Zum ersten Mal tauchte der Detektiv mit der Schiebermütze, Pfeife, Hakennase, Kantenkinn, Riesenstirn und kariertem Knickerbockeranzug im Dezember 1950 auf. Nick Knatterton kämpfte stets gegen das Böse. Mit seinem scharfen Kombiniere, das sein Markenzeichen wurde, löste er Fall auf Fall und recht schnell liebten ihn Alt und Jung. Insbesondere in der bayerischen Landeshauptstadt wird sich vielleicht noch der ein oder andere an die Münchner Trambahn-Fahrscheine der 50er Jahre erinnern. Auf der Rückseite warb Nick Knatterton munter für die Städtischen Bäder. Mit Blick auf äußerst „kurvige Badenixen“ meinte er zum Beispiel: «Kombiniere: Hier im Städtischen Ostbad hat man einen besonders schönen Blick aufs Gebirge.
Auf einem anderen Trambahn-Fahrschein wird Nick Knatterton von einem Reporter gefragt: «. . . und wodurch, Herr Knatterton, erhalten Sie sich Ihre ungeheure Spannkraft und Frische?» Knattertons spontane Antwort: «Kombiniere: Durch häufigen Besuch der Städtischen Bäder!»
Wegen der Knatterton-Fahrscheine kam es im Münchner Stadtparlament sogar zu einem Eklat. Die sittenstrenge CSU-Stadträtin Zenta Hafenbrädl (sie hieß wirklich so) wetterte im „christlichen Zorn“ gegen die „Unzucht auf den Fahrscheinen“, und löste damit eine bundesweite Pro und Contra-Diskussion aus.
Insgesamt sind 10 verschiedene Knatterton-Fahrscheine in den Verkauf gekommen.
Tramfahrschein der Münchner Verkehrsbetriebe
in den 50er Jahren
Den Zusatzhinweis von Nick Knatterton stellte mir freundlicherweise Herr Rainer Scherr von der Internet-Seite http://www.incos-ev.de/ zur Verfügung. Dort könnt ihr euch auch die 10 verschiedenen Knatterton-Fahrscheine als pdf-Datei ansehen.