November 2011
Hör mal – eine Liebeserklärung
Der Winter naht mit großen Schritten. Vor wenigen Tagen wurde die Uhr umgestellt – es wird abends früher dunkel.
Inzwischen sollten alle Uhren umgestellt sein, sodass Sie diesen Artikel mit größter Wahrscheinlichkeit pünktlich lesen können – und nicht mit einer Stunde Verspätung.
Doch halt – dieser Leitartikel soll kein Plädoyer für oder wider die Zeitumstellung sein. Hierzu hat jeder seine Meinung, sie ist wie die Buchpreisbindung oder die Lkw-Maut.
Vielmehr geht es mir in diesem Artikel um die dunklen Stunden, wenn man zu Hause sitzt und ein wenig Freizeit genießen kann.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, diese Zeit sinnvoll zu gestalten.
Ich sagte: SINNVOLL – was RTL, SAT1 und all die anderen Privatsender ausschließt. Aber auch das nur nebenbei.
Besser ist es, zu einem guten Buch zu greifen. Bei der Flut jährlich erscheinender Werke findet garantiert jeder den Text, der ihn interessiert.
Möchte man nicht selbst lesen, wartet der Markt seit einigen Jahren mit Hörbüchern auf. Gekürzt oder ungekürzt tragen Sprecher vor, was Autoren verfasst haben.
Ich persönlich halte Hörbücher für eine sehr schöne Art, Romane zu genießen. Das ist einer der Gründe, warum ich zum Beispiel ein Audible-Abo besitze.
Aber es gibt noch eine dritte Variante, spannende Unterhaltung zu genießen – das Hörspiel.
Ja, Sie haben richtig gelesen – ein Hörspiel.
Wir alle kennen Benjamin Blümchen oder Bibi Blocksberg und nicht wenige von uns wuchsen mit den Drei Fragezeichen oder den Fünf Freunden im Kassettenrekorder auf.
Aber die Welt der Hörspiele ist sehr viel bunter – und vor allem nicht nur auf Kinder beschränkt.
Im Gegenteil, es gibt Serien, bei denen sich jedes Kind ängstlich bibbernd unter dem Bett verstecken würde.
Und dies schreibe ich nicht allein, weil meine eigenen Serien in eben diese Form gewandelt wurden; sowohl die Schatzjägerin als auch Christoph Schwarz wurden als Hörspiele umgesetzt.
Der Markt bietet eine Fülle spannender, aufregender Hörspiele aus nahezu allen Spannungs-Gebieten. Ob es sich um Horror, Thriller oder Science-Fiction handelt; man kann sich sicher sein, ein entsprechendes Hörspiel oder gar eine Serie zu finden.
Und diese Produktionen sind alles andere als Kinderkram – das beweisen allein die bekannten Stimmen. Es ist kein Zufall, dass der toughe Cop in einem Thriller verdächtig nach Bruce Willis klingt, oder die Abenteurerin wie Angelina Jolie in ihrer Rolle als Lara Croft.
Hörspielproduzenten setzen auf beliebte Synchronsprecher, um ihren Kunden das zu bieten, was sie selbst als Kopfkino bezeichnen.
Eine Bezeichnung, die zutrifft. Hat man als Leser eines Buchs ein Bild der Protagonisten vor Augen, wird dies bei Hörspielen durch den Einsatz eben jener Sprecher gefördert.
Durch die geschickte Komposition von Effekten, Geräuschen und Musik entsteht so eine Soundkulisse, die der eines Films in nichts nachsteht. Nur das Visuelle, die Bilder, spielen sich im Kopf des Hörers ab.
Warum ich ein solch langes Traktat zum Thema Hörspiel verfasse?
Weil der Markt am Boden liegt und es den Studios, die eben dieses Kopfkino mit viel Engagement und Leidenschaft produzieren, mehr und mehr in Bedrängnis geraten.
Die Ursachen hierfür sind vielfältig – sie liegen aber vor allem darin, dass dieses Medium am Gros der Konsumenten vorbeigeht. Für viele Käufer gilt die Formel: Hörspiel = Kinderkram.
Dieser Leitartikel stellt also eine Einladung an Sie, liebe Leser, dar, sich ein Hörspiel zuzulegen, es auszuprobieren und sich dadurch vielleicht mit dem Virus Kopfkino infizieren zu lassen.
Schauen Sie einfach bei Amazon vorbei und wählen Sie eines aus Ihrem bevorzugten Genre.
Oder surfen Sie zu www.gratis-hoerspiele.de und laden Sie sich ein Hörspiel kostenfrei herunter. Sie können es bequem auf jedem mp3-Player hören, auf CD brennen und während der Fahrt zur Arbeit goutieren oder Ihr iPhone damit füttern.
Sie sehen – es kostet nicht einmal etwas, um einen Blick in die Welt der Erwachsenen-Hörspiele zu werfen.
Worauf warten Sie noch?
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