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Bilderwelten

Frederick Sackrider Remington

Ein Remington kommt selten allein

Der Westernkenner wird bei diesem Namen wohl sofort an jene berühmte amerikanische Waffenfabrik denken, die durch ihre Rolling Block Gewehrsysteme bekannt wurde, und der Fernsehserienfan sich an die gleichnamige Detektivserie mit dem ehemaligen Bonddarsteller Pierce Brosnan in der Hauptrolle erinnert. Dann gibt es da noch einen Rasierapparatehersteller, der von der Bartpflege bis hin zum Duftwässerchen, sogenannten Epilierer und Ladyshaver für beiderlei Geschlecht (beim Thema Bartpflege möchte ich die Damenwelt einmal ausnehmen, obwohl böse Zungen da auch schon Gegenteiliges vermelden) so ziemlich alles produziert, was irgendwie mit Haare und deren Entfernung oder Pflege zu tun hat.
Jener Remington, den ich allerdings meine, hat mit allen anderen oben genannten nur den Namen gemeinsam.
Die Rede ist hier von Frederick Sackrider Remington, einst geboren am 4. 10. 1861 als einziges Kind von Seth und Clara Sackrider Remington in Clanton im Staate New York und seines Zeichens ein weltberühmter Maler, Zeichner, Bildhauer und Schriftsteller.
Seine Spezialität waren Pferde, Indianer und Soldaten, die er in geradezu unglaublich vielschichtiger Art in unzähligen Zeichnungen, Gemälden und Graphiken dargestellt hat.
Bereits mit 19 Jahren zog er in den Westen, durchquerte Dakota, Montana, Kansas und Oklahoma und lernte so Land und Leute, insbesondere Cowboys, Indianer und Soldaten kennen, die sich zu dieser Zeit auf dem Höhepunkt ihrer Auseinandersetzungen befanden.
Seine einzigartigen Illustrationen wurden schon bald in Harper´s Weekly veröffentlicht.
Durch die unglaubliche Popularität dieser Zeitung fanden seine Bilder schnell weltweite Beachtung und Frederick S. Remington wurde so weit über die Grenzen seines Heimatlandes hinaus bekannt.
1888 bereiste er Arizona, Texas und Neu-Mexico, 1889 gewann er die Silbermedaille einer international anerkannten Pariser Ausstellung und 1895 erschien sein erstes Buch.
Er verstarb relativ früh am 26. 12. 1909 in Ridgefield, Connecticut.
Der Hauptgrund war seine Fettleibigkeit und seine ungezügelte Lebensweise. Beinahe zweihundertsiebzig Pfund Lebendgewicht sind historisch verbürgt und das bei einer eher durchschnittlichen Größe. Frederick Remington war nämlich ein Lebemann und widmete sich dem Essen und Trinken beinahe mit genau demselben missionarischen Eifer wie seiner Malerei.
Er veröffentlichte in seinem kurzen Leben über 3000 Zeichnungen und Bilder, 22 Bronzestatuen und über 100 Geschichten und Artikel in diversen Magazinen.
Seine Arbeiten sind noch heute in vielen Museen zu sehen, und nicht wenige davon tragen seinen Namen. Er gehört noch heute zu den bedeutendsten Westernmaler aller Zeiten. Seine Art zu malen wird wahrscheinlich noch in hundert Jahren immer wieder neue, begeisterte Anhänger finden.

© Gerold Schulz

 

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