoph und weise Mann unter der Bande, wenn es aber ums Kämpfen geht, steht er den anderen nichts nach.

Robert de Rainault, Sheriff von Nottingham ( Nickolas Grace)

Robert de Rainault ist der brutale und korrupte Sheriff von Nottingham. Er gehört zu den feudalen, normannischen Herrschern, die ihre Untertanen unterdrücken. Er ist geld- und machtgierig und um beides zu erlangen, ist ihm jedes Mittel recht. Zusammen mit seinem ebenso ruchlosen Bruder, dem Abt Hugo, und seiner rechten Hand, dem gefürchteten Guy of Gisburne verbreitet er Angst und Schrecken. Er hasst Robin abgrundtief und lässt ihn und seine Leute gnadenlos verfolgen. Doch Robin und seine Freunde scheinen ihm immer einen Schritt voraus zu sein.

Sir Guy von Gisburne (Robert Addie)

Sir Guy of Gisburne ist neben dem Sheriff der erbittertste Gegner von Robin und seiner Bande. Er ist der Stellvertreter und militärische Arm des Sheriff von Nottingham. Sein Name verbreitet Angst und Schrecken unter dem gewöhnlichen Volk, denn er ist für seine Grausamkeit und Kälte bekannt. Er verkörpert alles, was an den Normannen hassenswert ist: Grausamkeit, Geldgier, Überheblichkeit.
Er ist ein guter Schwertkämpfer und leidenschaftlicher Jäger, aber auch ein unbarmherziger, grausamer Killer. Dennoch sind ihm die Geächteten immer voraus. Robin schafft es, ihn lächerlich zu machen und das schürt seinen Hass noch mehr. Er ist so davon besessen, Robin und seine Verbündeten zu fangen, dass ihm immer wieder Fehler unterlaufen. Auf den ersten Blick erscheint er manchmal etwas schwer von Begriff. Der Eindruck täuscht aber. Manchmal ist es Gisburne, der den eigentlichen Durchblick hat, und würde der Sheriff besser auf ihn hören, dann wäre ihm schon viel Ärger erspart geblieben. Denn es war Gisburne, der als erster Robert of Huntingdon als Nachfolger für Robin Hood in Verdacht hatte. Es stellt sich später heraus, dass Gisburne der Halbbruder Robert of Huntingdons ist - ein Sohn des Earl of Huntingdon. Der Earl of Huntingdon und Margaret of Gisburne hatten heimlich geheiratet, als ihr Ehemann für tot erklärt wurde. Doch Gisburnes Vater kehrte überraschend aus den Kreuzzügen zurück. Margaret war bereits mit Guy schwanger, doch weder Gisburnes Vater noch der Earl of Huntingdon erfuhren, wer Guys richtiger Vater war. Als es mit ihrem Leben zu Ende ging, beichtete Margaret Bruder Tuck ihre Lebensgeschichte.

Anmerkung: In Großbritannien und den USA liefen die ersten zwei Folgen als Pilotfilm.

Quellennachweis:

© W. Brandt

 

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