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Rudolph Karstadt |
1.000 Taler haben die Geschwister Sophie-Charlotte, Ernst und Rudolph Karstadt von ihrem Vater geliehen. Damit eröffnen sie am 14. Mai 1881, einem Samstag, in Wismar ein kleines "Tuch-, Manufaktur- und Confectionsgeschäft". Das besondere daran: Karstadts bieten feste Preise. Das kommt zunächst nicht gut an, denn die Leute sind Feilschen und Anschreiben gewohnt. Erst nach drei Jahren stellt sich der Erfolg ein.
| Eine der beliebtesten Kinderzeitungen vor dem 2. Weltkrieg war ohne Zweifel die Kinderzeitschrift „Dideldum“. Noch heute gibt es jede Menge Liebhaber und Sammler dieser mittlerweile sehr selten gewordenen Zeitung. Meist wurden im „Dideldum“ Bildergeschichten des heute zu Unrecht fast vergessenen Malers Otto Waffenschmied gezeigt. Die Kinderzeitung gab es als Werbegeschenk bei Karstadt, bei anderen Firmen oder man bestellte „Dideldum“ direkt beim Verlag. Bis Ausgabe 11/1939 hatte das Heft 16 Seiten, ab Heft 12/1939 12 Seiten und ab Heft 18/1939 nur noch 8 Seiten. „Dideldum“ erschien halbmonatlich in folgenden Verlagen: • 1929-1933 im Belog-Verlag Hamburg |
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Auch sehr aufschlussreich für die Zeit des Erscheinens von „Dideldum“ ist das nachfolgende Impressum.
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Über den Maler findet man fast nichts. Durch Zufall fand ich eine Webseite des Freundeskreises zur Förderung des Werks von Otto Waffenschmied. Freundlicherweise erhielt ich von Herrn Ulrich Birkholz die Genehmigung, einige Passagen des Lebens und Wirkens des zu Unrecht in Vergessenheit geratenen Malers für diesen Beitrag zu übernehmen. |
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Otto Waffenschmied wurde am 16.06.1901 als Sohn eines Polizeibeamten in Wien geboren. Sein Vater, Adolf Wawrzyckek, stammte aus Zabrzeg in Schlesien und seine Mutter, Emilie Wawrzyckek geborene Pfingstl, aus Wien. Otto hatte noch eine ältere Schwester und drei jüngere Brüder. Die Familie wohnte zur Zeit seines Studiums im 6. Bezirk in der Luftbadgasse 12. Otto besuchte die Realschule und trat im Oktober 1917 mit dem Berufsziel Innenarchitekt in die Kunstgewerbeschule ein. Seine Lehrer waren die Professoren Boehm, Cizek, Kenner und Larisch. Am 4. Juli 1918 ließ seine Familie den polnischen Namen "Wawrzyckek" in "Waffenschmied" umändern. Otto Waffenschmied und Ida Bohatta erhielten am 30.06.1919 das Abgangszeugnis der Kunstgewerbeschule. Vermutlich haben die Nachkriegswirren in Wien Otto Waffenschmied veranlasst, seine Heimat zu verlassen; am 17.12.1923 hat er sich polizeilich nach Dänemark abgemeldet. |
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Lange Zeit war von Otto Waffenschmidt nichts zu hören. Als im November 1929 das erste Heft von „Dideldum“ erschien, konnten die jungen Leser folgende Verse lesen: |
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Ich bin der heit’re Dideldum
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Ich bin der heit’re Dideldum
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Im Sommer 1941 wurde „Onkel Dideldum“ einberufen und der Vertrieb der beliebte Kinderzeitung eingestellt. Für viele Kinder stellte dies eine Tragödie dar. Nach dem Kriege konnten Otto und Eva Waffenschmied wegen der schwierigen wirtschaftlichen Verhältnisse nicht mit ihrer Arbeit fortfahren. Otto Waffenschmied war dann im Kunst- und Antiquitätenhandel tätig. 1950 versuchte der Maler, mit einer neuen Folge von DIDELDUM (14.Jahrgang), erschienen im Oldenburger Verlagshaus, (einem Nachfolgeunternehmen von Stalling) an seinen Erfolg in den 30er Jahren anzuknüpfen, aber offenbar mit negativem Ergebnis. Die Zeiten hatten sich geändert: Micki Maus, Donald Duck, Superman, Fix und Foxi und andere Comichelden beherrschten den Markt. Eva und Otto Waffenschmied starben beide in Hamburg am 11. November 1968 bzw. am 5. Juni 1971. |
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Textquellen: |
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Mein besonderer Dank gilt Herrn Ulrich Birkholz sowie Herrn Claus für die überaus freundliche Unterstützung und deren Genehmigung zur Nutzung ihrer Webseiten.
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