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Das Grußwort - Der Baum ... von Wolfgang Brandt |
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Ich liege unterm Baum und schaue den dahinziehenden Wolken nach, wie sie sich durch die Kraft des Windes ständig verändern.
In den Ästen des Baumes haben sich einige Vögel niedergelassen, sie zwitschern fröhlich vor sich hin. Viel würde ich dafür geben, um sie verstehen zu können. Ihr Trällern lässt mich in Gedanken versinken … Damals noch ein Samenkorn hat er sich in den vergangenen Jahren zu einem beachtlichen Baum entwickelt, mit einem festen Stamm, starken Hauptästen, zahlreichen Zweigen und Tausenden von Blättern, die durch scheinbar unsichtbare Hände zärtlich berührt werden. Manchmal ertappe ich mich bei dem Gedanken, einfach die Axt oder die Kettensäge zu nehmen, um den Baum zu fällen, aus ihm Kaminholz zu machen und dieses zu verbrennen. Doch ist es nur ein Gedanke, denn das hat er nicht verdient. Immer mehr Menschen besuchen den Baum, liegen in seinem Schatten, bewundern seinen Wuchs, seine gut ausgeprägte Krone. Diesen Umstand mag er und hört auf seine Weise diesen Menschen zu. Dieser Baum hat auch einen Namen: Er ist unser Geisterspiegel, der heute sein dreijähriges Bestehen feiert. Es ist wieder die Zeit herangereift, um einmal denjenigen Mitarbeitern und Redakteuren, Freunden und Symphatisanten für ihre Mühen und Interesse zu danken, dass sich das Onlinemagazin zu einer festen Größe im Phantastikbereich entwickelt hat. Überall, wo wir in den vergangenen Jahren waren, ob auf den Buchmessen, Cons oder Events, erhielten wir ein positives Feedback. Nur einige wenige Unverbesserliche gönnen uns unseren Erfolg nicht. Pfeif drauf: Denn wo gehobelt wird, fallen auch Späne. Ein starker Ast des Baumes Geisterspiegel ist die Westernrubrik. Die Kolumne »Slatermans Westernkurier« sowie Ingo Löchels »Stars des Western« und ganz neu »Geschichte des Westernfilms« tragen dazu bei, dass ihre Beiträge nicht nur bei Kennern der Indianistik und Amerikanistik positiven Zuspruch finden, weil gerade diese Thematik ein Waisenkind im deutschsprachigen Raum darstellt. Sehr positiv überrascht bin ich darüber, dass seit dem letzten Jahr sehr viele Einzelstories und Kurzgeschichten Einzug in den Geisterspiegel halten. Monat für Monat gehen unaufgefordert E-Mails ein, in denen nachgefragt wird, ob wir Interesse an der Veröffentlichung der Geschichten haben. Natürlich haben wir dies, denn es gibt sehr viele unentdeckte Autoren, denen wir mit dieser Veröffentlichung die Möglichkeit bieten, bei möglichem Interesse von Seiten der Verlage an den Stories unter Vertrag genommen zu werden. In der bisherigen Geschichte des Geisterspiegels wurden zwei Stories von der Seite genommen, da diese mittlerweile im Printformat als Buch vorliegen. Das problemlose Abtreten der Veröffentlichungs- und Vervielfältigungsrechte ist ein Beweis dafür, dass das gesamte Team hinter diesen Autoren und den entsprechenden Verlagen steht. Mit welcher Technik wir den Geisterspiegel aufbauen – ob mit HTML und/oder PHP -, ist letztendlich egal. Wir nutzen dies seit Anbeginn. Ein Wechsel zu CMS hätte mehr Nachteile als Vorteile. Ein riesengroßer Vorteil besteht darin, dass Beiträge, die online gehen sollen, vorher durch den entsprechenden Redakteur redigiert werden können und somit inhaltlich und inpuncto neuer deutscher Rechtschreibung fast fehlerfrei sind. Sicherlich läuft auch bei uns nicht alles rund, viel ist noch tun. Doch weiche ich als Herausgeber nicht von der Prämisse ab, dass Beruf und Privatsphäre eines jeden Mitarbeiters und Redakteurs oberste Prirorität haben. Da kann es schon einmal passieren, dass wir nicht up to date sind. Doch wir haben viel Zeit, um bestehende Mängel zu beseitigen und neue Ideen in den Geisterspiegel einfließen zu lassen. Dazu soll der neue Geisterspiegel-Podcast den Start in das nächste Jahr des Bestehens unseres Onlinemagazins einläuten. Ihr und Euer |