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1895 gelang es erstmals, eine gelbe Farbmischung herzustellen, die sich für den Druck auf Zeitungspapier eignete. Der Verleger Joseph Publitzer verpflichtete den Zeichner Richard Felton für die „Sunday World“. In den Episoden „Hogan’s Alley“ erschien am 05.Mai.1895 zum ersten Mal „The Yellow Kid“, ein kleiner, barfüßiger Junge mit Segelohren im gelben Nachthemd.
Vom Erfolg Feltons inspiriert forderte 1897 der Verleger William Hearst den deutschen Zeichner Rudolph Dirks auf, „..something like Max and Moritz...“ zu entwerfen. Es entstanden „The Katzenjammer Kids“. Sie wurden als Sonntagsbeilage im „New York Journal“ veröffentlicht.
Nach und nach erschienen auch in anderen kleineren Zeitungen Comic-Strips; so unter anderem „Happy Hooligan“, „The Dingbat Family“, „Krazy Kat“ oder 1913 „Bringing Up Father“ mit Jiggs, Maggie und Nora.
1923 war die Geburtsstunde von “Felix the Cat”, gezeichnet von Pat Sullivan. Ein neues Genre wurde geschaffen. Ein Tier spricht und handelt wie ein Mensch.
Sieben Jahre später zeichnete Ub Iwerks „Mickey Mouse“ und Walt Disney textete dazu. Es entstanden zahlreiche Figuren, welche auch im Comic-Strip „Silly Symphonies“ zu sehen waren.
1934 erblickte Donald Duck im genannten Disney-Strip das Licht der Welt, wurde aber 1938 ausgekoppelt und erhielt eine eigenständige Serie.
Auf der Romanvorlage von Edgar Rice Burrough beruhend zeichnete Hal Foster den legendär gewordenen Helden „Tarzan“.
Die erste Ausgabe erschien am 07. Januar 1929 in einschlägigen Zeitungen.
„Tarzan“ war der erste Held im neu geschaffenen Genre Abenteuercomic. Gleichzeitig kam „Buch Rogers“, gezeichnet von Dick Calkin, auf den Markt. Im gleichen Genre folgte 1934 „Jungle Jim“ von Alex Raymond.
Hal Forster gab 1937 den ersten History-Comic mit „Prinz Eisenherz“ heraus.
In den Anfängen der 30er Jahre rückten die ersten Western-Comic auf den Markt. Beispiele dafür waren „Broncho Bill“ von Harry O’Neill, „Little Jo“ von Ed Leffingwell oder „Red Ryder“ von Fred Hartman. Trotz typisch amerikanisch erfreuten sich die Western-Comic nicht allzu großer Beliebtheit. Ein Grund dafür war, dass die Weite des Wilden Westens sich nicht überzeugend genug in den Bildern darstellen ließ.
Vorwiegend amerikanische Großstädte wie Chicago, New York oder Los Angeles waren die Kulisse für die in den dreiziger Jahren aufkommenden Krimi- oder Detektiv-Comics. „Dick Tracy“ von Chester Gould erschien 1931. Ihm folgte 1934 „Red Burry“ von Will Gould. Es entwickelte sich in diesen Serie ein eigenen S/W-Stil, der bis heute beibehalten wurde.
Ende der 30er, Anfang der 40er Jahre war die Geburtsstunde des ersten Superhelden-Comics. „Batman“, der von Bob Kane erschaffen wurde, entwickelte sich aus einer Krimiserie heraus. Ihm folgte 1938/1939 der wohl bekannteste Superheld überhaupt: „Superman“, geschaffen von Joe Shuster und Jerry Siegel.
Während des Zweiten Weltkrieges wurden auch die Comichelden für die Propaganda gegen das deutsche Naziregime eingesetzt. So verhinderte Tarzan die Errichtung einer Nazi-Station im Urwald, Prinz Eisenherz schlug sich tapfer gegen die Hunnen, selbst „Mickey Mouse“ nahm den Kampf gegen die Nazi-Bestien auf.
Müde von den Wirren des Krieges verloren die Abenteuer- und Superhelden-Comics immer mehr an Interesse. Horror-Comics gewannen an Bedeutung. „War against the Crime“ und „Tales from the Crypt“ zum Beispiel entwickelten sich so brutal, dass der amerikanische Senat im Jahre 1954 den „Comic-Code“ erließ. Die Wörter Terror und Horror wurden verboten, die vorherrschende Brutalität wurde eingeschränkt. Auch Superheldinnen wie „Ruhla“, selbstbewusst, selbständig agierend und sehr sexy, fielen der Zensur zum Opfer und verschwanden aus der Comic-Szene. Erst später tauchten diese als Remakes wieder auf.




Ende der 50er Jahre begann mit „Peanuts“ und Beetle Bailey“ eine neue Ära in der Geschichte des Comic. Situationen des Alltags und menschliche Schwächen bestimmten den Inhalt dieser lustigen Serien.
Erst Anfang der 60er Jahre zogen die Verkaufszahlen der Comics wieder an. Entscheidenen Anteil hatten solche Helden wie die „Fantstic Four“, „Spider-Man“, „Hulk“ oder „Silver Surfer“. Den Helden mit all seinen Schwächen aufzuzeigen, war eine Chance, den Comic wieder zu beleben.
1967 erschien zum ersten Mal eine noch heute bekannte Comic-Figur; der Zeichner Dirk Browe hauchte dem schrecklichen Wikinger „Hägar“ Leben ein. Mit der Serie „Conan“ vom Zeichner Roy Thomas kam 1970 ein neues Genre, der Fantasy Comic, auf den Markt.
Zu Beginn der 80er Jahre wurde die Krise des Mediums Comic immer offentsichtlicher. Auch solche Helden wie „Carfield“, „Flash Gordon“, „Popey“ und „Howard the Duck“ konnten diese nicht aufhalten. Die Verlustgeschäfte waren zu groß.
Das Jahr 1985 brachte plötzlich eine Wende. Art Spiegelmanns „Maus“, Frank Millers „ “Die Rückkehr des Schwarzen Ritters“ und „Watchmen – Die Wächter“ von Alan Moore und Dave Gibbson sind Beispiele dafür.
Doch es schien die Comic-Krise nicht entgültig zu beenden. Selbst neue Stars wie „Spawn“ oder „The Maxx“ erzielten nicht den gewünschten Erfolg. Marvel Comics musste 1996 Konkurs anmelden. Nur der Verkauf von Lizenzen an die Filmindustrie rettete Marvel vor den endgültigen Ruin.
Selbst „Calvin and Hobbes” von Bill Watterson waren nur ein kleiner Versuch. Auf Grund der Krise begannen viele Zeichner, in ihren Geschichten autobiographische Erlebnisse zu verarbeiten. Der Comic-Journalismus wurde geboren, prägnantes Beispiel dafür ist „Palästina“ von Joe Saccos.
Es scheint, dass der ursprüngliche amerikanische Comic in seiner gesamten Entwicklung erwachsen wird.
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Lieber Leser!
Der 1. Teil ist ein kleiner Querschnitt der Geschichte des amerikanischen Comic und damit nicht bis ins kleinste Detail beschrieben. Die gesamte Darstellung würde den Rahmen sprengen. Noch ist nichts gesagt zum europäischen Comic, besonders zu Frankreich, Belgien und Deutschland und anderen Ländern. Auch fehlen solche Darstellungen zu Techniken, Comicstrips und Karikaturen.
Zu diesen Themen werden ich in den nächsten Teilen des „Comic-Dschungels“ Beiträge leisten.
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Quellen: